In der Verbandsliga wird es auf der Zielgeraden richtig spannend, denn nicht weniger als sechs Mannschaften dürfen sich noch Chancen auf den Titelgewinn beziehungsweise auf den Relegationsplatz ausrechnen. Nach dem Coburger Derbysieg des TTC Tiefenlauter (14:10 Punkte) gegen den FC Adler Weidhausen (19:9) ist auch das Team aus dem Lautertal wieder mit von der Partie. Die „Adler“ können sich nach ihrer Niederlage etwas damit trösten, dass der TSV Untersiemau (13:17) dem Spitzenreiter TV 1848 Erlangen (21:9) einen Zähler abknöpfte. Der nach Minuspunkten sehr gut dagestandene TTC Waldershof (15:9) kam gegen die TS Kronach (20:10) über ein Unentschieden nicht hinauskam. Damit bleiben anderseits auch die Cranachstädter noch mit im Rennen. Der sechste in der „Verlosung“ um die Meisterschaft ist die SpVgg Erlangen (17:9). Und bei dieser SpVgg ist an diesem Samstag, 14. März, Tiefenlauter zu Gast.
TTC Tiefenlauter – FC Adler Weidhausen 6:4
Wie wichtig bei den Hausherren das Mitwirken ihres nicht immer zur Verfügung stehenden Spitzenspielers Trifon Lengerov ist, zeigte sich in diesem Kreisduell. So zwang er in seinem ersten Tageseinzel im vierten Satz mit 11:9 die Gäste-Nummer zwei Joel Fischer in die Knie. Mit Beginn des zweiten Einzeldurchgangs behielt er im Treffen der beiden Spitzenspieler gegen David Fischer mit einem 11:8, 11:5 und 11:9 die Oberhand. Allerdings verlor Lengerov mit Paul Hofmann zum Auftakt etwas unerwartet das Doppel gegen das stark aufspielende Weidhäuser Duo David Fischer/Tom Hoger (9:11, 6:11, 11:8, 11:13). Einen starken Auftritt legte bei den Gästen auch die Formation Joel Fischer/Manuel Bojer hin, das trotz 0:2-Satzrückstand das Ruder gegen das Duo Müller/Forkel noch herumriss (12:14, 3:11, 11:5, 16:14, 11:9). Und dies, obwohl das TTC-Paar im vierten Satz fünf Matchbälle hatte. Damit befanden sich die Hausherren mit 0:2 im Rückstand.
Doch in den ersten drei Einzeln bestimmten sie das Geschehen, indem Lengerov, Hofmann und Kai Müller mit ihren Siegen den Rückstand in den 3:2-Vorsprung umwandelten. Hatte sich in diesem Abschnitt Bojer gegen Müller im Entscheidungssatz mit 9:11 beugen müssen, so behielt mit 11:9 im fünften Durchgang Hoger gegen Forkel die Oberhand und glich zum 3:3 aus. Verlassen konnte sich das Heimteam erneut auf sein vorderes Paarkreuz mit Lengerov und Hofmann, das bei Spielen auf hohem Niveau die 5:3-Führung markierte. Der sechste Siegpunkt lag für die Einheimischen in der Luft, denn Müller führte gegen Hoger mit 2:0. Doch Hoger verstand zu kontern, glich zum 2:2 aus und ging im entscheidenden fünften Durchgang knapp mit 12:10 durchs Ziel. Nach diesem 5:4-Zwischenstand schien für Weidhausen das Unentschieden noch möglich zu sein, doch Forkel behielt gegen Bojer die Nerven und hatte nach dem 1:1-Satzgleichstand zweimal in der Verlängerung mit 18:16 und 13:11 die Nase vorne, sodass es für die Gäste nichts mit einem Teilerfolg wurde.
Ergebnisse: Lengerov/Hofmann – D. Fischer/Hoger 1:3, Müller/Forkel – J. Fischer/Bojer 2:3, Lengerov – J. Fischer 3:1, Hofmann – D. Fischer 3:0, Müller – Bojer 3:2, Forkel – Hoger 2:3, Lengerov – D. Fischer 3:0, Hofmann – J. Fischer 3:1, Müller – Hoger 2:3, Forkel – Bojer 3:1.
