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Mannschaftssport Erwachsene  

BuLi-Rückschau: Dachaus Erstliga-Damen gewinnen höchst attraktives Derby gegen Kolbermoor

Bad Königshofen erobert TTBL-Rang zwei/Windsbach baut Drittliga-Tabellenführung aus, Wohlbach atmet nach Derbysieg in Kist auf

Koharu Itagaki hat sich mit zwei Einzelsiegen selbst ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gemacht. Foto: Erik Thomas

So attraktiv kann die 1. Damen-Bundesliga sein! Das Bayernderby, das am Sonntagnachmittag nach rund drei Stunden und 40 Minuten mit einem 6:3-Sieg des Gastgebers TSV Dachau (Seoyoung Byun, Sabine Winter, Koharu Itagaki, Naomi Pranjkovic) über den SV DJK Kolbermoor (Annett Kaufmann, Hana Arapovic, Qianhong Gotsch, Kristin Lang) endete, war ein Hochgenuss für TT-Fans. Beide Teams traten nahezu in Bestbesetzung an und boten den rund 380 (!) Zuschauern einen reizvollen Mix aus Jungstars und Routiniers sowie ein breites Spektrum an Spielsystemen – von Angriff „glatt“ über Angriff mit „Material“ bis hin zur variantenreichen Abwehr. Spannung war von Anfang bis Ende garantiert.

Lange Gesichter zunächst bei Dachau, da beide Doppel an Kolbermoor gingen. Annett Kaufmann und Hana Arapovic setzten sich mit 3:1 gegen Seoyoung Byun und Koharu Itagaki durch, während Qianhong Gotsch und Kristin Lang gegen das Duo Sabine Winter und Naomi Pranjkovic einen 0:2-Satzrückstand noch in einen 3:2-Erfolg verwandelten.

Doch Dachau kämpfte sich in den Einzeln eindrucksvoll zurück. Die Südkoreanerin Byun eröffnete die Aufholjagd mit einem überzeugenden 3:1-Sieg über Hana Arapovic, gefolgt von einem nervenaufreibenden Fünf-Satz-Erfolg von Winter über Kaufmann. In den hinteren Einzeln bezwang Itagaki Lang in fünf Sätzen, während sich Pranjkovic in vier Durchgängen Gotsch geschlagen geben musste. Zwischenstand: 3:3.

In der zweiten Einzelrunde bewiesen die Dachauerinnen erneut Nervenstärke: Abwehrstrategin Byun brachte Kaufmann die zweite 2:3-Niederlage des Tages bei, Winter dominierte ihr Spiel gegen Arapovic mit 3:1, und Koharu Itagaki setzte einen Tag vor ihrem 15. Geburtstag in einem packenden Generationen-Duell gegen die 56-jährige Qianhong Gotsch mit 12:10 im fünften Satz den Siegpunkt.

TTBL: Bad Königshofen erobert (vorübergehend) Platz zwei 

In der TTBL bleibt der TSV Bad Königshofen mit dem fünften Sieg in Folge klar auf Playoff-Kurs. Dank eines 3:2-Erfolgs beim Post SV Mühlhausen schoben sich die Unterfranken zumindest vorübergehend sogar an den TTF Ochsenhausen vorbei auf Rang zwei der Tabelle. Vorübergehend heißt: mindestens bis Montag, wenn Pokalsieger Ochsenhausen in Grenzau gastiert und mit einem Sieg die Verhältnisse zu seinen Gunsten wieder zurechtrücken kann.

Für Bad Königshofen feierte Bastian Steger in Mühlhausen seinen ersten Einzelsieg seit seinem Fingerbruch im Dezember. Nach jüngsten Niederlagen gegen Nuytinck (Dortmund) und Gerassimenko (Bremen) brachte der 43-Jährige sein Team im Auftaktduell gegen Daniel Habesohn mit 3:1 (nach 0:1) in Führung. Doch Jin Ueda musste sich anschließend in gleicher Höhe Steffen Mengel geschlagen geben, der für den Ausgleich sorgte.

Nach der Pause ließ Filip Zeljko im Duell der Dreier gegen Ovidiu Ionescu nichts anbrennen. Der Kroate hatte seinen Gegner jederzeit im Griff und gewann glatt in drei Sätzen (11:5, 11:7, 11:7). Ueda, mit einer Einzelbilanz von 14:5 eigentlich Bad Königshofens Punktegarant, erwischte keinen guten Tag. Gegen Habesohn vergab er im vierten Satz mehrere Chancen zur Entscheidung und musste sich im fünften Durchgang klar geschlagen geben.

So musste im 15. Saisonspiel des TSV zum achten Mal das Doppel die Entscheidung bringen. Steger und Martin Allegro, der nach der Saison zum TTC Zugbrücke Grenzau wechseln wird, behielten gegen Mengel/Ionescu in fünf Sätzen die Oberhand und sicherten Bad Königshofen den sechsten 3:2-Sieg.

3. Herren-Bundesliga: Erwartungsgemäße Ergebnisse

In der 3. Herren-Bundesliga blieben größere Überraschungen aus. Während Spitzenreiter TSV Windsbach tags darauf beim 6:1-Auswärtssieg über den TTC Hohenstein-Ernstthal II keinerlei Mühe hatte, geriet er im ersten von zwei Frankenderbys des Wochenendes daheim gegen den als Tabellenvorletzter angereisten TTC Wohlbach stärker unter Druck als erwartet. Drei der sechs Windsbacher Siege wurden erst im entscheidenden fünften Satz errungen, bevor der 6:2-Erfolg feststand.

Für Wohlbach war das Spiel dennoch ein gelungenes Warm-up für das bedeutendere, zweite Frankenderby am Sonntag beim Schlusslicht TTC Kist. Dank einer verbesserten Fünfsatzquote – zwei Siege aus vier Volldistanzmatches – setzte sich Wohlbach mit 6:3 durch. Während Kist den Anschluss ans rettende Ufer verpasste, verbesserte sich Wohlbach im Tausch mit dem SB Versbach vom neunten auf den achten Tabellenplatz.

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