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Bavarian TT-Race  

Mit Sandwichmaker, Noppen und Atemtechnik

Tölzer Maximilian Kotthaus peilt erstmals das Race-Finale in Ruhpolding an

Max Kotthaus (Fotos: privat)

In den Ranglisten zur Turnierserie "Bavarian TT-Race" tauchen nicht selten bekannte Namen der Szene auf. In diesem Jahr steht ein Name in der Punkterangliste ganz vorne, der noch nicht so geläufig ist: Maximilian Kotthaus. Der 38-Jährige vom TV Bad Tölz ist zwar schon seit Jahren begeisterter Race-Spieler, aber die Teilnahme am bayerischen Finale war für ihn bislang immer außer Reichweite. In dieser Saison ist das anders. Kotthaus liegt in der Punkterangliste mit 471 Punkten (Stand: 6. Juli) vor Dauerbrenner Dr. Ingo Bettges (TSV Erding, 438). Die fünf Besten der drei Kategorien, Punkterangliste (Summe der Punkte aller Turniere des Bavarian-TT-Race im Turnierjahr), Anzahl der Turnier-Teilnahmen sowie der TTR-Veränderung, fahren nach Ruhpolding zum Finale, das, Achtung, auf den 21. November verschoben werden musste. 

"Es ist mein Ziel, in Ruhpolding dabei zu sein, und es sieht bei dem Vorsprung auch ganz gut aus, zumindest auf den fünften Platz zu kommen. Gegenüber Ingo wird es aber schwer, den Abstand zu halten", schmunzelt Kotthaus in Richtung des Vielspielers. Als Kotthaus im Frühjahr schon in den Top 10 der Rangliste liegt und damit in Reichweite zu den begehrten ersten fünf Plätzen, wittert der Langnoppenspieler seine Chance. Kotthaus spielte an Wochenenden mehrere Races hintereinander und trug in Bad Tölz sogar selbst noch welche aus. Das brachte ihn in der Rangliste nach vorne.

"Das viele Spielen, die unterschiedlichen Gegner, das hat sich natürlich positiv ausgewirkt. Ich habe auch angefangen, mich mit Atemtechniken und mentaler Stärke zu beschäftigen, um in engen Situationen ruhig zu bleiben", betont der Tölzer. Neben seinem Job als Berufseinstiegsbegleiter nimmt Kotthaus viele Kilometer auf sich, um die Races zu spielen. "Früher gab es noch Races in Starnberg oder Moosburg, als Wolfgang Hambach noch lebte." Glücklicherweise gebe es mittlerweile noch in Taufkirchen oder auch beim PSV München noch Race-Anlaufstationen. "Ich würde gerne auch in Bad Tölz selbst mehr ausrichten, aber wir haben da eine Hallen- und Platzproblematik", schildert der 38-Jährige. 

Mann mit dem Sandwichmaker

In der Race-Szene ist Kotthaus bekannt als der Mann mit dem Sandwichmaker. Den nutzt er aber nicht für seine Noppen. Vor Races kauft er hingegen immer Wurst, Käse und Toastbrot ein und serviert den Race-Spielern vor Ort dank des Kontaktgrills stets frische Sandwichses. Der frühere Vorstand beim TSV Otterfing ist auch in der Nachwuchsarbeit engagiert und möchte sich dort zukünftig noch stärker einbringen. "Das ist mein Ziel, perspektivisch etwas aufzubauen und auch vielleicht Erwachsenen ein richtiges Training anzubieten." Das Thema ist noch Zukunftsmusik, jetzt geht es erstmal um das Ticket für das Race-Finale in Ruhpolding am 21. November. Zwei Wochen nach seinem 39. Geburtstag wäre die Premieren-Teilnahme das perfekte Geschenk. Maximilian Kotthaus ist optimistisch, das er das Ziel erreicht. Mit seinen bei den Gegnern oft unbeliebten Noppen - und dem Sandwichmaker.

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