2036, 2040 oder 2044? München will nach 1972 unbedingt die Olympischen und Paralympischen Spiele in die Landeshauptstadt holen und hat am Donnerstag sein Konzept vorgestellt. Erst im modernen SAP-Garden im Olympiapark, dann im prunken Schloss Nymphenburg bei einem Empfang mit anschließenden Pressestatements.
Mit dabei war reichlich Prominenz aus Politik und Sport, Vertreter von Spitzenverbänden (die im Herbst über die deutsche Kandidatur abstimmen) - und der BTTV mit einem Nachwuchsquartett. Die FC-Bayern-Talente und Kaderspieler Annabell Funke, Marie Lendroit, Bohan Xiao und Maximilian Zhang präsentierten zusammen mit Daniel Behringer, Referent für Leistungssport im BTTV, im SAP Garden vor den Augen der geladenen Gäste ihr Können. Altersmäßig könnten es die Vier zu den Olympischen Spielen schaffen. Der BTTV ist starker Befürworter der Münchner Olympiabewerbung und hatte sich auch beim Referendum im Herbst bereits stark engagiert. 66,4 Prozent der Münchner votierten damals für die Spiele - ein wichtiges Signal.
Der Vorstandsvorsitzende des BTTV, Dr. Carsten Matthias, betont: "Wir unterstützen die Münchner Kandidatur, weil wir das große Potenzial für den Sport, seine gesellschaftliche Bedeutung und die Infrastruktur sehen. Ich denke da unter anderem an weitere Möglichkeiten für den Breiten- und Vereinssport, aber natürlich auch an unser geplantes Zentrum. Olympische und Paralympische Spiele wären ein Booster für Tischtennis. Die Aufmerksamkeit, die diese Spiele mit sich bringen, sind enorm. Davon würde die gesamte Sportart profitieren."
Söder: Erst Olympia, dann Paralympics, dann Wiesn
Bei dem Koppel-Termin am Donnerstag im SAP Garden und in Schloss Nymphenburg stellten sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann, Münchens OB Dominik Krause, Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl, FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer, Rekord-Paralympics-Sieger Michael Teuber den Fragen der Presse und hoben die Nachhaltigkeit des Standortes heraus. Von der Planung bis zur Umsetzung wollen die Organisatoren möglichst wenig Ressourcen verbrauchen. Auch sollen es Spiele der kurzen Wege werden. Rund 90 Prozent aller Wettbewerbe sollen maximal 30 Kilometer entfernt vom Olympischen Dorf stattfinden. Mindestens die Hälfte aller Wettwerbe will man im Olympiapark von 1972 durchführen.
Ministerpräsident Söder sagte: "In München ist ein neues Sommermärchen möglich. Erst Olympia, dann die Paralympics, und dann gehen wir alle gemeinsam auf die Wiesn."
Neben München sind noch die Region Rhein-Ruhr und Berlin im Rennen um die deutsche Kandidatur beim IOC. Die Delegierten der deutschen Olympischen Sportverbände entscheiden am 26. September in Baden-Baden per Abstimmung, welche Stadt aus Deutschland ins Rennen geht.