TSV Untersiemau – SC 1905 Nürnberg 7:3
Zunächst sah es nicht nach dem Heimsieg aus, denn die Gäste zeigten sich sehr kämpferisch. So kam es, das auf jeder Seite ein Doppel und anschließend jeweils zwei Einzel gewonnen wurden. In diesem Abschnitt wartete Michal Bozek mit einem ungefährdeten Sieg auf, Fabian Markert hatte im Entscheidungssatz mit 11:9 die Nerven behalten. In den entscheidenden fünften Satz musste zum Auftakt auch die Formation Bozek/Markus Gundel, die nach einer 2:11-Pleite im vierten Durchgang im anschließenden Entscheidungssatz mit 12:10 die Hürde noch nahm. Nach diesem zwischenzeitlichen 3:3 hatte Untersiemau eine ganz starke Phase, denn alle vier Einzel wurden gewonnen. In diesem Abschnitt musste nur Bozek über die volle Distanz, ehe er im fünften Durchgang mit einem 11:6 nicht viel anbrennen ließ. Gabriel Funk, der in seinem ersten Einzel noch mit 16:18 im fünften Satz unglücklich gescheitert war, hatte siebten TSV-Zähler verbucht.
Ergebnisse: Bozek/Gundel – Hennemann/Fleischer 3:2, Markert/Funk – Brandl/Mlynkowiak 2:3, Bozek – Brandl 3:0, Gundel – Hennemann 0:3, Markert – Fleischer 3:2, Funk - Mlynkowiak 2:3, Gundel – Brandl 3:1, Markert – Mlynkowiak 3:1, Funk – Fleischer 3:0.
TSV Untersiemau – TV 1848 Erlangen 5:5
Die Einheimischen waren sehr nahe dran dem Spitzenreiter die dritte Saisonniederlage zuzufügen und damit für eine kräftige Überraschung zu sorgen. Dies deshalb, weil sie mit 5:3 in Front lagen und danach sowohl Fabian Markert als auch Gabriel Funk jeweils erst im fünften Durchgang scheiterten. Mit dem Gewinn der beiden Doppel hatte der TSV bereits einen aussichtsreichen Start hingelegt. Doch der 2:0-Vorsprung hatte nicht lange Bestand, da die ersten zwei Einzel von den Gästen gewonnen wurden und diese zum 2:2 ausglichen. Markert und Funk stellten mit ihren Siegen die 2-Punkt-Abstand wieder hier. Ein nervenaufreibendes Match lieferte sich dabei Funk mit dem besten Ligaspieler im zweiten Paarkreuz, Pawel Kostenko (9:11, 8:11, 12:10, 11:4, 12:10). Aber nicht nur das Treffen von Funk ging über die volle Distanz, sondern auch alle vier Paarungen im zweiten Einzeldurchgang. Da hier nur Gundel seine Auseinandersetzung gewann, kam der Titelanwärter noch zum glücklichen Unentschieden. TSV-Mannschaftsführer Fabian Markert nach Spielende: „Gegen den Aufstiegsaspiranten entwickele sich ein dreistündiger Krimi. In nahezu jeder Partie war nicht auszumachen, dass es einen besseren Spieler gibt. Ärgerlich war, dass nach der 5:3-Führung die beiden Paarungen im Entscheidungssatz abgegeben wurden und es nur zu einem Punkt reichte.“
Ergebnisse: Bozek/Gundel – Reiß/Lommer 3:2, Markert/Funk – Kostenko/Bönold 3:0, Bozek – Lommer 1:3, Gundel – Reiß 2:3, Markert – Bönold 3:1, Funk – Kosenko 3:2, Bozek – Reiß 2:3, Gundel – Lommer 3:2, Markert - Kosenko 2:3, Funk – Bönold 2:3. hf / Hans Franz









