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Personal/Hintergrund  

Das bewegte Funktionäre, Fachwarte, Trainer und Spieler 2025 (Teil 2)

Rückblick 2025 und Ausblick 2026 mit Personen aus dem bayerischen Tischtennis

Von oben links: Niko Sommer, Noah Heidemann, Carsten Matthias, unten: Gerti Dietrich, Andreas Staudacher (Collage: FL)

Fast schon in guter alter Tradition haben wir Funktionäre, Fachwarte, Trainer, Spielerinnen und Spieler aus dem BTTV gefragt, was sie 2025 bewegt hat, privat oder im Tischtennis, und was ihre Wünsche für die Sportart 2026 sind. Hier sind ihre Antworten, Teil 2 von 3. 

Dr. Carsten Matthias (BTTV-Vorstandsvorsitzender)

Das Ereignis von 2025 bleibt mir in besonderer Erinnerung:
Es sind vor allem zwei Ereignisse: Die strukturelle Umstellung im BTTV mit hauptamtlicher Führung und das enorm positive Votum der Münchner Bevölkerung zu möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen in unserer Landeshauptstadt. Daneben möchte ich die vielen sportlichen Highlights wie den WM-Titel von Koharu Itigaki aber auch nicht unterschlagen wollen.

Was hat dich in diesem Jahr besonders gefordert oder verändert?
Die Übernahme der Verantwortung für den BTTV, der Einsatz von weiteren digitalen Tools im BTTV (hier z.B. die digitale Abrechnung) und im DTTB, die Weiterentwicklung von und innerhalb unserer Dachorganisationen mit den korrespondierenden finanziellen Auswirkungen (z.B. Beitragserhöhung seitens des DTTB, Veränderungen bei der Staatlichen Förderung über den BLSV), ..., dies alles und viele weitere Themen waren mit Veränderungen verbunden, die im Jahr 2025 gefordert haben und die uns auch über das Jahr 2026 hinaus beschäftigen werden.

Was erhoffst du dir für das kommende Jahr – für dich und den Tischtennissport in Bayern?
Für mich persönlich wünsche ich mir Gesundheit, um die anstehenden Aufgaben gut bewältigen zu können, und dass ich wie bisher auf die volle Unterstützung der Fachwarte im BTTV und der hauptamtlichen Mitarbeitenden/Kollegenschaft zählen kann. Für den TT-Sport und den BTTV erhoffe ich mir steigende Mitgliederzahlen, viele sportliche Erfolge von bayerischen Athleten/Mannschaften und größtmögliche Planungssicherheit zur Umsetzung unserer weiteren Ziele im Breiten- und im Leistungssport.

Andreas Staudacher (Team-Manager TSV Windsbach)

Das Ereignis von 2025 bleibt mir in besonderer Erinnerung:
Absolutes Highlight war natürlich unser Aufstieg in die 2. Bundesliga. Es war eine extrem anstrengende Spielzeit und die Erleichterung war im Anschluss natürlich riesig. Auch positiv ist der Start in der 2. Bundesliga, welcher sogar mit dem „Vize“-Herbstmeister-Titel und einen Zuschauerrekord im Heimspiel gegen Hilpoltstein einen super Abschluss des Jahres 2025 fand.

Was hat dich in diesem Jahr besonders gefordert oder verändert?
Gefordert haben mich ganz klar die Planung, das Marketing und die Wirtschaftlichkeit mit unseren Partnern und Sponsoren zu erweitern. Jedes Jahr schreibe ich ca. 100 E-Mails, um neue Partner für uns zu gewinnen. Hinzu kommen die interne Organisation, z. B. bei Heimspielen. Sehr dankbar bin ich für unsere gut 30 Helfer, ohne die das nicht funktionieren würde. Verändert und das positiv hat sich die gewonnene Erfahrung in meiner Verantwortung. Je länger du den Job als sportliche Leitung hast, desto größer werden deine Kontakte und deine Erkenntnisse. Was unterm Strich dann zu mehr Gelassenheit führen kann.

