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Einzelsport Erwachsene  

7. Juni2026
Annett Kaufmann schreibt Geschichte

19-Jährige Kolbermoorer TT-Spielerin wird zum dritten Mal in Folge deutsche Meisterin

Kolbermoors Topspielerin Annett Kaufmann gewann bei den deutschen Meisterschaften nach 2024 sowie 2025 zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille im Einzel und sicherte sich zudem Gold im Doppel. Foto: Gerhard Erlich

Erfurt – Besondere Veranstaltungen schreiben viele besondere Geschichten. Kolbermoors Top-Tischtennisspielerin Annett Kaufmann hat nun auch ihren Beitrag dazu geleistet. Denn bei den 94. Deutschen Meisterschaften im thüringischen Erfurt holte sie sich zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille.
In einer Neuauflage des Vorjahres schlug sie Sabine Winter (TSV Dachau 65) im Endspiel mit 4:3. Zuvor hatte sie schon Gold im Doppelwettbewerb mit Xiaona Shan gewonnen.

Dass Annett Kaufmann ein gewichtiges Wort um den Titel mitreden will, unterstrich sie von der ersten Begegnung an. Beispielsweise ließ sie der Berlinerin Mia Griesel im Viertelfinale beim 4:0 Sieg keinerlei Chance. Und auch deren Mannschaftskollegin Nina Mittelham – immerhin die Nummer vier beim aktuellen Deutschen Mannschaftsmeister – verurteilte die erst 19-Jährige Kolbermoorer Topspielerin nach dem 4:1 Erfolg im Halbfinale zum Zuschauen.

Es kam dann wie es kommen musste, nämlich zum Traumfinale gegen die Dachauerin Sabine Winter. Zunächst geriet Kaufmann in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen die Nummer neun der Weltrangliste mit 1:2 Sätzen ins Hintertreffen, schaffte aber den Ausgleich und ging mit dem 11:6 Sieg in Durchgang Nummer fünf mit 3:2 in Führung. Im sechsten Satz musste Annett Kaufmann nochmals den Ausgleich gegen ihre Nationalmannschaftskollegin hinnehmen, setzte sich aber im entscheidenden siebten Durchgang mit 11:4 durch und holte nach 2024 sowie 2025 nunmehr zum dritten Mal in Folge Gold.

Zuvor durfte sich Annett Kaufmann aber bereits über die Goldmedaille, nämlich im Doppel freuen. Mit der Berlinerin Xiaona Shan ließ sie der Konkurrenz nur wenige Möglichkeiten, sich zu entfalten. Den ersten Satzverlust überhaupt musste das Duo im Halbfinale gegen die Paarung Schreiner/Klee (TuS Fürstenfeldbruck/TG Langenselbold) hinnehmen, gewann aber letztlich mit 3:1.
Im Endspiel traf das bayerisch/berlinerische Duo auf Sabine Winter und Yuan Wan (TSV Dachau 65/TTC Weinheim). Die ersten beiden Sätze brachten zunächst ein 1:1, wobei Kaufmann/Shan den ersten Satz in der Verlängerung mit 17:15 gewannen. Aber in den Durchgängen drei und vier, die 11:8 und 11:7 endeten, waren die späteren deutschen Meisterinnen doch einen Tick besser.

Alles in allem hat Annett Kaufmann mit dem Gewinn der dritten deutschen Meisterschaft im Einzel nach 2024 und 2025 sicherlich eine Geschichte geschrieben, die man auch in einigen Jahren noch gerne nachliest.

In die Geschichtsbücher dürfte auch eingehen, dass Kristin Lang – ehemals Spielerin beim SV DJK Kolbermoor – nochmals zum Schläger griff und mit Paralympicssieger Valentin Baus aus Bochum im gemischten Doppel antrat. Zwar mussten sie sich nach der ersten Runde aus dem Wettbewerb verabschieden, insgesamt haben sie sich bei der Fünfsatzniederlage wacker aus der Affäre gezogen.

Bericht und Foto: Gerhard Erlich

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