Weidhausen – Gut verkraftet hat der FC Adler Weidhausen in der Verbandsoberliga die jüngste Niederlage beim Derby in Wohlbach. Am Wochenende behielt er mit 6:4 die Oberhand gegen den unterfränkischen Mitaufsteiger SpVgg Hambach. Damit nimmt der Liganeuling mit nunmehr 4:2 Punkten den dritten Tabellenplatz ein. Da der TTC Wohlbach und der TTC Rugendorf die Plätze eins und zwei belegen (je 7:1 Punkte), wird die Liga aktuell vom oberfränkischen Trio vor der Konkurrenz aus der Oberpfalz, Unter- und Mittelfranken angeführt. Nach nun einer Spielpause werden die beiden Coburger Teams am 31. Oktober wieder gefordert. Während dann Wohlbach seine Visitenkarte beim TTSC Kümmersbruck (2:6 Punkte) abzugeben hat, muss Weidhausen zum TSV Ansbach (2:4) reisen, der am Wochenende in Rugendorf knapp mit 4:6 das Nachsehen hatte.
FC Adler Weidhausen – SpVgg Hambach 6:4
Würde es die Auszeichnung „Man of the Match“, wie in so manch anderen Sportarten geben, so würde diese Ehrenerweisung im vorliegenden Fall mit Sicherheit an David Fischer vom Adler-Team gehen. Mit seinen starken Auftritten zwang er im Einzel die beiden Spitzenspieler der Gäste in die Knie und blieb zum Auftakt der Partie auch mit Max Keller im Doppel ungeschlagen. Damit gingen 2,5 der sechs Zähler auf das Konto des 20-Jährigen.
Da zum Start auch Joel Fischer mit seiner Mutter Tania erfolgreich war, stand ein wichtiger 2:0-Vorsprung zu Buche. Es kam noch besser für die Hausherren: David Fischer hatte zwar mit Jens Jung einen hartnäckigen Kontrahenten, doch im entscheidenden fünften Durchgang ließ er nichts anbrennen (13:11, 11:13, 11:7, 7:11, 11:5). Parallel dazu blieb Max Keller gegen die Nummer eins der Gäste, Lucas Hörhold, ohne Satzverlust (11:9, 11:1, 11:9) und erhöhte vielversprechend auf 4:0. Es hätte sogar das 5:0 fallen können, doch Joel Fischer musste sich im Entscheidungssatz mit 8:11 gegen Lian Straub beugen. Da nun auch Tania Fischer ihre Satzführung (11:8) nicht ins Ziel brachte (9:11, 9:11, 5:11), hatten die Gäste aus dem Kreis Schweinfurt auf 2:4 aus ihrer Sicht verkürzt. Mit Beginn des zweiten Einzelabschnitts war einmal mehr Verlass auf David Fischer, der gegen Hörhold nur im ersten Satz auf der Hut sein musste, dann aber auftrumpfte (12:10, 11:3, 11:5). In der spektakulärsten Auseinandersetzung des Tages mit vielen sehenswerten Ballwechseln musste Keller gegen Jung nach dem 1:1-Satzgleichstand mit 10:12 und 9:11 den Kürzeren ziehen und den dritten Gästepunkt zum 5:3 zulassen. Die nächste aufsehenerregende Paarung schloss sich an, indem Joel Fischer mit Henrik Graser über die volle Distanz gehen musste. Bis zum 2:2 schenkten sich beide Kontrahenten nichts, sodass der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen musste. Nun lief Joel Fischer zu Bestform auf und fertigte seinen Gegner nicht nur mit 11:3 ab, sondern markierte unter den Jubel der knapp 50 Zuschauer den Siegpunkt. Zu diesem Erfolg von Joel sein drei Jahre jüngerer Bruder David: „Mich freut es für meinen Bruder besonders, dass er dieses Treffen gewinnen konnte, da er in dieser Saison noch auf seinen ersten Einzelsieg wartete. Umso schöner war, dass er mit diesem Gewinn gleichzeitig den sechsten Punkt für uns einspielte.“ Nach diesem vorzeitigen Heimerfolg war die abschließende Niederlage von Tania Fischer nicht mehr von Bedeutung. Nochmals Adler-Spitzenspieler David Fischer: „Wir sind heute sehr glücklich und stolz auf unseren zweiten Saisonsieg, den wir gegen einen Gegner auf Augenhöhe erlangen konnte.
Ergebnisse: D. Fischer/Keller – Hörhold/Jung 3:1, J. Fischer/T. Fischer Graser/Straub 3:1, David Fischer – Jung 3:2, Keller – Hörhold 3:0, Joel Fischer – Straub 2:3, Tania Fischer – Graser 1:3, D. Fischer – Hörhold 3:0, Keller – Jung 1:3, J. Fischer – Graser 3:2, T. Fischer – Straub 0:3. hf / Hans Franz






