Am vergangenen Wochenende haben sich die acht bayerischen Athletinnen und Athleten bei den Para-Deutschen Jugendmeisterschaften in guter Form präsentiert. Von Beginn an gingen sie motiviert und konzentriert ins Turnier, das traditionell mit den Doppelwettbewerben startete – eine gute Vorbereitung für die Einzelkonkurrenzen.
Für das erste Highlight sorgte die junge Dachauer Hoffnung Julia Bergemann (TSV Dachau, Wettkampfklasse AB). Gemeinsam mit ihrer Partnerin Luisa Spieß aus Baden-Württemberg dominierte sie das Teilnehmerfeld mit druckvollen und sicheren Bällen und sicherte sich souverän die Goldmedaille.
Ebenfalls in der Wettkampfklasse AB kämpfte sich das Doppel Schäff/Haupt (beide FC Heilsbronn) bis ins Halbfinale vor, musste sich dort jedoch dem eingespielten Duo Zilch/Laabs aus Hessen knapp im fünften Satz geschlagen geben.
In der Wettkampfklasse 9 kam es zu einem rein bayerischen Duell: Lindner/Lindner (FC Heilsbronn) trafen auf Zhang/Novak (TS BSG Herzogenaurach/Post Augsburg). In einer engen Partie setzten sich Lindner/Lindner durch, während Zhang/Novak die Bronzemedaille gewannen. Im Finale bewiesen Lindner/Lindner erneut Nervenstärke und gegen das starke niedersächsische Doppel Ruderisch/Hartnack drehten sie einen 5:9-Rückstand im Entscheidungssatz und holten sich verdient Gold.
In der Wettkampfklasse 11 (intellektuelle Beeinträchtigung) erreichte Szebasztian Miroskin (TV Dietenhofen) gemeinsam mit seinem Partner Nasrullah Dokhan aus Hamburg einen hervorragenden zweiten Platz und gewann Silber.
Auch in den Einzelwettbewerben ging es spannend weiter. In der stark besetzten Wettkampfklasse AB verpassten Jannis Schäff und Cornelius Haupt (beide FC Heilsbronn) trotz guter Leistungen den Sprung in die Medaillenränge. Szebasztian Miroskin konnte hingegen an seine starke Form anknüpfen und sicherte sich im Einzel die Bronzemedaille.
Etwas unglücklich verlief das Turnier für Philipp Novak (Post Augsburg, WK 8), der den Einzug ins Halbfinale knapp verpasste. Julia Bergemann erreichte im Einzel nach starken Spielen gegen die Konkurrenz aus Baden-Württemberg ebenfalls den dritten Platz und nahm eine Bronzemedaille mit nach Hause.
In der Wettkampfklasse 9 lieferten sich Malong Zhang (TS BSG Herzogenaurach) und Jakob Lindner (FC Heilsbronn) spannende Duelle und erreichten jeweils als Gruppenzweite die K.-o.-Runde, mussten sich jedoch im Halbfinale geschlagen geben. Für das sportliche Highlight sorgte das Finale zwischen Jona Lindner (FC Heilsbronn) und Jonas Wand (Borussia Düsseldorf). In einem hochklassigen Spiel mit spektakulären Ballwechseln hatte Lindner sogar zwei Matchbälle im fünften Satz, konnte diese jedoch nicht nutzen und belegte bei seinem ersten Para-Turnier einen hervorragenden zweiten Platz.
Mit drei Trainern, sieben Spielern und einer Spielerin setzte das bayerische Team ein starkes Zeichen für die positive Entwicklung des Para-Tischtennis in Bayern. Die Bilanz mit mehreren Medaillen unterstreicht das große Potenzial und lässt optimistisch in die Zukunft blicken.