Was erhoffst du dir für das kommende Jahr – für dich und den Tischtennissport in Bayern?
Für 2026 erhoffe ich mir, dass wir sportlich so weitermachen können und eine „Rolle“ im Leistungssport in Bayern neben den etablierten Vereinen einnehmen können.

Noah Heidemann (TV Hilpoltstein, Mitglied im LZ München)

Das Ereignis von 2025 bleibt mir in besonderer Erinnerung:
Mir bleibt vor allem der Wechsel in das Leistungszentrum München und der Platz 5-8. beim Top 48 U19 in Niedersachsen in Erinnerung, weil dieser sehr unerwartet kam, und mich sehr gefreut hat.

Was hat dich in diesem Jahr besonders gefordert oder verändert?
Besonders verändert hat mich, glaube ich, in diesem Jahr ebenfalls der Wechsel in das LZ, weil ich mich so auch menschlich weiterentwickelt habe, z. B. im Blick auf Selbstständigkeit.

Was erhoffst du dir für das kommende Jahr – für dich und den Tischtennissport in Bayern?
Im Jahr 2026 erhoffe ich mir natürlich die Weiterentwicklung im Sport und dass Tischtennis mehr Anerkennung bekommt, da viele Leute den Sport unterschätzen.

Nikolai Sommer (Para-TT-Spieler)

Das Ereignis von 2025 bleibt mir in besonderer Erinnerung:
Ich konnte 2025 überraschenderweise den aktuellen Paralympicssieger schlagen.

Was hat dich in diesem Jahr besonders gefordert oder verändert?
Für mich war es die erste internationale Saison, mit sehr vielen Reisen, professionellem Training, das war was ganz was anderes zu den Jahren zuvor. Sehr viele Sachen waren gut, manche nicht so gut. Stichwort Überbelastung. Aber ich habe gemerkt, dass ich spielerisch auf ein ganz anderes Level gekommen bin in diesem Jahr.

Was erhoffst du dir für das kommende Jahr – für dich und den Tischtennissport in Bayern?
Ich möchte meine Leistungen aus diesem Jahr, die teilweise schon richtig gut waren, bestätigen, an meiner Konstanz arbeiten, stetig besser werden und weiterhin Spaß an dem Sport haben. Ich würde mich freuen, wenn ich mal wieder zu einem Lehrgang mit den Nicht-Behinderten eingeladen werde und dort mit den Jungs und Mädels mittrainieren kann, weil es mir einfach sehr viel Spaß gemacht hat und ich der Meinung bin, dass man einfach sehr viel voneinander lernen kann.

Gerti Dietrich (DJK SB Regensburg, Deutsche Seniorenmeisterin)

Das Ereignis von 2025 bleibt mir in besonderer Erinnerung: 
In Bezug auf TT bleibt mir die Deutsche Meisterschaft der Senioren in Erfurt besonders in Erinnerung. Es war ein toller Erfolg für mich, meinen Titel im Einzel zu verteidigen und im Mixed mit Bruno Lehmann ebenfalls zu gewinnen. Da das Integrieren der Seniorenmeisterschaft in die "Finals" meiner Meinung nach für die Senioren mehr Nach- als Vorteile hatte, wäre ich froh, wenn die Deutsche der Senioren wieder getrennt stattfände.

Was hat dich in diesem Jahr besonders gefordert oder verändert?
In meinem Bekanntenkreis erlebte ich dieses Jahr mehrmals, wie schnell die Zufriedenheit und das Glücklich-Sein ins Wanken geraten kann. Mir ist es wichtig, gute Zeiten bewusst wahrzunehmen.

Was erhoffst du dir für das kommende Jahr – für dich und den Tischtennissport in Bayern?
In Bezug auf TT wünsche ich mir, dass ich weiter mit Spaß und Erfolg TT spielen kann. Dem Tischtennissport in Bayern und Deutschland wünsche ich, dass weitere Änderungen des Wettkampftischtennis nur dann beschlossen werden, wenn sie tatsächlich für die meisten betroffenen Spieler einen Mehrwert bringen. 

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