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Folge 3: Übungen machen den Meister

Gastblog von 3T Table Tennis Training bis zu den Ferien immer dienstags auf der BTTV-Webseite / Bedeutung von TT-Übungen

Video zum Thema Übungen

Die Trainings-Experten von 3T Table Tennis Training schreiben bis zu den Sommerferien immer dienstags einen Gastblog für die BTTV-Homepage. Dazu gibt es Videos und Schaubilder. Der Blog richtet sich an Spieler/innen, die sich gezielt verbessern und an Trainer/innen, die vielleicht Impulse für ihr Training gewinnen möchten. Im ersten Teil und zweiten Teil des Gastblogs ging es um das Thema Aufschlag, jetzt geht es weiter mit Übungen am Tisch.

Übungen sind ein wichtiger Grundstein im Tischtennis-Training. Egal ob im Profisport, bei Lehrgängen oder auch im Jugendtraining, das Spielen von Übungen findet man dort in jeder Trainingseinheit. Übungen lassen sich an die Spielstärke der Übenden anpassen. Zudem lassen sich die verschiedensten Aspekte wie z.B. Technik, Beinarbeit, Platzierung, Sicherheit, Rückschlag etc. trainieren.

Grundsätzlich gilt, dass es für die meisten Übungen eine klare Rollenverteilung für die beiden Spieler gibt: Ein Spieler führt den aktiven Part der Übung aus und spielt weitestgehend Angriffsbälle, zum Beispiel Topspins. Der andere Spieler übernimmt die Rolle des Zuspielers und spielt meist passive Bälle wie Schupf- oder Blockbälle. Natürlich gibt es dazu auch Ausnahmen, bei denen beide Spieler aktiv oder passiv sind (z.B. Topspin gegen Topspin).

Am nachfolgenden Beispiel wollen wir den grundsätzlichen Aufbau und die grafische Darstellung von Übungen erklären. In den Schaubildern 1-4 ist der aktive Spieler immer unterhalb des Tisches positioniert, der Zuspieler ist oberhalb des Tisches dargestellt. Alle Übungen sind für zwei rechtshändige Spieler konzipiert. Im Fall der skizzierten Übung (Schaubild 1) würde der aktive Spieler mit einem diagonalen Vorhand-Topspin in die Vorhand des Zuspielers starten (1). Der Zuspieler blockt parallel in die Rückhand seines Partners (2). Dieser zieht einen parallelen Rückhandtopspin in die Vorhand des Zuspielers (3). Der Zuspieler blockt diagonal in die Vorhand des aktiven Spielers (4). Dann beginnt die Übung von vorne mit einem Vorhand-Topspin des aktiven Spielers (1), d.h. die Übung wird endlos gespielt bis ein Fehler passiert. Die Übung eignet sich sehr gut, um die Verbindung zwischen Vorhand und Rückhand zu üben. Die Nummerierung und die Pfeile in der grafischen Darstellung helfen, dass der Ablauf der Übung eindeutig festgelegt ist. Wenn keine weiteren Angaben gemacht werden, wird der Ball mit einem lockeren Konteraufschlag ins Spiel gebracht. Wichtig ist, dass sich beide Spieler an ihre Rollenverteilung halten. Der passive Spieler sollte seiner passiven Rolle gerecht werden, d.h. die Bälle werden locker geblockt und nicht die Topspins des Trainingspartners "abgeschossen".

Wie bereits angeschnitten, können mit Übungen verschiedene Trainingsschwerpunkte gesetzt werden. Im Folgenden werden wir verschiedene Übungsarten vorstellen. Technikübungen sind im Regelfall relativ einfach aufgebaut. Das Ziel der Übung ist eine Schlagtechnik gezielt einzuüben und dabei nicht von der Komplexität der Übung abgelenkt zu werden. Besonderes Augenmerk sollte auf der richtigen und sauberen Ausführung der jeweiligen Technik liegen. Das Schaubild 2 zeigt ein exemplarisches Beispiel für eine Technikübung zum Einüben des Rückhandtopspins. Der aktive Spieler zieht diagonale Rückhandtopspins. Der passive Spieler blockt diagonal zurück. Die Übung ist sehr schlicht, bietet aber die Möglichkeit, sich auf die Ausführung des Rückhandtopspins zu konzentrieren. Achtet am Besten auf ein gleichmäßiges Tempo sowie Härte der Bälle, damit die Übung gut läuft und Ihr viele Ballwechsel schafft.

