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Kooperation statt Konkurrenzdenken: Drei Vereine tragen "Hirtenbachtal-Cup" aus

Drei gemeinsame Junior-Race-Turniere mit Finalturnier und Sommerfest

Die Halle bei den drei Turnieren wird voll sein (Fotos: Verein)

Es ist ein Turnierformat der besonderen Art, das die SpVgg/DJK Heroldsbach/Thurn, die SpVgg Hausen und die SpVgg Zeckern (Bezirk Mittelfranken-Nord) im Juni und Juli veranstalten. Beim „Hirtenbachtal-Cup“ treten jeweils 32 Jugendliche bei drei Race-Turnieren an, um sich am Ende den Pokal zu schnappen. Die Premiere der Turnierserie ist auch ein Zeichen, wie vereinsübergreifende Zusammenarbeit im ländlichen Raum funktionieren kann.

Hirtenbach verbindet drei Orte

Er ist nur etwas mehr als sieben Kilometer lang, der Hirtenbach, der die Orte Hemhofen, Heroldsbach und Hausen an der Grenze zwischen Ober- und Mittelfranken verbindet. Jetzt wird der kleine Bach zum Namensgeber eines besonderen Turniers, das in seiner Art wohl einzigartig ist. Die SpVgg/DJK Heroldsbach/Thurn, die SpVgg Hausen und die SpVgg Zeckern aus dem gleichnamigen Hemhofener Ortsteil veranstalten drei Race-Turniere, die zusammen unter dem Namen „Hirtenbachtal-Cup“ laufen. Am 12. Juni fand das erste statt, das zweite und dritte ist am 20. Juni und am 3. Juli. 

Idee mit der Vereinskooperation wurde geboren

Auf die Idee kam Julian Hörndlein, Tischtennis-Jugendleiter bei der SpVgg/DJK Heroldsbach/Thurn und ehemaliger Sprecher des BTTV-Juniorteams, bereits im vergangenen Jahr. Der Verein richtet seit 2023 jährlich ein Junior-Race-Turnier kurz vor den Sommerferien aus. „Wir möchten unseren Jugendlichen die Möglichkeit geben, auch außerhalb der Saison Wettkampfpraxis zu sammeln“, erklärt er. Junior-Races sind rund um den 5.000-Einwohner-Ort allerdings selten zu finden, deshalb musste der Verein selbst ran.

Aus der positiven Erfahrung mit den bisherigen Race-Turnieren – in der Vergangenheit durfte man sogar schon einmal einen Spieler aus dem niedersächsischen Göttingen begrüßen – kam Hörndlein auf die Idee, zusammen mit den Nachbarvereinen ein größeres Turnierformat auf die Beine zu stellen. Er ging auf Julia Bittan und Tobias Miemietz, die Jugendleiter in Hausen und Zeckern zu, und stieß dort auf großes Interesse. „Beide waren sofort mit an Bord“, erinnert sich der Initiator.

Zusammenarbeit statt Rivalität

Die drei Vereine kennen sich gut, man tritt während der Saison regelmäßig in den Bezirksklassen des Bezirks Mittelfranken-Nord gegeneinander an. Abseits der Derbys gibt es aber keine Rivalität, man möchte den Tischtennissport in der Umgebung gemeinsam voranbringen. In den drei Vereinen greifen rund 80 Jugendliche regelmäßig zum Schläger. „Der Hirtenbachtalcup soll auch ein Beispiel dafür sein, wie Jugendliche von der vereinsübergreifenden Zusammenarbeit profitieren können“, sagt Hörndlein. In diesem Geiste soll im Anschluss an das Finalturnier am 3. Juli in Heroldsbach noch ein Sommerfest stattfinden, zu dem auch die beiden beteiligten Vereine eingeladen sind.

Ergänzend zur normalen Race-Wertung der jeweiligen Turniere nutzt der Cup noch ein übergelagertes Wertungssystem. Die Teilnehmenden sammeln gemäß ihrer Platzierung Punkte pro Turnier – wer am Ende der Serie die meisten Punkte hat, heimst den Pokal ein.

Blick geht schon in die Zukunft

Die Premiere der Turnierserie sehen die Organisatoren als Testlauf. Julian Hörndlein denkt bereits an die Zukunft: „Wenn sich der erste Hirtenbachtal-Cup bewährt, dann könnten wir uns im nächsten Jahr vom Race-Format lösen und größere Turniere durchführen“, sagt er. Dem Funktionär ist wichtig, dass perspektivisch die Jugendlichen des gesamten Bezirks von den Sommerturnieren profitieren. Bei den teilnehmerbeschränkten Race-Turnieren war der Andrang aus den eigenen Vereinen schon so groß, dass die Plätze im Handumdrehen belegt waren.

Zum Turnierkalender der BTTV-Junior-Races

Ankündigungsplakat für den Hirtenbachtal-Cup

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