Die bayerischen Spielerinnen und Spieler kehrten nach einem erfolgreichen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften im Para-Tischtennis in Sindelfingen mit zahlreichen Medaillen zurück. Die vom Landestrainer Trifon Lengerov aufgebaute leistungsorientierte Para-Gruppe in Bayern zeigte dabei ihre Wirkung. In nahezu allen Wettkampfklassen präsentierten sich die bayerischen Spielerinnen und Spieler in starker Form.
Offene Damenklasse
In der offenen Damenklasse treten Spielerinnen aller Wettkampfklassen von 6 bis AB (allgemeine Behinderung) gemeinsam an. Hier sorgte die 14-jährige Julia Bergemann (TSV Dachau) für ein Ausrufezeichen. Im Halbfinale drehte sie nach einem 0:2-Rückstand gegen die U19-Spielerin Freya Ottinger (Baden-Württemberg) das Match noch zu einem 3:2-Erfolg. Im Finale musste sie sich der Oberliga- und Nationalkaderspielerin der WK10, Marlene Reeg (Hessen), mit 1:3 geschlagen geben.
Im Doppel der Klasse 9–AB gewann die Dachauerin gemeinsam mit Luisa Spieß (Baden-Württemberg) die Goldmedaille. Im Finale setzte sich das Duo gegen Reeg/Wolf (Hessen) durch.
Auch in ihrer Wettkampfklasse AB blieb Bergemann erfolgreich. Im Finale besiegte die Nachwuchshoffnung aus Dachau die ehemalige Regionalligaspielerin Jannete Püski (Nordrhein-Westfalen) mit 3:1 und sicherte sich den Titel.
Wettkampfklasse 4 (sitzend)
Bei den Herren überzeugte Nationalkaderspieler Nikolai Sommer mit großer mentaler Stärke und taktischer Cleverness. Der Deutsche Meister von 2025 gewann im Finale gegen Christof Müller (Nordrhein-Westfalen) souverän mit 3:0 und holte Gold.
Bei den Damen musste sich Rosica Bißle (BVSV Donauwörth), Siegerin des Jahres 2025, im entscheidenden Spiel um Platz eins der amtierenden Paralympics-Siegerin Sandra Mikolaschek mit 0:3 geschlagen geben.
Im Doppel der Herren WK 3–5 erreichte das Duo Sommer/Gürünay (Bayern/NRW) die Bronzemedaille. Bei den Damen WK 1–5 gewannen Bißle/Liepach (Bayern/Niedersachsen) Silber. Im Mixed der WK 1–5 sicherten sich Sommer/Spegel (Bayern/Baden-Württemberg) die Goldmedaille.
Wettkampfklasse 5 (sitzend)
Heiko Hohner (RSV Bayreuth) zeigte in der Wettkampfklasse 5 eine starke Leistung und gewann die Silbermedaille. Im Finale unterlag er Jörg Didion (Hessen) mit 0:3.
Wettkampfklasse 6–7 Damen
Für eine Überraschung sorgte die Unterfränkin Birgit Baumgartner vom FC Heilsbronn. Mit präzisem Angriffsspiel und einer druckvollen Vorhand bezwang sie in der Gruppenphase die Nationalkaderspielerin Tiziana Oliv (Hessen) klar mit 3:0.
Im Halbfinale setzte sich Baumgartner mit variantenreichem Spiel gegen Corinna Hochdörfer (Rheinland-Pfalz) in drei Sätzen durch. Erst im Finale wurde sie von der Nationalspielerin der WK6, Stephanie Grebe (Schleswig-Holstein), gestoppt und verlor nach hartem Kampf mit 1:3.
Wettkampfklasse 8 Herren
Im Doppel der WK8 erreichten Harashchuck/Novak (TSV Dachau/Post Augsburg) das Halbfinale. Dort unterlagen sie dem Duo Klask/Rebholz (Sachsen-Anhalt/Saarland) mit 0:3 und gewannen Bronze.
Wettkampfklasse 9 Herren
Jona Lindner (FC Heilsbronn) zeigte im Doppel an der Seite von Ryo Yoshimura (Nordrhein-Westfalen) starke Leistung. Im Finale mussten sich beide jedoch Reining/Fehling (Hessen/Thüringen) mit 0:3 geschlagen geben.
Wettkampfklasse 10 Herren
Max Steiger (TSV Dachau) erreichte gemeinsam mit dem ehemaligen Zweitliga-Spieler Thomas Ogunrinde (Baden-Württemberg) das Halbfinale im Doppel. Dort verlor das Duo gegen Wagner/Liepold (Schleswig-Holstein) mit 0:3.
Wettkampfklasse 11 (intellektuelle Beeinträchtigung)
In der Wettkampfklasse 11 dominierte Florian Hartig (TV Dietenhofen) das Geschehen. Gemeinsam mit Nabert (Berlin) gewann er Gold im Teamwettbewerb. Reckziegel/Ritschel (TV Dietenhofen) sicherten sich Bronze. Auch im Einzel ließ Hartig nichts anbrennen und gewann ohne größere Schwierigkeiten die Goldmedaille.
Der Abteilungsleiter für Para Tischtennis in Bayern, Frank Novak, bezeichnete die Deutschen Einzelmeisterschaften 2026 als eine der erfolgreichsten Para-DEM aus bayerischer Sicht.










