Coburg – In der Tischtennis-Landesliga stand zwar erst der dritte Spieltag auf dem Programm, doch schon gibt es mit dem TSV Unterlauter eine Mannschaft der Stunde. Nach einem Unentschieden zum Saisonauftakt und einem folgenden Auswärtserfolg wurde vom Aufsteiger und damit Liganeuling nun auch die zum Favoritenkreis gehörende TSG 2005 Bamberg mit 6:4 in die Knie gezwungen und damit die Tabellenführung übernommen. Mannschaftsführer Anton Kleiner zum Heimsieg: „Eine großartige, geschlossene Mannschaftsleistung! Wir merken, dass wir in der Liga angekommen sind. Die Abläufe werden besser und wir sind mit unserem Ligastart mehr als zufrieden. An diese Leistung wollen wir nächste Woche in Untersiemau gegen das nächste Liga-Schwergewicht anknüpfen.“ Nicht so gut lief es beim TTC Tiefenlauter der gegen den TTC Burgkunstadt mit 4:6 das Nachsehen hatte und dabei gleich auf zwei Stammkräfte verzichten musste.
TSV Unterlauter – TSG 2005 Bamberg 6:4
Zum Auftakt gab es auf jeder Seite einen Doppelerfolg. Während das Duo Keller/Kleiner nichts anbrennen ließ, wurde die Aufholjagd der Formation Probst/Stang nicht belohnt. Beide lagen nach Sätzen mit 0:2 hinten, glichen zum 2:2 aus und mussten im Entscheidungssatz mit 9:11 Federn lassen. Im ersten Tageseinzel zeigte Rückkehrer Max Keller seine Klasse und ließ Brielmaier nicht zur Entfaltung kommen. Anton Kleiner befand sich mit Fredrich zunächst auf Augenhöhe, doch nach dem 1:1-Satzgleichstand verlor er den zweiten und dritten Durchgang (10:12), sodass der Verbandsliga-Absteiger zum 2:2 ausglichen. Sebastian Probst zeigte gegen Andreas Zack wer Herr im Hause ist und brachte die Einheimischen wieder nach vorne. Doch der knappe Vorsprung hatte nicht lange Bestand, da Lukas Stang seine 2:0-Satzführung nicht ins Ziel brachte. Kontrahent Roland Lorek spielte sich in dieser Partie nach seinem Rückstand in einen wahren Rausch und schnappte so Stang den schon sicher geglaubten Punkt weg. Mannschaftsführer Kleiner: „Wir waren nach diesem 3:3 trotzdem zuversichtlich ein Unentschieden holen zu können, zumal im Anschluss Max sein zweites Einzel mit starker Leistung gegen Fredrich nach Hause brachte.“ Kleiner selbst konnte in einem Match mit spektakulären Ballwechseln einen 1:2-Rückstand gegen Brielmaier drehen und den fünften Zähler markieren. Nun lag sogar der vorzeitige Heimsieg in der Luft. Doch daraus wurde zunächst nichts, denn nach hartem Kampf scheiterte Probst nach 2:1-Führung unglücklich mit 15:17 und 9:11 an Roland Lorek. Doch Verlass war auf Stang, der seine zuvor bittere Niederlage vergessen ließ und mit einem 3:0 seine Farben zum viel umjubelten Heimerfolg führte. Nochmals der Mannschaftsführer. „Es war sicherlich ein sehr enges Spiel, das auch in die andere Richtung hätte kippen können, gleichzeitig aber auch höher für uns ausfallen können. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass wir nach den letzten starken Auftritten mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gegangen sind.“
Ergebnisse: Keller/Kleiner – Fredrich/Zack 3:0, Probst/Stang – Brielmaier/Lorek 2:3, Keller – Brielmaier 3:0, Kleiner – Fredrich 1:3, Probst – Zack 3:0, Stang – Lorek 2:3, Keller – Fredrich 3:1, Kleiner – Brielmaier 3:2, Probst – Lorek 2:3, Stang – Zack 3:0.
TTC Tiefenlauter – TTC Burgkunstadt 4:6
Die Begegnung begann nicht gerade erfolgsversprechend für die Hausherren, die ohne ihren Spitzenspieler Trifon Lengerov und ihre Nummer drei, Kai Müller, antreten mussten. Hinzu kam, dass Martin Deffner nur sporadisch „mitwirkte“ und so sein Doppel und beide Einzel kampflos abgeben musste. Damit hatten die Schuhstädter schon drei Pluszähler auf ihrem Konto. Nach dem 0:2-Rückstand nach den Doppeln präsentierte sich Jürgen Forkel in prächtiger Verfassung und verkürzte auf 1:2. Auch etwas später wartete er gegen den Gäste-Spitzenspieler Sven Pol mit einer beeindruckenden Leistung auf und verkürzte zwischenzeitlich auf 3:4. Ebenso wie Forkel so gewann völlig unerwartet auch Ersatzspieler Niklas Braun seine beiden Einzel. Es war schon imponierend wie er zunächst Stefan Kern in die Knie zwang und später den gestandenen Landesligaakteur Gerald Nidetzky trotz 0:1-Satzrückstand noch aufs Kreuz legte. Keine Überraschung war, dass der in der Regel um drei Ligen niedriger spielende Bezirksklassen A-Akteur Hans-Albert Braemer nur die zweite Geige spielte und sieglos blieb.
Ergebnisse: Deffner/Braemer – Linz/Nidetzky 0:3 (kampflos), Forkel/Braun – Pol/Kern 1:3, Forkel – Linz 3:0, Deffner – Pol 0:3 (kampflos), Braun – Kern 3:2, Braemer – Nidetzky 0:3, Forkel – Pol 3:0, Deffner – Linz 0:3 (kampflos), Braun – Nidetzky 3:1, Braemer – Kern 0:3. hf









