Deutsch-chinesische Beziehungen pflegen, gemeinsam Tischtennis spielen und Verbindungen aufbauen: Beim Deutsch-Chinesischen Unternehmens-Tischtennisturnier am Sonntag in der Sportschule Oberhaching wurden erst die Bälle über die Netze befördert und dann die eigenen Netzwerke erweitert. Personen aus verschiedensten Unternehmen mit deutsch-chinesischen Bezügen und insbesondere aus den Sektoren Automobil, Technologie, Finanzen und Luftfahrt trafen sich in sportlich-lockerer Atmosphäre, tauschten sich aus und sammelten Kontakte. Die Chinesische Handelskammer in Deutschland e.V. und der Verein China-Europa Tischtennis-Austausch e.V. hatten die Veranstaltung aus der Taufe gehoben.
Beim Einzel-Turnier mit 60 Teilnehmenden stand am Ende mit Nick Deng vom FC Bayern München ein ehemaliger Kaderspieler des BTTV ganz oben auf dem Siegerpodest. Der 25-Jährige lag lange gleichauf mit Raphael Krämer vom TuS Fürstenfeldbruck, setzte sich dann im direkten Duell durch und wurde ungeschlagen seiner Favoritenrolle gerecht. Hinter Deng und Krämer landete Lothar Velte (SV Funkstreife München) auf dem Bronzerang.
Der Bayerische Tischtennis-Verband hatte vor Ort für die Organisation des Turnieres verantwortlich gezeichnet und sich im Vorfeld entsprechend vorbereitet. Gespielt wurde im Schweizer System á sieben Runden. Turnierleiter Oliver Moser vom SV Putzbrunn machte dabei einen hervorragenden Job. Die Ergebnisse und Ansetzungen wurden komfortabel über einen großen Screen in der Halle sichtbar gemacht. Ein Dolmetscher unterstützte beim Aufrufen der Partien. Darüber gab es für die Kleinen eine Kinder-Tischtennis-Erlebniszone, was die "Tischtennis-Party" abrundete.
Qiu Xuejun, Generalkonsul der Volksrepublik China in München, sagte: "Tischtennis ist Chinas ‚Nationalsport‘ und hat auch in Deutschland eine breite Basis. Durch sportlichen Austausch, Verständnis und vertiefende Freundschaften wird ein positiver Beitrag zur gegenseitigen Verständigung zwischen den Völkern unserer beiden Länder geleistet."
Dr. Carsten Matthias, Vorstandsvorsitzender des Bayerischen Tischtennis-Verbandes, äußerte sich wie folgt: "Sportlicher Austausch ist nicht nur Wettkampf, sondern vor allem das Knüpfen von Kontakten und Freundschaften. Sport kann Grenzen überwinden und Menschen aus unterschiedlichen Ländern miteinander verbinden." Das Statement wurde unter anderem von Chinas Staatssender CCTV aufgegriffen, der einen eigenen Beitrag zum Turnier in der Sportschule veröffentlichte.
Deutsch-chinesische Freundschaftsturniere hatte es sowohl in der Bundes- als auch in der Volksrepublik in den vergangenen Jahren schon häufiger gegeben - auch mit Vertretern aus dem Freistaat. Die Teilnehmenden betonten am Sonntag einmal mehr, dass in der gegenwärtigen internationalen Lage die Stärkung des Austauschs auf zivilgesellschaftlicher und unternehmerischer Ebene besonders wichtig sei – und der Sport dafür eine wichtige Brücke zur Förderung von Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen biete.
















