„Tischtennis-Freunde ist unser Markenkern“, sagt Gerd Stopfer. Die Tischtennis-Freunde (TTF) Schwandorf (Bezirk Oberpfalz-Nord) tragen den Slogan nicht nur im Vereinsnamen, sondern füllen den Begriff mit Leben. „Wir lassen auf den Trikots schon das Schwandorf weg und schreiben nur Tischtennis-Freunde. Wir wollen zeigen, dass neben dem Tischtennis die Freundschaften im Vordergrund stehen“, betont Stopfer.
Von 14 auf 70 Mitglieder
Der 61-Jährige ist für die Öffentlichkeitsarbeit bei den Tischtennis-Freunden zuständig – in einem Verein, der in den vergangenen zwei Jahren einen immensen Aufschwung erfuhr. 18 Jahre lang war Gerd Stopfer Abteilungsleiter beim TV Wackersdorf. Weil es Unstimmigkeiten mit dem Hauptverein gab, suchte man ein neues Umfeld und wurde beim TTF Schwandorf fündig. Wichtig für die Entscheidung war, dass es sich um einen reinen TT-Verein ohne weitere Sparten handelte. Das war vor zwei Jahren. „Der Verein hatte damals nur 14 Mitglieder und zwei Mannschaften“, erzählt Stopfer. Innerhalb von zwei Jahren zählen die TTF inzwischen 70 Mitglieder, es gibt sechs Erwachsenen-Mannschaften, ein Damen-Team in der Verbandsoberliga und mittlerweile vier Jugendmannschaften. Der Zuwachs ist einerseits durch den Wechsel von 30 Mitgliedern von Wackersdorf nach Schwandorf entstanden; darüber hinaus haben die TTF mit Konzept und System einen florierenden Nachwuchs- und Erwachsenen-Spielbetrieb aufgebaut.
Schultage sorgen für mehr Nachwuchs
Bis zu sechs Übungsleiter, allen voran Jugendleiter Tobias Breu, kümmern sich um die Jugend. Es gibt ein vorgeschaltetes Anfängertraining – an dem übrigens auch Erwachsene ohne Vorkenntnisse teilnehmen – und das Jugendtraining für die Fortgeschrittenen. Alle zwei Wochen, freitags, findet bis in den Abend hinein ein Sondertraining statt. Um den Nachwuchs zu gewinnen, fanden 2024 und 2025 zwei Schultage statt, „und mittlerweile platzen wir fast aus allen Nähten“, so Stopfer. Das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Josef Hirn hat im Zuge des Wachstums auch in Abstimmung mit dem Landratsamt zusätzliche Hallenzeiten und einen weiteren Trainingstag sorgen können. „Eine Baustelle sind noch die Ferien, wo bei uns die Hallen komplett geschlossen sind“, sagt Stopfer.
Aktivitäten auch außerhalb des Tisches
Die TTF legen großen Wert auf vielfältige Aktivitäten. Unlängst fand das große Sommerfest statt, in dessen Rahmen ein Schwarzlicht-Turnier ausgetragen wurde. Regelmäßig veranstaltet der Club auch Turniere des Bavarian TT-Race. Mit den Kindern und den Erwachsenen geht es schon mal geschlossen in einen Hochseilgarten zum Klettern. Oder ins Trainingslager nach Italien. Mehr und mehr kommen auch Erwachsene mit dem Verein in Berührung, die vorher noch nie Tischtennis gespielt haben und im Alter den Sport für sich entdecken. Drei Aktive wurden bereits in die Mannschaften integriert.
Sportlich könnte es für die Erwachsenen-Teams noch mal eins, zwei Liga höher gehen, wenn sich die Nachwuchsarbeit auszahlt. „Aber man muss sagen, dass man da auch etwas Glück braucht. Nachwuchsarbeit kann man nicht vorhersehen. Zumindest haben wir eine Basis geschaffen“, sagt Stopfer.
Aktive werden über die Vereins-Webseite aufmerksam
Der Verein hat in zwei Jahren Beachtliches geleistet, alle ziehen an einem Strang. Stopfer selbst geht in der Öffentlichkeitsarbeit mit gutem Beispiel voran. Die Homepage des Vereins ist stets aktuell, die Basisinformationen sind sofort sichtbar. „Wir haben schon einige Leute bei uns gehabt, die über unsere Homepage auf uns aufmerksam wurden. Und bei den Race-Spielern sagen auch manche: Ihr habt eine tolle Homepage.“
Generell ist bei den TTF die Bereitschaft, sich zu engagieren, sehr hoch. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte der gelebte Markenkern sein: ‚Tischtennis-Freunde‘.








