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Mannschaftssport Erwachsene  

BuLi-Rückschau: Kolbermoor verpasst die Play-offs, Bruck auf Zweitliga-Titelkurs

Dachau geht als Dritter in die Meisterrunde, Hilpoltstein gewinnt das Dino-Derby – und auch darüber hinaus bot das Wochenende zahlreiche Höhepunkte.

Die Enttäuschung ist groß: Kolbermoor (Archivbild: Lisa Wang) hat die Playoffs hauchdünn verpasst. Foto: Erik Thomas

Wie bitter: Der SV DJK Kolbermoor (Kristin Lang / nur Doppel, Tijana Jokic, Manami Imaeda, Alina Zavarykina, Lisa Wang / nur Einzel) hat in der 1. Damen-Bundesliga den Zweikampf mit dem amtierenden Deutschen Meister TTC Weinheim um das vierte und letzte Play-off-Ticket verloren. Der verletzungsbedingte Ausfall von Superstar Annett Kaufmann machte die eigene Aufgabe am letzten Spieltag gegen den TSV Langstadt von vornherein schwer. Parallel erhöhte Weinheim im Fernduell von Beginn an den Druck: Die Oberbayerinnen bekamen mit, wie der TTC beim ESV Weil Punkt für Punkt zu einem schnellen und eindrucksvollen 6:0 eilte.

Damit war klar: Um in der Tabelle vor Weinheim zu bleiben und ins Halbfinale einzuziehen, benötigte Kolbermoor gegen Langstadt mindestens ein Unentschieden. Doch das war nicht drin. Eine 2:6-Niederlage bedeutete das Saison-Aus. Ausschlaggebend war bei Punktgleichheit das schlechtere Spielverhältnis der Oberbayerinnen. Die Kolbermoorer Punkte markierten das Doppel Manami Imaeda / Alina Zavarykina beim 3:1 gegen Chantal Mantz / Lorena Morsch sowie Imaeda im Einzel mit einem Fünfsatzsieg gegen Izabela Lupulesku. Nach dem 2:2-Zwischenstand zog Langstadt allerdings davon und machte den Erfolg mit vier Einzelsiegen in Serie perfekt.

Weinheim trifft damit im Halbfinale in der Neuauflage des Vorjahresfinales auf Hauptrundengewinner ttc berlin eastside. Die zweite Halbfinal-Paarung bestreiten der TSV Dachau 65 und der TSV Langstadt. Dass dieses Duell einiges an Spannung verspricht, deutete das direkte Aufeinandertreffen am Samstag an: Im letzten Hauptrunden-Heimspiel der Dachauerinnen trennten sich beide Teams 5:5. Die Oberbayerinnen lagen dabei zwischenzeitlich in Front, Langstadt hielt jedoch dagegen und nahm einen wichtigen Zähler mit. Weil die Hessinnen tags darauf in Kolbermoor mit 6:2 nachlegten, sicherten sie sich auf ihrer Bayern-Tour noch Rang zwei und damit einen kleinen Vorteil für das Halbfinale. Denn der Tabellenzweite darf vor der Serie wählen, ob er zuerst auswärts oder zuhause antritt. Viel spricht dafür, zunächst in der Fremde zu spielen, um im Rückspiel und in einem möglichen Golden Match Heimrecht zu haben. Dieses entscheidet bei Punktgleichheit nach Hin- und Rückspiel über den Finaleinzug.

Die Halbfinals finden bereits am kommenden Freitag und Sonntag statt. Über die genauen Terminansetzungen wird auf bttv.de informiert, sobald diese feststehen.

Erheblich gestiegen ist am Wochenende derweil die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem bayerischen Duo im Oberhaus der Damen in der kommenden Saison ein Trio wird. Denn: In der 2. Damen-Bundesliga hat sich der TuS Fürstenfeldbruck am vorletzten Spieltag im Titel- und Aufstiegszweikampf mit dem MTV Engelbostel-Schulenburg einen Ein-Punkte-Vorteil verschafft. Während die Oberbayerinnen ihre Hausaufgaben mit einem souveränen 6:2-Erfolg über den MTV Tostedt erledigten, ließen die Niedersachsen beim 2:6 gegen den TuS Uentrop Federn.

Damit genügt Fürstenfeldbruck im Derby gegen den TTC Langweid am letzten Spieltag am kommenden Sonntag bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft. Die Langweiderinnen hatten selbst lange im Titelrennen mitgemischt, zuletzt nach dem Ausstieg aus dem Aufstiegsrennen personell jedoch spürbar zurückgeschaltet. So durfte bei der 2:6-Niederlage am Sonntag gegen Tostedt mit der 13-jährigen Theresa Hornig ein Talent aus dem eigenen Nachwuchs Bundesligaluft schnuppern.

In der 2. Bundesliga der Erwachsenen war das Bayern-Derby der Liga-Dinos zwischen dem TV 1879 Hilpoltstein und dem TTC Fortuna Passau einmal mehr nichts für schwache Nerven. Nach fast vier Stunden jubelten die Gastgeber vor 328 Zuschauern über einen 6:3-Erfolg, obwohl Passau zwischenzeitlich mit 3:1 geführt hatte. Die Entscheidung fiel denkbar knapp: Die letzten drei Einzel gingen allesamt im fünften Satz an die Mittelfranken. Für Hilpoltstein punkteten das Doppel Alexander Flemming / Jan Valenta gegen Elia Schmid / Leon Benko (3:1) sowie in den Einzeln Martin Buch Andersen gegen Leon Benko (3:0) und Elia Schmid (3:2), Matthias Danzer gegen Keisuke Kiho (3:2), Alexander Flemming gegen Viktor Yefimov (3:2) und Jan Valenta gegen Elia Schmid (3:1). Auf Passauer Seite sorgten Keisuke Kiho / Viktor Yefimov gegen Matthias Danzer / Martin Buch Andersen (3:2) sowie Viktor Yefimov gegen Danzer (3:2) und Keisuke Kiho gegen Flemming (3:1) für die Punkte.

Derweil musste sich Meister TSV Windsbach beim abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten, aber in der Rückrunde bärenstarken Oldenburger TB mit 3:6 geschlagen geben. Den Weg zur Niederlage wies dabei vor allem der Verlust beider Doppel zu Beginn der Partie.

In der 3. Bundesliga der Damen hat der TSV 1860 Bad Rodach mit einer Drei-Punkte-Ausbeute auf Sachsenreise den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt gemacht. Beim 6:3-Erfolg gegen die Leutzscher Füchse Leipzig legten die Oberfränkinnen den Grundstein, tags darauf nahmen sie mit dem 5:5 beim BSC Rapid Chemnitz noch einen weiteren wertvollen Zähler mit. Der Tabellenfünfte TSV Dachau 65 II hatte mit Chemnitz dagegen keine Probleme, dafür umso mehr mit den "Füchsen" aus  Leipziger Stadtteil Leutzsch, denen man sich 4:6 beugen musste. 

 

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