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Mannschaftssport Erwachsene  

Rückblick und Vorschau – Rückrundenbeginn am 10. Januar

Verbandsliga Nordost der Herren

Der 19-jährige David Fischer (Bild) vom Tabellenführer FC Adler Weidhausen ist in der Verbandsliga der zweitbeste Akteur (15:3 Einzel). Den führenden David Kostadinov (15:1) hat er die bislang einzige Niederlage zugefügt. Foto: Hans Franz

Coburg – Mit dem FC Adler Weidhausen, TTC Tiefenlauter und TSV Untersiemau stellt der Kreis Coburg in der Tischtennis-Verbandsliga Nordost mit drei Mannschaften nur eine weniger als der gesamte Bezirk Mittelfranken (TV Erlangen I und II, SpVgg Erlangen und SC Nürnberg). Das Neuner-Teilnehmerfeld wird vervollständigt mit der TS Kronach und dem oberpfälzischen TTC Waldershof. Mit dem 1. FC Bayreuth hat im November bereits ein Verein sein Team zurückgezogen, das somit als erster Absteiger feststeht. Da derzeit pausiert wird, ein Blick auf die abgelaufene Vorrunde und eine Vorschau auf die Hinrunde der drei Coburger Verbandsligisten.

Verständlicherweise ist man beim Vorjahres-Rangvierten FC Adler Weidhausen mit Blick auf die Vorrunde recht zufrieden. Schließlich hat diese das Team (12:4 Punkte) um die Brüder David und Joel Fischer als inoffizieller „Herbstmeister“ mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber einem Verfolgerquartett (10:6) abgeschlossen.  Sechs Siegen standen zwei Niederlagen gegenüber, die beide an einem Doppelspieltag Ende November gegen die SpVgg Erlangen und dem TV 1848 Erlangen hingenommen werden mussten. Dass trotz dieser zwei Pleiten der Spitzenplatz zu Buche steht, zeigt unter anderem, dass nahezu jede Mannschaft jede schlagen kann.

Nach diesem letztlich perfekten Vorrundenabschluss fragt man sich schon bei den „Adlern“, wohin wohl in diesem neuen Jahr die Reise noch gehen wird. Ob diese Fahrt wirklich zur Meisterschaft führt, dies bleibt abzuwarten, denn die vier direkten Verfolger haben noch lange nicht den Kampf um den Platz an der Sonne aufgegeben. Eines könnte aber hinsichtlich der Absicht der Weidhäuser zu Saisonbeginn in Erfüllung gehen, als Mannschaftsführer Joel Fischer sagte: „Unser übergeordnetes Ziel ist es selbstverständlich, an die Leistungen der vorherigen Saison anzuknüpfen und im besten Fall schlussendlich unter die Top 3 der Liga zu kommen. Auch wenn das ein sehr ambitioniertes Ziel sein mag, erscheint es uns in der aktuellen Verfassung als realistisch.“

Mit einer verhältnismäßig leichten Hausaufgabe beginnt für Weidhausen am Samstag, 17. Januar, die Rückrunde gegen den SC 1904 Nürnberg, der mit 3:13 Zählern den Abstiegs-Relegationsplatz belegt. Allerdings unterschätzt dürfen die Mittelfranken nicht, denn die Vorrundenpartie endete mit nur einem knappen 6:4-Sieg. Bereits eine Woche später (24. Januar) steht die hohe Hürde beim momentanen Rangzweiten TV 1848 Erlangen (10:6 Punkte) bevor. Ob es in der Noris nach der 4:6-Heimniederlage zu einer Revanche kommen kann, wird dann die wegweisende Frage sein.  

Der Blick auf die Einzelbilanz der sechs eingesetzten Akteure (Reihenfolge nach Vereinsrangliste): 1. David Fischer 11:3 Einzelspiele, 2. Joel Fischer 7:5, 3. Tom Hoger 3:9, 4. Yannick Rauscher 4:8, 5. Christian Leffer 2:0, 6. Manuel Bojer 3:1. Doppel: D. Fischer/Rauscher 5:1, J. Fischer/Hoger 2:3, Hoger/Bojer 1:0, J. Fischer/Bojer 0:1, D. Fischer/Leffer 0:1.

Mit dem jeweils ausgeglichenen Punkteverhältnis von 8:8 werden von den beiden Aufsteigern TTC Tiefenlauter und TSV Untersiemau die Plätze 6 und 7 eingenommen. Dieses jeweilige 8:8 bedeutet, dass der Abstand zum Spitzenplatz vier Zähler Rückstand und fünf Punkte Vorsprung zum Relegationsplatz beträgt. Dieser Halbzeitstand drückt zwar momentan einen gesicherten Mittelfeldplatz aus, doch Vorsicht ist mit Blick auf den Gefahrenbereich geboten. Gut, mit dem direkten Abstiegsplatz des TV Erlangen II (1:15) werden die beiden Liganeulinge sicherlich nichts zu tun haben. Aber der Abstiegsrelegationsplatz kann verhältnismäßig recht schnell näher heranrücken. Dies dann, wenn der SC Nürnberg versteht gut zu punkten und Tiefenlauter sowie Untersiemau Zähler leichtfertig liegen lassen.

