TSV 1860 Bad Rodach erlebt schwierigen Auswärtstag: 0:6 in Fürstenfeldbruck – Verlegung sorgt für personelle Probleme
Der TSV 1860 Bad Rodach musste im Auswärtsspiel der 3. Bundesliga Damen Süd beim TuS Fürstenfeldbruck II eine deutliche 0:6‑Niederlage hinnehmen. Die Partie hätte ursprünglich eine Woche später stattfinden sollen, wurde jedoch auf Wunsch der Gastgeberinnen vorverlegt. Der TuS hatte hierfür eine sportlich nachvollziehbare Begründung: Eine Spielerin steht an diesem Wochenende für den Deutschen Tischtennis‑Bund im Einsatz. Für Bad Rodach brachte die Terminänderung jedoch erhebliche Nachteile mit sich. Mit Valerija Mühlbach, Veronika Andriushchenko und Anastasiia Solodenko fehlten gleich drei Stammkräfte, die zum ursprünglichen Termin zur Verfügung gestanden hätten. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage trat der TSV kämpferisch auf – und konnte zumindest eine positive Nachricht mitnehmen: Manuela Bienek kehrte nach ihrer Babypause erstmals wieder ins Team zurück.
Bereits in den Doppeln zeigte sich, dass es ein schwerer Nachmittag werden würde. Polina Pashchenko und Sophie Schirm lieferten Felbermeier/Walter ein Duell auf Augenhöhe, das erst im fünften Satz entschieden wurde. Trotz guter Phasen und mutiger Ballwechsel fehlten am Ende wenige Punkte zum Erfolg. Bienek und Svenja Schirm hatten gegen Das/Burandt einen schweren Stand und unterlagen klar. Der 0:2‑Rückstand war angesichts der personellen Situation keine Überraschung, dennoch zeigte das erste Doppel, dass Bad Rodach durchaus Akzente setzen konnte. In den Einzeln präsentierte sich Fürstenfeldbruck äußerst stabil und nutzte seine Vorteile konsequent aus. Sophie Schirm unterlag Priyadarshini Das in drei Sätzen, während Polina Pashchenko gegen Felbermeier nach einem Satzgewinn zumindest ein Ausrufezeichen setzen konnte, am Ende aber mit 1:3 verlor. Svenja Schirm startete stark gegen Walter, konnte das Niveau jedoch nicht über die volle Distanz halten. Manuela Bienek zeigte bei ihrem Comeback eine engagierte Leistung, hielt die Sätze eng, blieb aber ebenfalls ohne Satzgewinn. Am Ende stand ein klares 0:6, das die Dominanz der Gastgeberinnen an diesem Tag widerspiegelt, aber auch die schwierige Ausgangslage des TSV.
TuS Fürstenfeldbruck II – TSV 1860 Bad Rodach 6:0
Felbermeier / Walter – Pashchenko / S. Schirm 3:2 (10:12; 11:4; 11:8; 9:11; 11:7) Das / Burandt – Bienek / Sv. Schirm 3:0 (11:8; 11:4; 11:4) Priyadarshini Das – Sophie Schirm 3:0 (11:5; 11:8; 11:3) Stefanie Felbermeier – Polina Pashchenko 3:1 (11:3; 11:6; 4:11; 11:4) Anna Walter – Svenja Schirm 3:1 (8:11; 11:2; 11:4; 11:3) Milena Burandt – Manuela Bienek 3:0 (11:9; 12:10; 11:6)
Mit 4:18 Sätzen fällt die Niederlage deutlich aus, doch die Rahmenbedingungen waren außergewöhnlich. Ohne drei Leistungsträgerinnen war der TSV in Fürstenfeldbruck klar im Nachteil. Gleichzeitig zeigte die Mannschaft Moral und blieb trotz des Spielverlaufs geschlossen. Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Manuela Bienek, die dem Team in den kommenden Wochen zusätzliche Stabilität geben dürfte. Der TSV blickt trotz des Rückschlags nach vorne. Mit vollständigem Kader und der Rückkehr von Bienek ist Bad Rodach überzeugt, in den nächsten Spielen wieder konkurrenzfähig aufzutreten.
Kommentar von Norbert Thumser, Presse- und Medienwart des TSV 1860 Bad Rodach:
„Die Verlegung war sportlich absolut nachvollziehbar, aber für uns natürlich ungünstig. Ohne Nummer 1 und 2 unserer Mannschaft war es schwer, in Fürstenfeldbruck zu bestehen. Trotzdem hat die Mannschaft gekämpft und sich nicht hängen lassen. Besonders freut mich die Rückkehr von Manuela Bienek – sie wird uns in der Rückrunde sehr helfen.“









