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Mannschaftssport Erwachsene   Neues aus den Vereinen  

Sechs Titel in einer Saison - TV Boos schreibt Geschichte

Ungebremste Euphorie im Unterallgäu - nicht nur bei Heimspielen des Oberliga-Teams

Der TV Boos erlebte die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte, das Damen-Team sowie fünf Erwachsenen-Teams holten den Titel (Fotos: Verein)

Unlängst hatten wir über den Fünf-Titel-Coup des SV Hörstein (Bezirk Unterfranken-West) in der jüngst abgelaufenen Spielzeit berichtet. Es gibt einen Verein im Freistaat, der kann das sogar noch toppen: Der TV Boos 1924 (Schwaben-Süd). Die Tischtennis-Abteilung der schwäbischen 2400-Einwohner Gemeinde unweit von Memmingen feierte mit sechs Meisterschaften den größten Erfolg in der Vereinshistorie. "Das war definitiv die erfolgreichste", sagt Abteilungsleiter Andreas Betz, der die Abteilung seit zwei Jahren führt. "Wir wussten, dass wir in einigen Ligen gut aufgestellt sind, aber mit so einem Erfolg war im Vorfeld nicht zu rechnen." 

Das Damen-Team in der Bezirksoberliga, die III. Erwachsenen-Mannschaft in der Bezirksoberliga, die IV. Mannschaft in der Bezirksliga, die V. Mannschaft in der Bezirksklasse A, die VI. Mannschaft in der Bezirksklasse B (ohne Punktverlust, 32:0) und die VIII. Mannschaft in der Bezirksklasse C standen zum Ende der Saison allesamt am Platz an der Sonne und steigen auf. Abteilungsleiter Andreas Betz führt die Erfolge auch auf eine hohe Trainingsbeteiligung zurück. "Wir sind ein homogener Haufen und auch in der Breite sehr gut aufgestellt, sodass zum Beispiel Spieler der 1. Mannschaft auch mit Spielern aus der 3. oder 4. Mannschaft trainieren." Einzig die Hallenproblematik - zwei Trainingsabende und jeweils sechs Tische bei minimum 20 Trainierenden - stellt den Verein stets vor Herausforderungen. Auch die Spiel-Termine lassen sich bei so vielen Mannschaften nicht einfach gestalten. 

240 Zuschauer bei einem Oberliga-Heimspiel

Der TV Boos steht für Tischtennis-Euphorie. Seit dem Aufstieg in die Oberliga Bayern 2021 hat die 1. Mannschaft mit Abstand den höchsten Zuschauerschnitt in der Liga und hat es auch heuer wieder geschafft, die Klasse zu halten. Beim letzten Heimspiel gegen Dachau (8:2), bei dem es um den Ligaverbleib ging, fanden sich 240 Zuschauer in der Turnhalle ein, die aus allen Nähten platzte. "Ich denke, wir sind für den Ort und das Umfeld sehr nahbar, die sehen, dass die Jungs Spaß haben und Gas geben." Wie lange die Oberliga zu halten sei, ist laut Betz fraglich. "Andere Vereine investieren Jahr für Jahr sehr viel Geld, was nicht unsere Philosophie ist und was wir nicht mitgehen wollen." Mit Eigengewächs Markus Bott, der einer der Stärksten der Liga ist, verfügt Boos über eine Art Lebensversicherung. In dieser Saison waren zudem die drei Auftritte des europäischen Toptalents Ladimir Mayorov ein Highlight. 

"Wir sind als Verein derzeit sehr gut aufgestellt und damit auch für andere Spiele aus dem Umkreis oder Zugezogene interessant", findet Betz. Oberliga, Verbandsliga (die II. Mannschaft steigt aus der Verbandsoberliga ab), Landesliga, Bezirksoberliga bis Bezirksklasse - überall ist der TV Boos vertreten. Auch für die kommende Saison, in denen es für sechs Mannschaften eine Liga höher geht, sei man gerüstet. Nur in der Jugend habe man Nachwuchsbedarf. "Das habe ich mir für meine Amtszeit auf die Fahne geschrieben, dass wir da wieder aktiver werden. Der Anfang ist zumindest gemacht", sagt Betz.

Gespannt blickt man in Boos schon auf die kommende Woche, wenn die Damen-Mannschaft ihren Titel bei den Deutschen Pokal-Meisterschaften aus dem Vorjahr verteidigen könnte. Das Turnier wird noch abgewartet und dann in die Planungen für eine größere Vereinsfeier gegangen. Denn so eine Saison wie 2025/2026 wird es vermutlich so schnell nicht wieder geben. 

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