Bei Beinarbeitsübungen liegt der Fokus darauf, die Beinarbeit zu verbessen und die richtigen Bewegungsmuster einzuüben. Eine gute Beinarbeit ist enorm wichtig, da diese ermöglicht, dass unabhängig von der Platzierung des Gegners die richtige Stellung zum Ball erreicht wird und die Schlagtechniken somit immer gleich und in optimaler Form ausgeführt werden können. Das Übungsschema (Schaubild 3) zeigt ein Beispiel für eine Beinarbeitsübung. Der passive Spieler bekommt alle Bälle in seine Rückhand und verteilt per Rückhandblock. Der aktive Spieler spielt zunächst einen Rückhandtopspin (1), dann einen Vorhandtopspin aus der Tischmitte (3). Anschließend wird die Rückhand umlaufen (5). Dann muss der aktive Spieler schnell in die Vorhand kommen und von dort eine weitere Vorhand ziehen (7). Nach dem diagonalen Block (8) des passiven Spielers geht die Übung wieder von vorne los.

Neben der richtigen Beinarbeit ist es auch wichtig, dass man seine Bälle gut und kontrolliert platzieren kann. So kann beispielsweise gezielt die Schwachstelle des Gegners angespielt werden. Diese Übungen werden als sogenannte Platzierungsübungen bezeichnet. Bei der skizzierten Übung (Schaubild 4) spielt der aktive Spieler verschiedene Platzierungen per Vorhandtopspin an. Der erste Ball wird in die Vorhand gezogen (1), der zweite Ball wird in die Rückhand (3) platziert und der dritte Balle wird in die Tischmitte gespielt (5). Der aktive Spieler spielt alle Bälle aus der Tischmitte. Der passive Spieler muss sich entsprechend der Platzierung der Topspins des aktiven Spielers für die Blockbälle positionieren.

Im Rahmen dieses Artikels haben wir uns mit der grundsätzlichen Darstellung von Übungen beschäftigt und haben exemplarische Technik-, Beinarbeits- Platzierungsübungen vorgestellt. Alle beschriebenen Übungen findet Ihr zur weiteren Veranschaulichung im Video oben oder auf YouTube. Die Übungen werden von den Teilnehmern des BTTV-Kaders gezeigt. Im nächsten Artikel werden wir uns mit weiteren Trainingsschwerpunkten von Übungen beschäftigen. 

Viel Spaß beim Trainieren!

Alle bisherigen Folgen des Gastblogs:
1. Aufschlag (Teil 1)

2. Aufschlag (Teil 2)


Über das Projekt "3T Table Tennis Training"

Werner Sigmund startete das Social-Media-Projekt „3T Table Tennis Training“ im Jahr 2015. Auf Youtube, Facebook und Instagram zeigt Sigmund meist Videoausschnitte vom Vereinstraining. Die Videos sollen nicht die perfekte Schlagtechnik dokumentieren, sondern Ideen fürs eigene Training und einen Beitrag zur Verbreitung von Tischtennis auf den neuen Medien liefern. Für das Projekt wurde Sigmund 2016 als "Butterfly Basistrainer 2016" ausgezeichnet. "Da ich recht spät mit dem Tischtennis gestartet habe und mir vieles selbst erarbeiten musste, macht es mir Spaß, das erlernte Wissen weiterzugeben", sagt Sigmund. Erst Ende 2008 fing der 34-Jährige im Alter von fast 25 Jahren mit dem Tischtennisspielen an. Im Jahr 2009 erwarb er die C-Trainerlizenz beim BTTV, vor drei Jahren die B-Lizenz. Unterstützt wird Sigmund bei 3T Table Tennis Training von seiner  Lebensgefährtin Ági Kókai, die selbst als Spielerin in der 1., 2, und 3. Bundesliga in Deutschland aktiv war und als Trainierin ebenfalls die B-Lizenz besitzt.

Hier findet ihr die Trainingsvideos von 3T Table Tennis Training:

Youtube: https://www.youtube.com/c/3TTableTennisTraining

Facebook: https://www.facebook.com/3Ttabletennistraining

Instagram: https://www.instagram.com/3t_tabletennistraining

Im 3. Teil des Blogs geht es um Übungen im Tischtennis
Schaubild 1
Schaubild 2
Schaubild 3
Schaubild 4
Werner Sigmund (Butterfly Basistrainer des Jahres 2016) und die ehemalige Bundesligaspielerin Ági Kókai sind die Gesichter von "3T Table Tennis Training"

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