Unterlauter – „Schade“, mit diesem einen Wort kann man wohl das Abschneiden der Tischtennisspielerin Elina Meyer vom TSV Unterlauter bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt bezeichnen. Ihr blieb in der Leistungsklasse A nicht nur aufgrund des Satzverhältnisses ein Weiterkommen nach der Gruppenphase versagt, sondern sie hatte in diesem Feld auch der späteren Siegerin aus Stuttgart die einzige Niederlage zugefügt.
Mit zwei weiteren Spielerinnen lag Meyer nach Abschluss der Gruppenspiele mit jeweils 2:1-Siegen gleichauf. Während die Unterlauterin 6:6-Sätze aufwies, verzeichneten Lea Vollmer vom MTV Stuttgart 8:3 und Valeriia Korzun vom hessischen TTC Langen 6:3 Sätze. Sieglos geblieben war Josefina Nussbicker vom niedersächsischen TuS Ekern. Diese hatte Meyer nach Verlust des ersten Satzes (10:12), noch mit einem 11:4, 12:10 und 11:1 in die Schranken gewiesen. Nach diesem vielversprechenden Turnierauftakt traf sie auf die spätere Titelträgerin Lea Vollmer. Nach zwei hart erkämpften Satzgewinnen jeweils in der Verlängerung (15:13, 17:15), musste sie nach zwei folgenden Niederlagen (jeweils 8:11) den 2:2-Satzgleichstand hinnehmen. Im entscheidenden fünften Durchgang lief die Oberfränkin zur Bestform auf und hielt Vollmer mit 11:7 nieder. Doch die dritte Begegnung gegen Korzun brach ihr das Genick. Sie kam nach dem vorherigen, nervenaufreibenden Match gegen Vollmer einfach nicht richtig in die Spur und hatte so mit einem 7:11, 4:11 und 5:11 gegen die um 151 Q-TTR-Leistungspunkten höher angesiedelten Korzun das Nachsehen. Damit wurde sie Gruppen-Dritte und musste aufgrund des erwähnten Satzverhältnisses Vollmer und Korzun den Vortritt lassen. Im Doppel erreichte Elina Meyer zusammen mit Johanna Lex (TSV Chieming) das Viertelfinale. Hier blieben beide aber gegen das anschließende Vizemeisterpaar aus Nordrhein-Westfalen auf der Strecke. Im Mixed mit Alexander Papoutsis (TSV Schwabmünchen) schied sie nach dem Auftaktsieg im Achtelfinale aus.
Neben Elina Meyer war vom westoberfränkischen TT-Bezirk noch Markus Gundel vom TSV Untersiemau mit von der Partie. Er war bei den Senioren der Altersklasse 40 am Start und blieb sieglos. Während er gegen den unbezwungen gebliebenen Gruppensieger Marvon Dietz vom TSV Rostock nach dem 1:1-Satzgleichstand zweimal mit 8:11 auf die Verliererstraße geriet, blieb er gegen Anton Anton (Anmerkung: zweimal Anton stimmt) vom ESV Lüneburg ohne Satzgewinn. Einem Sieg nahe kam er gegen Markus Brodbeck (TuS Metzingen). Doch gegen den Baden-Württemberger brachte er seine 2:1-Satzführung nicht ins Ziel. Ähnlich erging es Gundel im Doppel mit seinem Partner David Carstens (DJK SB Landshut). Vor dem Einzug ins Halbfinale lagen beide mit 2:1 gegen eine hessische Formation vorne, ehe sie mit 8:11 und 7:11 noch Federn lassen mussten. Im Mixed gewann er zwar mit Jette Schwitzky (TSV Murnau) die erste Begegnung, doch zu mehr reichte es nicht. Sieglos blieb die dritte Vertreterin aus Westoberfranken Evi Beier vom TTV 45 Altenkunstadt bei den Seniorinnen der AK 70. hf / Hans Franz









