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Bavarian TT-Race  

Keine Top-Plätze für Bayern, aber tolles Ambiente in Grenzau

Series-Finals 2025: Steven Kaltenbrunner sorgt für dritten TTBW-Erfolg in Serie

Team BTTV in Grenzau, von links: Maximilian Zhang, Anh Duy Tran Stefan Albarez, Michael Potok und Mathias Ullrich (Fotos: Matthias, Rammenstein, Heinze)

Spannung war versprochen, Spannung wurde geboten. Die fünfte Ausgabe der Series Finals in Grenzau und Mühlheim-Kärlich zeigte einmal mehr, warum das Bundesfinale der Turnierserien fünf großer Landesverbände stetig wächst. Die Ausrichtung wird von Jahr zu Jahr professioneller. Aus bayerischer Sicht gab es leider keine vorderen Plätze zu vermelden, Race-Landessieger Mathias Ullrich (CVJM Unterasbach) belegte am Ende Rang acht vor Maximilian Zhang (FC Bayern München).  

Wie bereits im vergangenen Jahr wurde erneut an zwei Tagen gespielt. Am ersten Tag stand die Qualifikation auf dem Programm. Die jeweils besten sechs Spielerinnen und Spieler der beiden Qualifikationsgruppen qualifizierten sich für das große Finale um die Plätze eins bis zwölf. In diesem Jahr sorgten der TTC Mühlheim/Urmitz Bahnhof am Samstag sowie die Jugendabteilung des TTC Zugbrücke Grenzau am Finaltag für perfekte sportliche Bedingungen und eine hervorragende Verpflegung.

Qualifikation: Starkes Team TTBW und erste Überraschungen

Aus sportlicher Sicht ließen die Athletinnen und Athleten des TTBW bereits am Samstag kräftig die Muskeln spielen. Alle fünf Qualifizierten schafften es in ihrer jeweiligen Gruppe unter die besten sechs und zogen damit geschlossen in das große Finale ein. Doch auch Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits im ersten Spiel der Qualifikation gewann der elfjährige und damit jüngste Teilnehmer Maximilian Zhang das Bayern-Duell mit 3:0 gegen einen der Mitfavoriten, Mathias Ullrich. Beim Race-Finale in Ruhpolding hatte Ullrich seinen jungen Kontrahenten noch deutlich mit 3:0 besiegt.

Insgesamt erreichten jedoch alle Favoriten die notwendigen ersten sechs Plätze für den Einzug ins große Finale. Steven Kaltenbrunner (TTBW) und Alexander Döll (RTTVR) gewannen ihre Qualifikationsgruppen jeweils ungeschlagen. Auch die beiden Spielerinnen im Feld, Anja Brodbeck (TTBW) und Tina Acker (HeTTV), spielten sich souverän in das Finale.

Dramatischer Kampf um den Gesamtsieg

Am Sonntag war spätestens ab der vierten Runde Spannung pur im Kampf um den Gesamtsieg angesagt. Alexander Döll verlor in der zweiten Runde gegen Leonard Lange (TTBW), der wiederum in der dritten Runde Steven Kaltenbrunner unterlag. In Runde vier revanchierte schlug Döll jedoch Kaltenbrunner. Nach vier Runden war somit kein Spieler mehr ungeschlagen. In den folgenden beiden Runden entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Döll, Kaltenbrunner und Lange. Erneut wurde Wolfgang Krickl zum Zünglein an der Waage – wie schon im vergangenen Jahr, als er dem damaligen Topfavoriten Yannick Wolff die einzige Niederlage des Wochenendes zufügte und damit dessen Gesamtsieg verhinderte. Krickl gewann in Runde fünf gegen Lange. Vor der letzten Runde waren Döll und Kaltenbrunner punktgleich.

In der entscheidenden Schlussrunde spielten beide an benachbarten Tischen um den Gesamtsieg: Döll traf auf Krickl, Kaltenbrunner auf Ullrich. Kaltenbrunner erledigte seine Aufgabe souverän und gewann mit 3:0 gegen den etwas enttäuscht wirkenden Ullrich, der mit einem Podestplatz geliebäugelt hatte, am Ende jedoch Rang acht belegte. Trösten konnte sich Ullrich mit dem Titel des besten Bayern der diesjährigen Series Finals. Für Kaltenbrunner bedeutete der Erfolg den dritten Gesamtsieg des TTBW in Folge. Die Hessin Tina Acker wurde einmal mehr beste Frau im deutschen Race-Kosmos und schloss das Turnier auf Rang fünf ab. Im kleinen Finale wurde ebenfalls hart um jeden Punkt gekämpft. Samuel Hochmann (HeTTV) setzte sich mit nur einer Niederlage durch. 

Stefan Albarez (SGV Nürnberg-Fürth) wurde mit Rang vier bester Bayer im kleinen Finale. Die weiteren BTTV-Starter  Michael Potok (TSV Wilhermsdorf) und Anh Duy Tran (SV Weißblau-Allianz München) belegten die Plätze acht und neun. 

Rahmenbedingungen auf höchstem Niveau

Neben dem Sport war es vor allem das Hotel Zugbrücke Grenzau, das für ein unvergessliches Wochenende sorgte. Im malerischen Brexbachtal gelegen, setzten der großzügige Wellness-Bereich, der Bowling-Abend am Samstag im Brexx-Bowling sowie die ausgezeichnete Verpflegung des Hotels eine Benchmark, die in den kommenden Jahren nur schwer zu erreichen sein dürfte.

Ein sehr positives Fazit zog dann auch René Rammenstein (Organisationsleiter der Series-Finals, TTVN): „Wir haben uns in Grenzau und Mühlheim-Kärlich super wohlgefühlt. Die beiden ausrichtenden Vereine haben sich hervorragend um uns gekümmert – dafür vielen Dank. Auch dem Hotel Zugbrücke Grenzau möchten wir danken, das mit seinem Team für ein wunderbares Ambiente sorgte. Auf sportlicher Ebene merkt man, dass die Spieler immer näher zusammenrücken und Prognosen über potenzielle Sieger zunehmend schwieriger werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Series Finals im kommenden Jahr, bei denen auch der Westdeutsche Tischtennis-Verband dabei sein wird.“ 

Die Series Finals 2026 finden vom 11. bis 15. März 2027 auf Mallorca statt. 

Zu den Ergebnissen der Series Finals 2025

Das BTTV-Quintett bei der Siegerehrung
Siegerehrung mit den drei Topplatzierten: Leonard Lange, Steven Kaltenbrunner und Alexander Döll
Maximilian Zhang in Aktion
Im Hotel Zugbrücke fanden die Series Finals-Teilnehmer Top-Bedingungen vor
Grenzau ist ein Tischtennis-Mekka

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