In der TTBL hat der TSV Bad Königshofen im direkten Duell mit Tabellenschlusslicht ASC Grünwettersbach einen gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Vor rund 750 Zuschauern setzte sich der Tabellenvorletzte mit 3:0 durch und baute seinen Vorsprung zwei Spieltage vor Saisonende auf vier Punkte aus.
Für die Führung sorgte Routinier Bastian Steger. Gegen den Engländer Tom Jarvis verlor der 45-Jährige zunächst den ersten Satz deutlich, ließ sich davon jedoch nicht beirren und drehte die Partie noch zu einem 3:1-Erfolg.
Im zweiten Einzel trafen mit Daniel Habesohn und Tiago Apolonia zwei Spieler aufeinander, die sich seit Jugendzeiten aus unzähligen Duellen bestens kennen. In einer engen Partie setzte sich Habesohn im fünften Satz durch und öffnete damit die Tür zum Sieg. Andre Bertelsmeier ließ sich diese Chance nicht entgehen und machte gegen den nach einer Verletzung weiterhin formschwachen Ricardo Walther mit einem klaren Erfolg den 3:0-Endstand perfekt.
Durch den Sieg benötigt Bad Königshofen nur noch einen weiteren Erfolg oder einen Ausrutscher des ASC, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Ob der Tabellenletzte tatsächlich absteigen muss, bleibt allerdings offen. Der TSV Windsbach nimmt als einziger Zweitligist am Lizenzverfahren der TTBL teil, hat jedoch noch keine finale Entscheidung getroffen. „Man kann bei Windsbach nur spekulieren. Man hört jeden Tag viel – der eine sagt ja, der andere sagt nein“, sagte Walther. „Am Ende muss Windsbach seine Entscheidung treffen. Wir können nur abwarten.“
Apropos TSV Windsbach: Der vorzeitige Meister der 2. Bundesliga der Erwachsenen gastierte parallel beim TV 1879 Hilpoltstein im Mittelfranken-Derby, das sich rund 620 Zuschauer nicht entgehen lassen wollten. Und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen: Nach vier kurzweiligen Stunden hieß es am Ende 5:5.
Dabei kamen die Hausherren mit dem Gewinn beider Doppel in fünf Sätzen perfekt aus den Startlöchern. In den Einzeln hatten jedoch die Gäste die besseren Antworten: Im vorderen Paarkreuz bezwang Jakub Folwarski sowohl Hayato Miki als auch Matthias Danzer, im hinteren blieb Bojan Tokic gegen Alex Flemming und Martin Buch Andersen ungeschlagen. Den fünften Windsbacher Punkt sicherte Tom Schweiger mit einem Erfolg gegen Danzer in der Neuauflage des Endspiels der Bayerischen Meisterschaften. Auf Hilpoltsteiner Seite punkteten Flemming und Andersen jeweils gegen Daniel Rinderer, zudem setzte sich Miki gegen Schweiger durch.
Eine 3:6-Niederlage kassierte derweil der dritte bayerische Liga-Vertreter TTC Fortuna Passau beim TTC SR Hohenstein-Ernstthal. Dabei starteten die Niederbayern mit zwei Doppelsiegen perfekt in die Partie, konnten in den Einzeln jedoch nur noch einen weiteren Erfolg durch Keisuke Kiho über Miguel Nunez Tapia verbuchen.
In der 2. Bundesliga der Damen hat der TuS Fürstenfeldbruck im Titel- und Aufstiegszweikampf seine Hausaufgaben gemacht: Mit zwei 6:3-Auswärtssiegen – unter anderem beim TTC Langweid – bleiben die Oberbayerinnen bis auf einen Punkt am Tabellenführer MTV Engelbostel-Schulenburg dran. Der TTC Langweid hingegen unterlag – erneut ersatzgeschwächt – knapp mit 3:6 beim Schlusslicht DJK Offenburg.
In der 3. Bundesliga der Erwachsenen folgte an diesem Wochenende nur eine Partie den von der Tabelle nahegelegten Prognosen: Im Oberfranken-Derby setzte sich der Tabellendritte DJK SpVgg Effeltrich beim Tabellenfünften SV DJK Eggolsheim durch. Nachwuchshoffnung Julius Werner feierte dabei sein Bundesliga-Debüt und steuerte an der Seite von Akito Itagaki prompt einen Doppelerfolg bei.
Tags darauf übernahm Eggolsheim beim SB Versbach selbst die Favoritenrolle – und unterlag erneut 3:6. In der Formation Jeromy Löffler, Edeljoker Nico Christ, Pavel Mego und Daniel Geist sicherten sich die Hausherren mit diesem Sieg den Klassenerhalt. Der TTC Kist hingegen muss nach einer 1:6-Niederlage gegen den Vorletzten TV Limbach weiter zittern. Limbach und Schlusslicht Post SV Mühlhausen II können den Tabellenachten rechnerisch noch überholen – auch wenn dies angesichts des schweren Restprogramms eher unwahrscheinlich erscheint.