Tiefenlauterns Sportchef Martin Deffner: „Wir sind mit dem Vorrundenergebnis durchaus zufrieden. Allerdings haben sich Höhen und Tiefen abgewechselt. Erfreulich ist, dass alle Stammspieler gute Ergebnisse einfuhren, wobei Neuzugang Hofmann sogar die Erwartungen übertroffen hat. Für die Rückrunde sollte mit unserem weiteren Neuzugang Dimitar Stoimenov ein ähnliches Ergebnis möglich sein. Ambitionen ganz nach oben gibt es aber nicht.“ Aufgrund des Zugangs des Bulgaren Stoimenov auf Ranglistenplatz zwei, macht Routinier Jürgen Forkel seinen Platz drei frei und rückte ins zweite Glied, sprich in die zweite Mannschaft (Bezirksliga). Zum Rückrundenauftakt am 17. Januar ist Tiefenlauter Gastgeber für den TTC Waldershof. Allzu gerne würden sich die Lautertaler für die herbe 2:8-Schlappe, die zum Vorrundenabschluss in der Oberpfalz hingenommen werden musste, revanchieren. Das zweite Rückrundentreffen steht für Tiefenlauter erst am 14. Februar auf dem Spielplan. An jenem Samstag geht es in die Cranachstadt zur TS Kronach (10:6).

Die Bilanzen: TTCTiefenlauter: 1. Trivon Lengerov 11:3 Einzelspiele, 2. Paul Hofmann 12:6, 3. Jürgen Forkel 9:9, 4. Kai Müller 12:6, 5. Martin Deffner 1:3. Doppel: Forkel/Müller 4:4, Lengerov/Hofmann 6:1, Forkel/Deffner 1:0, Hofmann/Müller 0:1, Hofmann/Deffner 0:1.

Beim TSV Untersiemau gab es ein Wechselbad der Gefühle, wobei den vier Erfolgen die gleiche Anzahl von Niederlagen, davon zwei 1:9-Packungen, gegenüberstanden. Ein Plus war, das ein Stammtrio stets mit von der Partie war und sich im hinteren Paarkreuz Frank Zeller und Gabriel Funk abwechseln konnten. Eine Veränderung gibt es in der Rückrunden-Aufstellung. Markus Gundel wird aufgrund seiner ausgezeichneten Einzelbilanz von der bisherigen Position drei für Fabian Markert ins vordere Paarkreuz aufrücken. Sollte Gundel an seine guten Leistungen anknüpfen, könnte dieser Wechsel für Markert ins zweite Paarkreuz durchaus von Vorteil sein. Der TSV startet mit einer relativ leichten Hausaugabe am 10. Januar gegen die noch sieglose zweite Garnitur des TV Erlangen (1:15 Punkte) in die Rückrunde. Anders sieht es am 24. Januar aus, wenn beim TTC Waldershof (10:6) die Visitenkarte abgegeben werden muss. Vielleicht kann der TSV beim Mitaufsteiger ja seinen Vorrundensieg wiederholen oder zumindest einen Teilerfolg mit nach Hause nehmen.

Die Einzelbilanzen des TSVUntersiemau: 1. Michal Bozek 7:11, 2. Fabian Markert 2:16, 3. Markus Gundel 13:5, 4. Frank Zeller 6:2, 5. Gabriel Funk 4:6. Doppel: Bozek/Gundel 5:4, Markert/Zeller 4:1, Markert/Funk 2:2.  

Die Termine der Coburger Derbys - 14. Februar: Weidhausen – Untersiemau, 21. Februar: Tiefenlauter – Untersiemau, 7. März: Tiefenlauter – Weidhausen.                    

Auszug aus der Bestenliste der Verbandsliga: Erstes Paarkreuz: 1. David Kostadinov (Kronach) 15:1 Einzel, 2. David Fischer (Weidhausen) und Trifon Lengerov (Tiefenlauter) je 11:3, 6. Paul Hofmann (Tiefenlauter) 12:6, 9. Joel Fischer (Weidhausen) 7:5. Zweites Paarkreuz: 1. Pawel Kostenko (TV Erlangen) 16:2, 4. Markus Gundel (Untersiemau) 13:5, 5. Kai Müller (Tiefenlauter) 12:6, 7. Jürgen Forkel (Tiefenlauter) 9:5, 8. Frank Zeller (Untersiemau) 6:2.  hf / Hans Franz

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