Als ich mich für die Ausbildung zum Verbandsschiedsrichter beim Bayerischen Tischtennis-Verband anmeldete, war mir bewusst, dass mich eine intensive Zeit erwarten würde – fachlich wie organisatorisch. Rückblickend kann ich sagen: Es war eine fordernde, aber äußerst lehrreiche und bereichernde Erfahrung.
Der Startschuss fiel am 14. September 2025 mit dem Auftakt der Ausbildung. Nach der Begrüßung durch Kerstin Glaser und das Lehrteam erhielten wir zunächst einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Verbandsschiedsrichters. Schnell wurde klar, dass diese Rolle weit über das reine Zählen von Punkten hinausgeht.
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung waren die Online-Module, die bis zum Präsenztermin eigenständig zu absolvieren waren. Die freie Zeiteinteilung erleichterte es, die Inhalte gut in den Alltag zu integrieren, erforderte aber auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin.
Die Präsenzveranstaltung am 8. November 2025 in Geiselwind stellte einen wichtigen Meilenstein dar. Parallel fand dort eine Fortbildung für bereits lizenzierte Schiedsrichter statt, was uns die Gelegenheit bot, wertvolle Einblicke aus der Praxis zu gewinnen und uns intensiv auszutauschen. In verschiedenen Modulen beschäftigten wir uns unter anderem mit dem Schlägertest, den Aufgaben des Oberschiedsrichters sowie mit dem Auftreten und der Entscheidungsfindung am Tisch.
Besonders praxisnah wurde es, als wir im Anschluss gezielt für den Einsatz als Schiedsrichter am Tisch geschult wurden. Das Erlernte konnten wir direkt anwenden: Spieler aus einem benachbarten Verein absolvierten ein Freundschaftsspiel, das eigens für Übungszwecke organisiert wurde. Diese praxisnahe Simulation erwies sich als äußerst wertvoll. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Manuel Burger, der die Präsenzveranstaltung inklusive dieser Spiele hervorragend organisiert hat – und dies, obwohl er selbst Teilnehmer der Ausbildung war.
Die schriftliche Prüfung, die wir am 23. November 2025 online absolvierten, stellte für einige von uns eine Herausforderung dar. Während manche die Komplexität der Fragen hervorhoben, empfanden andere vor allem den späteren praktischen Prüfungstag als besonders fordernd.
Dieser fand im Rahmen der Bayerischen Jugendmeisterschaften am 6. und 7. Dezember 2025 in Dillingen an der Donau statt. Neben der praktischen Prüfung als Schiedsrichter am Tisch mussten wir uns auch einer mündlichen Prüfung stellen. Der Turniertag war lang, verlangte volle Konzentration und Durchhaltevermögen – spiegelte aber genau die Realität eines Schiedsrichtereinsatzes wider.
Am Ende dieses intensiven Tages war die Erleichterung groß: Wir durften uns offiziell Verbandsschiedsrichter nennen. Einige von uns setzten ihren Einsatz am zweiten Turniertag fort und konnten so ein rundum gelungenes und erfolgreiches Wochenende bei den Bayerischen Meisterschaften erleben.
Abschließend möchte ich mich – auch im Namen aller Prüflinge – herzlich bei Kerstin Glaser, dem gesamten Lehrteam sowie bei Simon Eiler für die fotografische Begleitung bedanken. Die Ausbildung war anspruchsvoll, aber hervorragend organisiert und fachlich auf hohem Niveau.
Die nächste Ausbildung ist bereits in Planung und findet auf ähnliche Weise ab Herbst 2026 statt. Interessenten können sich beim Lehrteam melden: sr-lehre@btta.bayern
Neue Verbandsschiedsrichter in Bayern:
Mehrdad Zarinmensh, Seyed Fazlollah Hojjat, Willy Weiß, Aileen Hofbauer, Klaus Lockemann, Manuel Burger, Niklas Karl
Weiterbildung zum Verbandsschiedsrichter:
Helmut Sommerer, Johann Steer










