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Mannschaftssport Erwachsene  

Dachau schnuppert am Comeback

Der TSV Dachau 65 verliert das Final-Hinspiel gegen den ttc berlin eastside mit 3:6, zeigt nach frühem 0:4 aber, dass der Favorit nicht unbezwingbar ist.

Das 3:0 von Koharu Itagaki über Josephina Neumann brachte Dachau zurück ins Spiel. Archivbild: Erik Thomas

Der TSV Dachau 65 hat das Final-Hinspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Damen gegen den ttc berlin eastside mit 3:6 verloren – aber nicht den Glauben an seine Chance. Nach einem 0:4-Rückstand brachte der TSV noch einmal Spannung in die Begegnung und reist mit der Bestätigung nach Berlin, dass der große Favorit stark, aber nicht unbezwingbar ist.

Nach zwei verlorenen Doppeln und den ersten beiden Einzeln sah zunächst vieles nach einem klaren Berliner Erfolg aus. Seoyoung Byun/Koharu Itagaki unterlagen Yuka Kaneyoshi/Mia Griesel mit 0:3, Sabine Winter/Dora Cosic mussten sich Nina Mittelham/Sabina Surjan mit 1:3 geschlagen geben. Auch die ersten beiden Spitzeneinzel gingen an die Gäste: Winter unterlag im Duell der deutschen Nationalspielerinnen Mittelham knapp in fünf Sätzen, Byun verlor das Duell der Abwehrstrateginnen gegen die Japanerin Kaneyoshi mit 0:3. So lag der TSV vor ausverkauftem Haus in der Sporthalle Augustenfeld bereits mit 0:4 zurück. Doch Dachau ließ sich nicht abschütteln.

Koharu Itagaki verkürzte mit einem klaren 3:0 im Youngster-Duell gegen Josephina Neumann, Dora Cosic legte mit einem 3:1 gegen Natalia Bajor nach. Als Sabine Winter anschließend Yuka Kaneyoshi mit 3:1 bezwang und der Japanerin damit die erste Saisonniederlage beibrachte, war Dachau plötzlich auf 3:4 heran. Berlin blieb am Ende der verdiente Sieger, doch die Partie zeigte noch einmal: Der Favorit ist stark – aber nicht unbezwingbar.

Zur Spielerin des Tages auf Berliner Seite wurde Nina Mittelham. Die Nationalspielerin agierte unaufgeregt, taktisch klug und in den entscheidenden Momenten stabil. Nach ihrem Fünfsatzsieg gegen Winter zum zwischenzeitlichen 3:0 für Berlin ließ sie auch gegen Byun nichts anbrennen und brachte eastside mit ihrem zweiten Einzelerfolg zum 5:3 wieder auf Kurs. Den Schlusspunkt setzte Natalia Bajor mit ihrem 3:1 gegen Itagaki zum 6:3-Endstand.

Dachau braucht im Rückspiel am Sonntag um 13 Uhr in Berlin nun einen Sieg – egal in welcher Höhe –, um die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft in ein Golden Match zu verschieben. Dieses würde direkt im Anschluss an das Rückspiel ausgetragen.

Wer keinen Platz mehr in der ausverkauften Halle ergattert hatte, konnte das Finale dennoch live verfolgen: BR24Sport bot einen professionellen Livestream – in einer Qualität, die im deutschen Damen-Tischtennis neue Maßstäbe setzte. Auch das Rückspiel am Sonntag, 31. Mai, wird live bei BR24Sport übertragen. Sendebeginn ist um 12.55 Uhr, kommentiert wird die Partie von Niklas Eckert.

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