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Kolbermoor schrammt am Pokal-Finale vorbei und darf sich trotzdem freuen

Lob von vielen Seiten für die B2X Finals / Berlin verteidigt den Titel und ist zum 11. Mal Pokalsieger / Halbfinale und Finale im re-live

Tolle Atmosphäre, großer Sport: Spannend waren vor allem die Halbfinals (Fotos: Erik Thomas)

Tolle Stimmung, packende Matches, verdienter Sieger: Bei den B2X Finals passte am Sonntag - aus bayerischer Sicht - fast alles. Denn der Lokalmatador SV DJK Kolbermoor war vor ausverkuftem Haus drauf und dran, gegen den Topfavoriten Berlin in das Finale einzuziehen und nach 2019 und 2022 möglicherweise zum dritten Mal den Pokal in die Höhe zu recken. Doch Berlin hielt dem Druck in starker Manier und vor allem mit dem überragenden 19-jährigen Abwehrass Yuka Kaneyoshi stand, setzte sich mit 3:2 im Halbfinale durch und holte sich im Endspiel durch ein klares 3:0 über den TTC Weinheim zum elften Mal den Titel. 

Weinheim mit dem überzeugenden Neuzugang Veronika Matiunina (zur Rückrunde vom TTC Langweid gekommen) hatte sich im zweiten Halbfinale ebenfalls im Schlussdoppel gegen den TSV Langstadt durchgesetzt. Am Nebentisch hatte Kolbermoor dank zweier Fünf-Satz-Erfolge von Annett Kaufmann (gegen Shan Xiaona) und von Yu-Chiao Huang (gegen Nina Mittelham) die Halle zwischenzeitlich zum Beben gebracht, erst recht, als Kaufmann gegen Kaneyoshi den ersten Satz gewann. Doch die Japanerin wurde immer sicherer und setzte sich in vier Sätzen durch. Auch das entscheidende Doppel ging mit 3:1 an Berlin.

Kaneyoshi zu stark

"Im Doppel wussten wir, dass wir es schwerhaben werden. Wir haben super gespielt, in allen Partien eine gute Leistung geliefert. Ich kann meinen Spielerinnen keinen Vorwurf machen, du spielst gegen den Champions-League-Sieger, gegen mehrfache Europameister, da kannst du quasi keinen Sieg einplanen. Berlin hat schon eine sehr hohe Qualität in der Breite. Annett hätte den Sieg auf dem Schläger gehabt, aber da muss man der Japanerin einfach ein großes Kompliment machen", sagte Kolbermoor-Coach Michael Fuchs nach der Partie. 

Lob für den Durchführer Kolbermoor

Manager Andreas Hain vom Kontrahenten Berlin war entsprechend happy ob des Triumphs: "Da war schon eine Anspannung und Nervosität bei uns zu spüren. Dass wir das knappe Match gegen Kolbermoor gewonnen haben, war für unseren Kopf gut und am Ende haben wir glaube ich gezeigt, dass wir die beste Mannschaft sind."

Lob für die zweitägige Veranstaltung kam von vielen Seiten, Zuschauern, aber auch den anwesenden Teams. "Das war eine super Veranstaltung, ich habe mich auch bei Kolbermoor dafür bedankt, weil es gehört einfach auch ein bisschen Stimmung dazu. Es war super organisiert, viele Zuschauer, das hat uns richtig Spaß gemacht und natürlich auch, weil wir gewonnen haben", sagte Hain. 

Danke an die Helfer, Sponsoren und die Stadt

Aus organisatorischer Sicht zog Kolbermoors Michael Fuchs dieses Fazit: "Es war für uns sehr aufwendig, aber wir sind sehr zufrieden. So eine volle Halle hatten wir noch nie, am Sonntag waren wir ausverkauft. Ich denke, die Zuschauer haben tolle Spiele gesehen, das war Werbung für das Damen-Tischtennis. Ansonsten haben wir viel Positives gehört, auch von den teilnehmenden Teams, was die Bedingungen, das Essen und das Drumherum angehen. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Helfern, Sponsoren und bei der Stadt Kolbermoor bedanken." 

Emotionale Verabschiedung

Eingebettet in das Event war die berührende Verabschiedung von Qianhong "Hongi" Gotsch. Mit der 57-Jährigen, die ihre Karriere unlängst beendet hat und - nach vielen Jahren in Böblingen - zuletzt für den SV DJK Kolbermoor aufgeschlagen hatte, wurde eine, vielleicht sogar DIE Ikone der Tischtennis-Bundesliga geehrt und feierlich verabschiedet, die das Gesicht der deutschen Topliga über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. 

Am Vortag in der Vorrunde waren aus Bayern-Sicht neben Kolbermoor auch der zweite bayerische Erstligist TSV Dachau (ohne seine Spitzenkräfte Sabine Winter und Seoyoung Byun) sowie die Zweitligisten TuS Fürstenfeldbruck und TTC Langweid angetreten, die ebenfalls nicht die stärksten Besetzung aufboten und in ihren Gruppen erwartungsgemäß den Kürzeren zogen. 

Zu den Ergebnissen der B2X Finals

B2X Finals, Halbfinals:
SV DJK Kolbermoor - ttc berlin eastside 2:3
Annett Kaufmann - Shan Xiaona 3:2 (-8,2,-13,9,7)
Alina Zavarykina - Yuka Kaneyoshi 0:3 (-9,-7,-6) 
Yu-Chiao Huang - Nina Mittelham 3:2 (-8,9,-9,9,10)
Annett Kaufmann - Yuka Kaneyoshi 1:3 (9,-8,-8,-6)
Yu-Chiao Huang/Tijana Jokic - Nina Mittelham/Sabina Surjan 1:3 (-3,-5,7,-9)

TTC Weinheim - TSV Langstadt 3:2
Veronika Matinuina - Franziska Schreiner 3:1 (-10,7,10,11)
Yuan Wan - Orawan Paranang 1:3 (-4,6,-9,-5)
Chien Tung-Chuan - Chantal Mantz 3:1 (-5,8,7,7)
Veronika Matinuina - Orawan Paranang 1:3 (-7,5,-3,-8)
Chien Tung-Chuan/Yuan Wan - Franziska Schreiner/Lorena Morsch 3:0 (7,8,7)

Finale
TTC Weinheim - ttc berlin eastside 0:3

Chien Tung-Chuan - Natalia Bajor 1:3 (-13,-4,3,-5)
Yuan Wan - Yuka Kaneyoshi 0:3 (-9,-8,-4)
Veronika Matiunina - Nina Mittelham 1:3 (7,-7,-9,-5)

Die Halbfinals und das Finale im re-live:

Nicht zu schlagen und auch in der Breite stark besetzt: Champion ttc berlin eastside
Der TTC Weinheim war happy mit Platz zwei und Zugang Veronika Matiunina aus Langweid (Zweite von rechts) schlug voll ein
Um diesen Cup ging es in der B2X Arena

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