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Mannschaftssport Erwachsene  

TSV Windsbach ist am Ziel seiner Träume

Mit bisher nur einem Minuspunkt Meister der 3. Herren-Bundesliga Süd geworden

Jubel bei (stehend von links) Bojan Tokic, Tom Schweiger, Petr David, Manager Andreas Staudacher sowie (sitzend von links) Chien-An Chen, Daniel Rinderer und Jakub Folwarski. Es fehlen Sheng Yan und Paul Drinkhall. Fotos: Jürgen Renner

Vor der Saison wurde das klare Ziel Aufstieg ausgegeben, doch ein Selbstläufer war die Meisterschaft des TSV Windsbach in der 3. Herren-Bundesliga beileibe nicht. Denn als härtester Widersacher erwies sich der TTC immoXone Bietigheim-Bissingen.

Erst durch die überraschende Niederlage der Schwaben vor einer Woche in Wohlbach war der Verfolger Nummer eins abgeschüttelt, welcher im Hinspiel 6:1 bezwungen wurde. Dadurch erhöhte sich der Vorsprung von drei auf fünf Punkte, woraufhin sich die Windsbacher die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließen und das direkte Duell am 12. April nur noch die Statistiker interessieren wird. Mit einem 6:2 gegen die SU Neckarsulm am Samstag und 6:1 bei der DJK SpVgg Effeltrich am Sonntag machte der TSV sein Meisterstück. 

„Mit Bietigheim hatte vor der Saison keiner gerechnet“, aber der Japaner Noto Soda hat in der Vorrunde richtig gut gespielt“, erklärt TSV-Manager Andreas Staudacher. „Wir wussten aber, dass er in der Rückrunde nicht mehr für Bietigheim spielen wird. Uns war deshalb klar: Wir dürfen keinen Mist bauen und Bietigheim wird Punkte lassen. Das hat sich bewahrheitet.“

Einziges Remis gegen den ASC Grünwettersbach II

Die Windsbacher haben nämlich nur einen Minuspunkt auf dem Konto, als es Ende Oktober zu einem 5:5 gegen den ASC Grünwettersbach II nach 0:2 und 1:3-Rückstand reichte. Ansonsten wurden die Siege meistens recht deutlich eingefahren.

Ein Vorteil war sicher der große Kader bedingt durch die zahlreichen Neuzugänge. Petr David, der seit Sommer 2023 in Windsbach aktiv ist und schon in Hilpoltstein gespielt hat, hatte in dieser Saison bis zum Samstag noch kein Einzel verloren (verlor dann gegen Ronit Bhanja in fünf Sätzen) und hat jetzt eine 11:1-Bilanz. Daniel Rinderer, von der Saison aus Passau gekommen, und Jakub Folwarski haben die meisten Spiele (13) absolviert. Wenn Rinderer an Position vier gespielt hat, ist seine Weste blütenweiß - 10:0. Bojan Tokic folgt mit elf Einsätzen. Tom Schweiger (sechs), der in der vergangenen Saison alle 18 Spiele noch bestritten hatte, An-Chien Chen (fünf), Sheng Yan und Paul Drinkhall (je zwei) komplettieren den Kader.

Alle sechs Stammspieler sind auch 25/26 dabei

„Uns war bewusst, dass wir einen breiten Kader brauchen, um rotieren zu können und uns ideal auf den Gegner aufstellen zu können. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Staudacher. „Tom war öfters verletzt, krank oder auf WTT-Turnieren, das wird sich hoffentlich nächste Saison bessern." Apropos nächste Saison. „Jetzt haben wir Planungssicherheit. Unsere sechs Stammspieler werden bleiben, denn wir wollen nicht jedes Jahr neue Spieler nach Windsbach holen. Da würde die Identifikation zum Verein verloren gehen.“

Der Kader sei stark genug, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. „Wir haben keinen Druck und möchten einen Mittelfeldplatz erreichen. Wir haben vor keinem Gegner Angst und wollen schauen, was geht. Es wird sicherlich einige knappe Spiele geben."

Vor zwölf Jahren noch in der Landesliga gespielt

Und so wurde aus einer Mittelfeld-Mannschaft, die mit 17:19 Punkten die vergangenen zwei Spieljahre abgeschlossen hatte, in der dritten Saison in der 3. Bundesliga eine Spitzenmannschaft. Der Höhenflug nach der Regionalliga-Meisterschaft 21/22 mit 36:0-Punkten geht nun also weiter. 2018 spielte Windsbach noch in der Oberliga und 2013 gar in der Landesliga, kommende Saison dann erstmals in der 2. Bundesliga. Die Vorfreude auf die Bayern-Derbys gegen den TV Hilpoltstein und TTC Fortuna Passau ist groß. Bestimmt auch bei David, wenn er auf seinen Ex-Klub trifft. Einen Vorgeschmack gab es ja schon in der Pokalvorrunde Ende August, da war David aber nicht dabei.

Übrigens: Die Meisterschaft wird nach dem Heimspiel gegen Bietigheim am 12. April mit den Fans gefeiert. „Da wollen wir uns noch etwas einfallen lassen“, so Staudacher.

Jakub Folwarski steuerte eine 17:4-Einzelbilanz bei.
Tom Schweiger steht bei 6:2.
12:5 lautet die Bilanz von Bojan Tokic
Vor dem Spiel gegen Neckarsulm mit einer blütenweißen Weste (10:0), die nun ihren ersten Fleck (11:1) bekam: Petr David

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