Gerhard Hecht: Klar, als das Einzel verloren ging, war der erste Gedanke tatsächlich "Verflixt, verloren!". Aber vor einigen Wochen war ich noch nicht einmal sicher, ob die Saison überhaupt zu Ende gebracht werden könnte. Und wir wollten wirklich aufsteigen. Ich war also froh, dass die Rückrunde damit beendet war. Da konnten wir das eine Einzel durchaus verschmerzen. Euer Teamkollege Erich hat die Partie abgegeben, inwieweit hat ihn das gestört oder wird er jetzt auch ein bisschen vom Team aufgezogen?
Hecht: Erich hat das gar nicht gestört. Ich glaube sogar, dass es ihm gar nicht bewusst war. Da er seitdem nicht im Training war, konnten wir tatsächlich noch kein Kapital daraus schlagen. Das hebe ich mir für unsere Saisonabschlussfeier auf. Da zelebrieren wir das nochmal ein wenig und machen Vergangenheitsbewältigung.Habt ihr ein Stück weit damit gerechnet, dass ihr so durchmarschiert? Wart ihr derart favorisiert?
Hecht: Mir war klar, dass wir, wenn die Mannschaft komplett ist, nicht aufzuhalten sind. Aber wir haben ja deswegen in dieser Liga gespielt, weil wir eben nicht gewusst haben, wer überhaupt in der Lage sein würde, die Kelle zu heben. Einer drohte wegen Rückenschmerzen längerfristig auszufallen, zwei hatten Operationen geplant, einer wollte gar nicht mehr weitermachen. Daher war die Saison zumindest im Vorfeld wie ein Überraschungsei. Da kann auch Murks rauskommen.
Habt ihr die Meisterschaft schon gefeiert und wenn ja wie?
Hecht: Noch nicht. Bei Aufstiegen gehen wir schön essen. Da müssen natürlich alle dabei sein, die mitgeholfen haben. Wenn das Wetter schöner wird, lockt sicherlich auch der ein oder andere Biergarten.Was erwartet ihr von der kommenden Saison eine Spielklasse höher?
Hecht: Glücklicherweise wird in der nächsten Saison die Liga auf 4er Mannschaften umgestellt, also auf dasselbe System, mit dem wir jetzt aufgestiegen sind. Wenn alle gesund bleiben und den Rollator in der Garage stehen lassen können, dann sollten wir uns in der Liga relativ solide halten können. Aber gerade eben, wo wir so darüber reden, spüre ich schon, dass es mir in der Hüfte zwickt.An dieser Stelle noch ein Dankeschön an Thomas Pillmann (SV Althegnenberg), der uns auf den Eglinger Triumph aufmerksam machte. Pillmann ist seit seiner ersten Saison 2020 und dem direkten Aufeinandertreffen mit Marcus Dubberke von den Eglingern befreundet.













