Die Shakehands Arena des TSV Bad Königshofen hat zum Auftakt in die TTBL-Saison 2026/27 einen viereinhalbstündigen Thriller mit irren Wendungen und einem bitteren Ausgang aus Sicht der Gastgeber erlebt. Kurz vor halb zwölf hatte beim Duell des Vorletzten gegen den Letzten der Vorsaison nur ein Lokalheld Grund zu jubeln: Kilian Ort. Der inzwischen als Headcoach des badischen ASC Grünwettersbach tätige Bad Königshöfer feierte bei seinem Heimatbesuch einen 3:2-Erfolg seiner Mannschaft.
Nach den knappen Niederlagen von Andre Bertelsmeier gegen Tiago Apolonia (1:3) und von Neuzugang Liao Cheng-Ting gegen Tom Jarvis (2:3) stand der TSV zur Pause bereits mit dem Rücken zur Wand. Bastian Steger verhinderte gegen Ricardo Walther die drohende 0:3-Niederlage – und das nach einem 1:2-Satzrückstand und einem 1:6 im vierten Durchgang. Der Routinier drehte die Partie noch zum 3:2 und hielt die Gastgeber damit im Spiel. Bertelsmeier nutzte die Chance zum Comeback: Gegen den Engländer Jarvis kämpfte sich der U21-Europameister nach verlorenem ersten Satz zurück und stellte mit einem umkämpften 3:1 auf 2:2.
Die Entscheidung musste damit im Schlussdoppel fallen – und mehr Routine ging dabei fast nicht. Bastian Steger (45), Daniel Habesohn (40), Tiago Apolonia (40) und Ricardo Walther (34) brachten zusammen 159 Lebensjahre an den Tisch. Apolonia und Walther hatten schließlich das bessere Ende für sich: Gegen Steger und Habesohn entschieden sie das Doppel für Grünwettersbach und machten nach viereinhalb Stunden den 3:2-Auswärtssieg perfekt.










