Samuel Kuhl drückte den Bayerischen Meisterschaften der Jugend am Wochenende in Dillingen seinen Stempel auf. In allen drei Jugend-19-Wettbewerben gewann der 15-Jährige aus dem niederbayerischen Altdorf die Titel. Das wäre ihm 2022 fast schon einmal gelungen, damals gewann der Oberligaspieler vom TSV Neuried zweimal Gold und wurde im Mixed Zweiter. 2025 war überhaupt ein starkes Jahr für das Mitglied des Nationalkaders 2 des DTTB, unter anderem mit Team-Bronze bei den Europameisterschaften und der Teilnahme an der WM.
Herzlichen Glückwunsch, Samu! Wie stolz bist du auf den Dreifach-Titel?
Samuel Kuhl: Ich bin sehr stolz, dass ich den Erwartungen gerecht geworden bin und alle drei Titel gewinnen konnte. Der Dank geht natürlich an meine beiden Doppel-Partner Anna (Ledwoch) und Lars (Kossubek).
Hast du viel Druck verspürt, als Favorit in das Turnier zu gehen?
Kuhl: Ich hatte natürlich Druck, da ich in allen Konkurrenzen als klarer Favorit gestartet bin, aber ich habe in vielen nationalen und internationalen Turnieren gerlernt damit umzugehen.
Du lebst seit einiger Zeit in Düsseldorf im DTTZ. Welche Bilanz ziehst du für dich nach der Zeit und wie sieht dein Training dort aus?
Kuhl: Ich bin inzwischen seit anderthalb Jahren im DTTZ in Düsseldorf. Das war der absolut richtige Schritt für mich, ich habe mich in allen Bereichen (sportlich und persönlich) verbessert. Und ich habe mich in kürzester Zeit sehr gut eingelebt, habe mich mit allen Internatlern von Anfang an gut verstanden, was auch das Einleben deutlich leichter gemacht hat. Wichtig war mir auch, dass die langen Wege zum Training wegfallen, das hat immer viel Zeit gekostet und war auch nicht so gut für die Regeneration nach dem Training. Zudem sollten die schulischen Leistungen nicht darunter leiden und auch das ist hier gegeben. Ich trainiere mit allen Internatsmitgliedern und mit der U21-Trainingsgruppe, die aus deutschen und internationalen Spielern besteht. Verantwortlich für die Trainingsplanung und für das Training ist Dirk Wagner. Ich sehe meine Zukunft in Düsseldorf sehr positiv und werde auf jeden Fall bis zum Abitur im DTTI bleiben und vielleicht auch darüber hinaus.
Bei der Jugend-WM in Cluj seid ihr neulich mit dem Team kurzfristig nachgerückt. Erzähl mal, wie war die Situation und wie war das Erlebnis (auch wenn du nicht zum Einsatz kamst)?
Kuhl: Das war wirklich sehr spontan. Wir (meine Eltern und ich) waren bereits in Würzburg, weil ich dort am Samstag mit meiner Mannschaft TSV Neuried einen Doppelauswärtsspieltag gehabt hätte. Um 17:30 Uhr rief Frank Schönemeier, unser Bundestrainer, an und überbrachte die freudige Nachricht, dass wir zur WM nachnominiert wurden. Dann musste alles schnell gehen, wir sind wieder zuück nach Hause gefahren, haben Koffer gepackt und am nächsten Morgen um 8 Uhr ging es ab zum Flughafen. Es war schon etwas Besonderes, das ganze mitzuerleben. Für mich persönlich war es schade, dass ich nicht zum Einsatz kam, obwohl wir ein sehr ausgeglichenes Team sind. Wären wir eine Runde weiter gekommen, hätte ich im nächsten Spiel sicher einen Einsatz bekommen, was das ganze noch bitterer macht.
Was sind deine nächsten Ziele?
Kuhl: Nach diesen erfolgreichen Jahr möchte ich sowohl national als auch international weiterhin erfolgreich bleiben, um wieder an Europameisterschaften und Weltmeisterschaften teilzunehmen.










