In der 2. Herren-Bundesliga ist der TTC Fortuna Passau erstmals seit fünf Jahren wieder als Sieger aus dem bayerischen Derby gegen den TV Hilpoltstein hervorgegangen: Am Ende eines neuerlichen Marathon-Matches mit sieben Fünfsatz-Duellen und einer Spieldauer von über vier Stunden lautete das Endergebnis 6:4 für den Gastgeber. Beide Mannschaften waren am Sonntagnachmittag ersatzgeschwächt in die Partie gegangen: Hilpoltstein musste auf Grund von Schulterproblemen ohne Eigengewächs Matthias Danzer auskommen. Für ihn spielte der Syrer Yhya Mossily aus dem Regionalliga-Team der Mittelfranken. Auf Passauer Seite fehlte der chilenische „Zweier“ Gustavo Gomez wegen seiner Teilnahme am WTT Singapore Smash. Für ihn wechselte Head-Coach Martin Jancovic, als Spieler normalerweise für Passau II in der Verbandsoberliga aktiv, von der Betreuerbank in die Spielerbox und wurde prompt zum Matchwinner: In vier Sätzen markierte der Slowake im Ersatzkräfte-Vergleich gegen Mossily den Siegtreffer. Den Deckel vorzeitig draufzumachen, hatte Martin Buch Andersen verpasst. Der ins vordere Paarkreuz aufgerückte Däne, der im ersten Einzeldurchgang den tagesformschwachen Alex Flemming bezwungen hatte, vergab in seinem zweiten Einzel vis-à-vis Petr Fedotov bei einer 2:0-Satzführung im dritten Durchgang drei Matchbälle zum möglichen 6:2-Teamerfolg.
In der 2. Damen-Bundesliga mussten sowohl der TTC Langweid (1:6) als auch der TuS Fürstenfeldbruck (3:6) die Klasse von Spitzenreiter ESV Weil neidlos anerkennen. Langweid konnte dem Gast aus dem Dreiländereck beim 1:6 nur in den Doppeln ernsthaft Paroli bieten: statt einer 1:1 lag hier sogar eine 2:0-Führung in der Luft. In Fürstenfeldbruck machte dagegen ein 0:2-Rückstand aus den Doppeln den Unterschied zu Gunsten der Weilerinnen. In den Einzeln punktete das TuS-Team durch zwei Siege von Iryna Motsyk (3:0 gg. Kornelija Riliskyte, 3:1 gg. Ievgenia Sozoniuk) und einem von Milena Burandt (3:2 gg. Anastassiya Lavrova) genauso oft wie der designierte Meister.










