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Mannschaftssport Erwachsene  

Nach der Siegerehrung gab es eine Tanzeinlage

DTTB-Damen mit Sabine Winter (Dachau) und Annett Kaufmann (Kolbermoor) gewinnen WM-Bronze

Tanzeinlage nach der Siegerehrung (Fotos: DTTB)

Ein Mannschafts-Bad in der Themse gab es nicht und auch keine Wilde Party-Nacht in London, aber dennoch wurde die Bronzemedaille gefeiert - unter anderem mit einer Tanzeinlage bei der Siegerehrung und in einer Skybar im Londoner Stadtteil Wembley, wenn auch eher gediegener. Die Zufriedenheit war groß ob der glänzenden Medaille für das deutsche Team in Person von Sabine Winter (TSV Dachau) und Annett Kaufmann (SV DJK Kolbermoor), Han Ying (Tarnobrzeg, Polen), Nina Mittelham (Berlin) und Yuan Wan (Weinheim). Das Team hatte sich vor der WM eine Medaille vorgenommen, dieses Ziel letztlich erreicht und auch den Fans vor den Endgeräten viel Freude bereitet. 

Letztlich war Japan der Endstation für die DTTB-Damen, die zuvor unter anderem Nordkorea und Hongkong geschlagen hatten. Im Halbfinale unterlagen Winter und Co. den Vizeweltmeisterinnen Japan mit 0:3, nachdem man schon in der Gruppenphase mit 1:3 den Kürzeren gezogen hatte.

"Natürlich ist man erst mal enttäuscht, aber die Freude überwiegt ganz klar. Es muss schon einiges zusammenkommen, dass wir diese Mannschaft schlagen können", sagte Sabine Winter. "Die Medaille war unser Ziel. Dass wir die geholt haben, ist sensationell. Drum können wir mit unserer Performance hier sehr zufrieden sein."

Coach Tamara Boros bilanzierte: "Das war ein enges Match, vor allem in den ersten beiden Spielen. Ich bin stolz auf die Mädels und die Medaille ist ein toller Erfolg", so die ehemalige Weltklassespielerin. "Ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Turnier. Wir haben zwei Spiele verloren, zwei Mal gegen Japan. Sie sind momentan besser, aber wir arbeiten daran, bis Olympia noch besser zu werden." 

"Natürlich sind wir traurig, dass wir uns nicht mit dem Finale belohnen konnten. Wir hatten unsere Chancen, aber die Japanerinnen waren heute einfach zu stark, waren taktisch und spielerisch echt gut", fasste es Kolbermoors Annett Kaufmann zusammen. 

Alle fünf Damen waren im Turnierverlauf zum Einsatz gekommen. Wer nicht im Match-Trio aufgestellt war, stand als Einspielpartnerin, Beraterin in den Satzpausen und beim Anfeuern von der Bank aus parat. Für den Deutschen Tischtennis-Bund war es WM-Medaille Nummer 57 in der 100-jährigen Geschichte der Welttitelkämpfe. Nach der Viertelfinal-Niederlage bei der Team-WM 2024 kehren die Damen diesmal mit Bronze aus London zurück und mit dem Gefühl, als Team einen weiteren Schritt nach vorne gemacht zu haben.

"Ich ziehe meinen Hut vor der Art und Weise, wie die Damen-Mannschaft hier insgesamt aufgetreten ist. Sie haben sich hier als ein mega starkes Team präsentiert", lobte DTTB-Sportvorstand Richard Prause. "Dieses Team ist immer mehr gewachsen und ist gegen eine zum Teil übermächtig auftretende japanische Mannschaft mit viel Selbstvertrauen und Siegeswillen aufgetreten. Ein ganz großes Kompliment an das ganze Team, an das Trainer-Team, an die Mädels. Die Bronzemedaille ist mehr als verdient."

Die beiden Weltmeistertitel gingen erneut an China. 

WM-Bronze für Team Deutschland

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