Die Damen des TSV Dachau haben sich in der 1. Bundesliga mit einer Punktlandung in ihrem letzten Hauptrunden-Spiel 24/25 die direkte Qualifikation für das Halbfinale der Sechser-Playoffs gesichert: Nach einem 5:5-Remis im Heimspiel gegen den ESV Weil ist den Oberbayerinnen der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Auch Platz eins ist noch möglich, dafür müsste Spitzenreiter TTC Weinheim sein letztes Hauptrundenspiel beim TTC Berlin eastside allerdings unerwartet hoch verlieren.
Abgesehn von der „Zielerfüllung“ lief das Duell gegen Weil für Dachau allerdings nur in den Doppeln richtig rund: Viersatzerfolge der TSV-Duos Sabine Winter/Naomi Pranjkovic und Seoyoung Byun/Koharu Itagaki über Anna Hursey/Lea Lachenmayer bzw. Daniela Ortega/ Kornelija Riliskyte ließen auf einen (schnellen) Sieg hoffen, doch in den Einzeln sollte sich der Gast überraschend die „Mehrheitsanteile“ sichern: Während Byun, Itagaki und im Abschlussmatch die erneut nervenstarke Pranjkovic jeweils einen Sieg buchen konnten, ging Topscorerin Winter erstmals in dieser Saison leer aus. Die 32-Jährige musste sich überraschend der jungen Waliserin Hursey (2:3) sowie der Chilenin Ortega (1:3) beugen.
TTBL: Vierstündige Nervenkitzel
In der TTBL hat der TSV Bad Königshofen durch einen 3:2-Erfolg in einem Wahnsinns-Match am Frreitagabend beim TSV Schwalbe Bergneustadt einen gewaltigen Satz in Richtung Playoff-Teilnahme gemacht. Nach fast vier Stunden Nettospielzeit mit vier Spielen über die volle Distanz machte das TSV-Paradedoppel Bastian Steger/Martin Allegro erst um 23.15 Uhr den Sieg perfekt.
Im ersten Spiel des Abends kam es zum deutschen Duell zwischen Benedikt Duda und Bastian Steger. Duda zog im ersten Satz schnell auf 10:2 davon, ein Aufbäumen von Steger kam zu spät. Ähnlich abgeklärt holte sich der Bad Königshöfer den zweiten Durchgang. Im vierten Satz sah es schon aus, als hätte der Steger seinen Gegenspieler im Sack. 4:0 und 7:2 lag er vorne. Doch dann funktionierte nichts mehr: neun Duda-Punkte in Folge und der Satz ging nach Bergneustadt. Der dritte Matchball im fünften Satz war erfolgreich.
Bei der Begegnung Adrien Rassenfosse gegen Jin Ueda erwarte die Zuschauer ein ähnlich kurioser Spielverlauf. Der Japaner im TSV-Dress brauchte den ersten Satz, um ins Spiel zu kommen. Angefeuert von den Ping-Pong-Ultras, dem Fanclub des TSV Bad Königshofen, sicherte sich Ueda bei „Jin-Jin-Rufen“ die Sätze zwei und drei. Im vierten Satz reichte eine gute Aufholjagd nicht. Für den Sieg im fünften Satz reichte es aber trotzdem.
Nach der Pause ging es mit den Fünf-Satz-Spielen weiter. Kanak Jha und Filip Zeljko schenkten sich nichts. Wie im ersten Spiel des Tages reichte eine vermeintlich komfortable Führung im fünften Satz für Bad Königshofen nicht. Kanak Jha machte aus einem 6:9 ein 11:9 und brachte seine Mannschaft wieder Front. Der Druck auf Jin Ueda war nun immens.
Im Duell der beiden Einser standen sich Benedikt Duda und Jin Ueda gegenüber. Duda wehrte im ersten Satz zwei Satzbälle des Japaners ab. Im dritten Satz ließ sich Ueda beim Stand von 10:8 den Durchgang nicht mehr nehmen. Der sonst so ruhige Bergneustadt-Spieler war sichtlich genervt, schlug und trat den Ball mehrmals weg. Nach dem Satzausgleich zum 2:2 schien wieder alles in die Richtung des Bergneustädter Eigengewächses zu laufen. Duda legte stark los und erspielte sich vier Matchbälle. Ueda wehrte alle ab und nutzte wiederum seinen zweiten Matchball. Im Abschlussdoppel ließen Bastian Steger und Martin Allegro gegen Romain Ruiz und Adrien Rassenfosse zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen.
2. Herren-Bundesliga: Hilpoltstein verteidigt Tabellenführung, Passau feiert Qualifiikation für Jubiläumssaison
In der 2. Herren-Bundesliga hatten die zwei bayerischen Vertreter keine große Mühe mit ihren Gästen von Hertha BSC Berlin: Der TV Hilpoltstein verteidigte durch ein 6:2 die Tabellenführung und beim Tabellenvierten TTC Fortuna Passau knallten nach einem 6:1 die Sektkorken. Durch den Erfolg über die Bundeshauptstädter ist den Niederbayern die Qualifikation für die 25. Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Good news mit Blick auf die Zukunft verkündete am Sonntag via Instagram auch der TV Hilpoltstein: Mit den Zwillingsbrüdern Jonas und Fabian Rinderer werden zwei der größten Nachwuchstalente Bayerns und sogar Deutschlands zur kommenden Saison zu den Mittelfranken stoßen. Ein aktueller Leistungsträger der Zweitliga-Mannschaft wird den TV dagegen bekanntlich verlassen: Den Spanier Juan Perez zieht es nach Bad Homburg in die TTBL.
3. Herren-Bundesliga: Wohlbach chancenlos, Effeltrich "verliert" Remis
In der 3. Herren-Bundesliga stand der TTC Wohlbach, der grippebedingt ohne Roman Rosenberg auskommen musste, beim 1:6 gegen den ASC Grünwettersbach II auf verlorenem Posten und verharrt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Im Mittelfeld der Tabelle trennte sich die DJK SpVgg Effeltrich 5:5 vom Tabellenzweiten TTC ImmoXone Bietigheim-Bissingen. Was an sich ein gutes Ergebnis ist, musste sich ob des Spielverlaufs allerdings wie eine Niederlage anfühlen. Bei 5:3-Führung mussten sich Effeltrichs Hintermänner Hannes Hörmann und Akito Itagaki ihren Kontrahenten Haruto Kizuka bzw. Michael Engelhardt jeweils knapp in fünf Sätzen geschlagen geben.
3. Damen-Bundesliga: Dachau II in Leipzig souverän
Einen ungefährdeten 6:2-Auswärtssieg feierte die Edelreserve des TSV Dachau in der 3. Damen-Bundesliga beim LTTV Leutzscher Füchse. In der allerdings schiefen Tabelle sind die Dachauerinnen mit 17:10 Punkten nun wieder Zweiter - hinter dem DJK Sportbund Stuttgart (22:4) und vor dem BSC Rapid Chemnitz (15:5).










