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Mannschaftssport Erwachsene  

BuLi-Rückschau: Kolbermoors Erstliga-Damen gewinnen Derby-Klassiker gegen Dachau

Windsbacher Drittliga-Männer bewältigen Frust über ersten Punktverlust mit überlegenem Derbysieg, Hilpoltstein bringt einen Punkt aus NRW mit

Gegen die Abwehr-Routine der 56-jährigen Neu-Kolbermoorerin Qianhong Gotsch war für die 14-jährige Neu-Dachauer Koharu Itagaki noch kein Kraut gewachsen. Fotos: Erik Thomas

Rund 250 Zuschauer bildeten am Samstagnachmittag eine stimmungsvolle Kulisse für das bayerische Derby der 1. Damen-Bundesliga, in dem sich Gastgeber SV DJK Kolbermoor mit 6:3 über den TSV Dachau behauptete. Die Protagonistinnen dankten es mit schönen Spielen, die allerdings allesamt meist klar für die eine oder andere Seite endeten.

Für Spannung war durch den überraschenden Ausgang der Doppel dennoch gesorgt. Ohne Sabine Winter, die ihr Team von der Bande aus unterstützte, und ohne Tin-Tin Ho (WTT Feeder Cagliari) ging Dachau als klarer Außenseiter in die Partie, erwischte Kolbermoor aber zunächst kalt: Siege der Duos Naomi Pranjkovic/Dora Cosic über Kristin Lang/Laura Tiefenbrunner (3:1) und Byun Seoyoung/Koharu Itagaki über Annett Kaufmann/Hana Arapovic bedeuteten die 2:0-Führung. Doch die Hausherrinnen hielten dem gewachsenen Druck stand und präsentierten sich in den Einzeln weitgehend überlegen. Vor allem „hinten“: Hier hielten Arapovic (3:0 gg. ihre kroatische Landsfrau Cosic, 3:1 gg. Pranjkovic) sowie Kristin Lang (3:0 gg. Pranjkovic) den Kasten dicht. „Vorne“ war für Dachau gegen das 56-jährige Abwehr-Phänomen Qianhong „Hongi“ Gotsch kein Kraut gewachsen. Die Neu-Kolbermoorerin zeigte Defensiv-Kollegin Byun Seoyoung auf, wie man als solche gegen Abwehr spielt und ließ anschließend auch dem 42 (!) Jahre jüngeren TSV-„Küken“ Koharu Itagaki keine Chance. Letztere zeigte bei ihrer Premiere im Dachauer Trikot dennoch ihr großes Potenzial, in dem sie Annett Kaufmann beim 1:3 beachtlich forderte. Seoyoung tat mehr als das: Die Südkoreanerin setzte mit einem 3:0 über Kolbermoors neue Starspielerin den einzigen Solo-Treffer für Dachau.

In der 3. Herren-Bundesliga musste Top-Titelkandidat TSV Windsbach den ersten Punktverlust hinnehmen: Im samstäglichen Heimspiel gegen die bis dahin ebenfalls verlustpunktfreie TTBL-Reserve vom ASC Grünwettersbach, verfügten die Gastgeber nach rund 220 Spielminuten zwar über das klar bessere Satzverhältnis von 22:15, doch standen fünf Dreisatzerfolgen des Windsbacher Quartetts Bojan Tokic (1 Einzelsieg), Jakub Folwarski (1), Daniel Rinderer (1) und Petr David (2) am Ende auch fünf überwiegend knappe Punktgewinne ihrer badischen Gäste gegenüber. Endstand ergo 5:5 Unentschieden. Ärgerlich war aus TSV-Sicht vor allem der Verlust beider Doppel. Nachdem Tokic/David im Duell mit Teodoro Guilherme/Marc Gutierrez ohne Chance geblieben waren, verpassten Folwarski/Rinderer vis-à-vis Louis Price/Felix Thomis mit 11:2, 10:12, 10:12, 11:5 und 6:11 den Ausgleich denkbar knapp. Im Einzel sollte sich die Fünfsatzmisere fortsetzen, zwei der drei Einzelniederlagen kamen im „Decider“ zustande: Grünwettersbachs Brasilianer Guilherme stockte seine makellose Einzelbilanz mit Fünfsatzerfolgen über Folwarski und Tokic auf 9:0 auf. Sein spanischer Kollege Gutierrez bekam von David zwar die erste Saisonniederlage beigebracht, konnte gegen Rinderer aber den fünften Punkt für Grünwettersbach setzen. Keine 24 Stunden nach dieser kleinen Enttäuschung glückte im Frankenderby beim TTC Wohlbach die Frustbewältigung: „Wiedergutmachung geglückt“ titelte Windsbachs Manager Andreas Staudacher in seiner „Instagram Story“ nach dem ungefährdeten 6:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft, der nach Rückkehr vom WTT Feeder Cagliari in Wohlbach auch Tom Schweiger angehörte.

In der 2. Herren-Bundesliga kehrt der TV Hilpoltstein mit einen Punkt aus zwei Volldistanz-Krimis von seiner NRW-Tour zurück: Diesen einen Punkt luchsten die Mittelfranken mit einem 5:5-Remis dem bis dato Tabellenführer 1. FC Köln ab, der durch den Punktverlust hinter Saarbrücken II auf den zweiten Tabellenplatz abrutschte. Bei einer Fünfsatz-Ausbeute von einem aus vier waren die Mittelfranken dabei dem Sieg sogar näher als ihre favorisierten Gastgeber. Tags darauf verfehlte das Hilpoltsteiner Quartett Petr Fedotov, Alex Flemming, Juan Perez und Matthias Danzer ein weiteres Remis ganz knapp: Ein hauchdünnes 1:3  (15:13, 10:12, 10:12 und 13:15) von Team-Youngster Danzer im Abschlussduell mit dem ebenfalls noch jungen Niederländer Barry Berben besiegelte die 4:6-Niederlage beim TTC indeland Jülich.

Weiter geht es mit Bundesliga-TT in Bayern bereits am Mittwoch (30. Oktober), wenn der TSV Bad Königshofen in der TTBL den TTC Zugbrücke Grenzau empfängt. "Anpfiff" der Begegnung ist um 19 Uhr. 

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