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Mannschaftssport Jugend  

Deutschlandpokal: Bayerns 15er-Nachwuchs holt bei den Jungen Gold, bei den Mädchen Bronze

BTTV-Auswahlen der Jungen und Mädchen 13 verfehlen als Vierte und Fünfte die Medaillenränge dagegen knapp

Die Jungen 15 sorgten für beim Deutschlandpokal für den bayerischen Goldmoment.

Beim Deutschlandpokal der Nachwuchsklassen 13 und 15 – ausgetragen in Hessen beziehungsweise Saarbrücken – hat die bayerische Auswahl der Jungen 15 den Turniersieg nach Bayern geholt. Bronze gab es für die Mädchen 15, während die Jungen 13 und Mädchen 13 die Medaillenränge auf den Plätzen vier und fünf knapp verpassten.

Jungen 15: Mit Teamwork nach Musketiermotto zum Sieg

Ein Platz auf dem Podest war das erklärte Ziel, am Ende stand für die Jungen 15 sogar Rang eins. Das von Szilard Csölle mit Unterstützung von Andras Podpinka betreute Quartett mit Elias Faroqi (TTC Freising-Lerchenfeld), Simon Steininger (MTV 1881 Ingolstadt), Julius Werner (DJK SpVgg Effeltrich) und Maximilian Zhang (FC Bayern München) marschierte von der Gruppenphase bis ins Finale ohne Niederlage durch das Turnier und gewann sämtliche Begegnungen mit 4:1 oder 4:2.

„Das hört sich vielleicht eindeutig an, wir hatten aber doch immer wieder einige Probleme. Doch die Jungs haben sich aus allen Schwierigkeiten herausgekämpft“, sagte Csölle. „Wenn es bei einem nicht so lief, waren die anderen zur Stelle. Das war echtes Teamwork, und mit dem Ergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden.“

Mädchen 15: Zufrieden mit Bronze, Silber oder Gold in Reichweite

Über Platz drei durfte sich die bayerische Mädchen-15-Auswahl freuen. Betreuerin Maya Kunats zeigte sich mit dem Abschneiden von Julia Bergemann (SV Esting), Melissa Bill (TSV Oberstdorf), Hanna-Patricia Forgacs (TV 1879 Hilpoltstein) und Anna Walter (MTV 1881 Ingolstadt) „sehr zufrieden“ – auch wenn aus ihrer Sicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

Zur entscheidenden Wegmarke wurde die knappe 3:4-Vorrundenniederlage gegen den späteren Turniersieger Baden-Württemberg. „Wenn wir dieses Spiel gewonnen hätten, wäre die K.-o.-Runde vielleicht etwas leichter gewesen“, so Kunats. Zugleich hob sie die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Jeder hat etwas dazu beigetragen, dass wir den dritten Platz geholt haben.“ Ein Sonderlob verdiente sich zudem das Doppel Anna Walter/Julia Bergemann. Für Bergemann war es der erste Einsatz auf nationaler Ebene.

Jungen 13: Platz vier ordentlich, aber nicht der eigentliche Anspruch

Bei den Jungen 13 gingen Felix Heidemann (TV 1879 Hilpoltstein), Lian Straub (TTC Kist), Bohan Xiao (FC Bayern München) und Felix Zang (FC Bayern München) an die Tische. Zang war für den erkrankten Willy Haas ins Aufgebot gerückt.

In der Vorrunde gelangen zwei klare 4:0-Erfolge gegen Hamburg und Baden-Württemberg, einzig gegen den späteren Turniersieger WTTV musste sich die bayerische Auswahl mit 0:4 geschlagen geben. Es folgte ein weiteres 4:0 gegen Thüringen, ehe Bayern im Halbfinale Hessen denkbar knapp mit 3:4 unterlag. „Jeder hat quasi sein Soll mit eingebracht, aber die Substanz hat dann einfach gefehlt, um die letzten kleinen Schritte noch zu machen und diese ganz knappen Dinger zu gewinnen“, bilanzierte Coach und BTTV-Leistungssportreferent Daniel Behringer.

Im Spiel um Bronze war dann etwas die Luft raus, dort unterlag man Berlin mit 2:4. Einen Vorwurf machte Behringer seiner Mannschaft ausdrücklich nicht, formulierte in seiner Rolle als Leistungssportreferent aber zugleich den grundsätzlichen Anspruch klar: „Wir wollen hier eigentlich besser sein, sind aber nicht besser. Wir müssen über Trainingsmaßnahmen, über Verbesserungen in den Trainingsstrukturen und in der Entwicklung der Spieler weiter vorankommen. Denn Platz vier ist nicht das, was unser Anspruch ist.“

Mädchen 13 trotzen mehreren Nackenschlägen und holen Platz fünf

„Der fünfte Platz ist ein tröstliches und gutes Ergebnis“, bilanzierte Andrea Voigt angesichts einiger unglücklicher Turniermomente, die der bayerischen Auswahl einen noch höheren Lohn für ihre starken Leistungen verwehrten. Tatsächlich stand das von Andrea Voigt und Timo Neumann betreute Quartett mit Maira Krämer (SB Versbach), Rosalie Ehrlicher (TSV 1860 Bad Rodach), Rosalie Lex (TSV Chieming) und Xiaohan Zhou (SV Helfendorf) im Turnierverlauf mehrfach hauchdünn vor einer noch besseren Platzierung.

In der Vorrunde landete das BTTV-Team hinter dem WTTV, den man in einer ganz starken Partie mit 4:3 bezwang, und Baden-Württemberg, die später in umgekehrter Reihenfolge die Plätze eins und zwei im Endklassement belegten, denkbar knapp nur auf Rang drei. Alle drei Mannschaften kamen auf 4:2 Punkte, doch das Spielverhältnis sprach gegen die BTTV-Auswahl.

Mit einem 4:2-Erfolg gegen das Saarland in der Zwischenrunde gelang der Einzug in die Hauptrunde, in der Niedersachsen wartete. Erneut entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Zwar stand am Ende ein 2:4, doch auch hier war Bayern näher am Sieg, als es das Resultat vermuten lässt. „Wir hatten die siebte Partie, die dann nicht mehr in die Wertung kam, schon gewonnen, als Maira Krämer im fünften Satz mit 8:11 zum offiziellen 2:4-Endstand unterlag“, schilderte Voigt den unglücklichen Verlauf.

In den Platzierungsspielen um die Ränge fünf bis acht zeigte Bayern noch einmal eine starke Reaktion und sicherte sich mit zwei souveränen Erfolgen Rang fünf.

Ein Sonderlob von Voigt verdienten sich vor allem Maira Krämer und Teamküken Xiaohan Zhou. „Maira hat als Führungsspielerin auf Position eins alles gewonnen, was man gewinnen muss“, sagte Voigt. Die erst zehnjährige Zhou, ursprünglich als Ersatzspielerin vorgesehen, nutzte ihre Chance eindrucksvoll. „Sie ist in die Aufstellung gerückt, weil sie wirklich, wirklich sehr gut gespielt hat. Für ihr Alter war das sogar sensationell. Besonders bemerkenswert fand ich ihr klares 3:0 gegen eine Gegnerin mit langen und kurzen Noppen.“

 

Über Bronze freuten sich die Mädchen 15.
Die 13ers Teams blieben in Saarbrücken knapp außerhalb der Medaillenränge.

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