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Eastside zu stark – Dachau feiert Vizemeisterschaft

Der TSV Dachau 65 muss sich im Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft dem Favoriten aus Berlin beugen, erreicht mit Platz zwei aber den bislang größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte.

Sabine Winter hätte den Favoriten gerne noch mehr geärgert, kann mit dem TSV Dachau aber dennoch auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Foto vom Hinspiel: Erik Thomas

Der TSV Dachau 65 hat es dem großen Favoriten im Finale nicht leicht gemacht, doch der Deutsche Mannschaftsmeister der Damen 2025/26 heißt ttc berlin eastside. Nach dem am Ende engen 6:3-Erfolg der Berlinerinnen am Freitagabend in Dachau, war die Titelentscheidung im Rückspiel bereits beim Stand von 5:1 gefallen. Eastside sicherte sich seinen elften Meistertitel und schaffte zum neunten Mal das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg.

„Wir hatten natürlich gehofft, Berlin noch ein bisschen länger ärgern zu können. Doch leider ist das eine knappe Spiel, das wir unbedingt gebraucht hätten, um eine kleine Chance zu haben, nicht auf unsere Seite gekippt“, sagte Dachaus Nummer eins Sabine Winter im BR-Interview. Damit spielte Winter auf ihr eigenes Einzel gegen Nina Mittelham an: Wie schon im Hinspiel präsentierte sich Winters Nationalmannschaftskollegin - spielerisch und mental - in bärenstarker Verfassung und gewann das enge Duell mit 11:9 im Entscheidungssatz.

Dabei hatte das Rückspiel für Dachau verheißungsvoll begonnen. Eine Umstellung in den Doppeln machte sich bezahlt: Sabine Winter/Seoyoung Byun setzten sich gegen Yuka Kaneyoshi/Mia Griesel klar mit 3:0 durch und brachten den TSV mit 1:0 in Führung. Das zweite Doppel ging allerdings ebenso deutlich an Berlin: Nina Mittelham/Sabina Surjan besiegten Dora Cosic/Naomi Pranjkovic mit 3:0.

In den ersten Einzeln zeigte sich dann die Klasse des Favoriten. Yuka Kaneyoshi ließ Seoyoung Byun im Abwehr-Abwehr-Vergleich beim 3:0 einmal mehr keine Chance, ehe Mittelham gegen Winter den wohl vorentscheidenden Punkt holte. Zur Pause führte Berlin mit 3:1. Im Hinspiel war Dachau nach einem 0:4-Rückstand noch auf 3:4 herangekommen, doch diesmal blieben die Überraschungen im hinteren Paarkreuz aus. Natalia Bajor gelang gegen Dachaus Dora Cosic die Revanche für ihre Hinspielniederlage, und Berlins Einwechslung von Sabina Surjan anstelle von Josephina Neumann machte sich für den Serienchampion ebenfalls bezahlt: Die Serbin gewann gegen Koharu Itagaki klar mit 3:0 und machte den Titel perfekt.

Für die kommende Saison kündigte Winter bereits an: „Wir werden wieder angreifen! Außer mir sind alle Spielerinnen noch sehr jung und können sich weiter steigern – und auch mir selbst traue ich zu, noch besser zu werden.“

Auch wenn der ganz große Wurf ausblieb, kann der TSV Dachau 65 auf eine außergewöhnliche Saison stolz sein. Mit dem Vizemeistertitel feierte der Verein den bislang größten Erfolg seiner Geschichte.

Das Rückspiel im Re-Live

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