Kreis Coburg – Die Tischtennis-Herren des TSV Untersiemau schweben in der Landesliga nach zwei tollen Erfolgen am Wochenende auf Wolke sieben. Nachdem sie am Samstagabend beim TTC Hof mit 10:0 aufgetrumpft hatten, entführten sie 15 Stunden später mit einem klaren 8:2 beim TSV Windheim zwei weitere Zähler. Mit nunmehr 7:1 Punkten stehen sie vor dem spielfrei gewesenen TSV Unterlauter (6:2) an der Tabellenspitze. Einen Kantersieg feierte auch der TTC Tiefenlauter (8:2 gegen Mistelgau) und kletterte mit nunmehr 4:2 Punkten auf den vierten Tabellenplatz. Nicht so gut lief es für den TTC Rödental, der zu Hause dem 1. FC Bayreuth II mit 4:6 unterlag.
TTC Hof – TSV Untersiemau 0:10
„Eigentlich sind wir mit einem mulmigen Gefühl nach Hof gefahren, denn dort haben wir uns in der Vergangenheit nie leichtgetan und zumeist verloren“, so der TSV-Mannschaftsführer Fabian Markert. Dabei sollte er zunächst auch nicht falsch liegen, denn sein Doppel mit Frank Zeller ging über die volle Distanz und konnte erst im fünften Durchgang gewonnen werden. Ähnlich erging es ihm im ersten Tageseinzel, denn auch hier behielt er erst im Entscheidungssatz die Oberhand. Wesentlich leichter tat sich da schon Spitzenspieler Michal Bozek, der im Doppel mit Markus Gundel und in seinem Einzel ohne Satzverlust blieb. Nach diesen Siegen lag Untersiemau schon mit 4:0 in Front. Obwohl Zeller den ersten Satz verlor und es bei Gundel 1:1 stand, gingen beide nach vier Durchgängen als Sieger durchs Ziel, womit bereits eine 6:0-Führung und damit vorzeitig der Auswärtserfolg feststand. Die restlichen vier Einzel waren fast schon Selbstläufer, sodass am Ende die Saalestädter mit der Höchststrafe leben mussten.
Ergebnisse: Peschke/Dietrich – Markert/Zeller 2:3, Forkel/Schenk – Bozek/Gundel 0:3, Peschke – Markert 2:3, Dietrich – Bozek 0:3, Forkel – Zeller 1:3, Schenk – Gundel 1:3, Peschke – Bozek 0:3, Dietrich – Markert 0:3, Forkel – Gundel 0:3, Schenk – Zeller 0:3.
TSV Windheim – TSV Untersiemau 2:8
Da es in der vergangenen Saison stets hart umkämpfte Begegnungen zwischen beiden Teams gab, war der klare Auswärtssieg in keinster Weise abzusehen. Fabian Markert: „Allerdings hat uns diesmal der Gewinn der beiden Doppel in die Karten gespielt. Mit diesem 2:0-Vorsprung konnten wir den weiteren Verlauf entspannter entgegensehen, wenngleich das Endergebnis einige sehr schwer erkämpfte Siege nicht widerspiegelt.“ Zu diesen hart erkämpften Erfolgen gehörten unter anderem die zwei 5-Satz-Erfolge von Markus Gundel. Bei Frank Zeller kam hinzu, dass er seine 2:1-Satzführung gegen den aus Meilschnitz stammenden Patrick Grosch nicht ins Ziel brachte. Da Markert zuvor gegen den heimischen Spitzenspieler Schirmer nach vier Durchgängen passen musste, lagen die Gäste zwischenzeitlich erst knapp mit 3:2 vorne. Doch in der Folge zeigte sich Untersiemau sehr motiviert und man merkte dem Quartett an, dass es unbedingt die Gewinnerstraße beschreiten will. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete ihre Nummer eins, Michal Bozek, der ungeschlagen blieb. Damit steuerte er 2,5 Punkte zu den acht Zählern bei. Den verdienten Sieg des neuen Spitzenreiters betonte auch der heimische Mannschaftsführer Matthias Trebes nach Spielende: „Ihr seid heute einfach die bessere Mannschaft gewesen und habt zu Recht gewonnen.“
Ergebnisse: Schirmer/Trebes – Markert/Zeller 2:3, Girke/Grosch – Bozek/Gundel 1:3, Schirmer – Markert 3:1, Girke – Bozek 0:3, Grosch – Zeller 3:2, Trebes – Gundel 2:3, Schirmer – Bozek 1:3, Girke – Markert 0:3, Grosch – Gundel 2:3, Trebes – Zeller 1:3.
TTC Rödental – 1. FC Bayreuth II 4:6
„Das darf doch nicht wahr sein”, war ein Fazit, das die Hausherren nach einer Spieldauer von gut zwei Stunden zogen. Da lag das TTC-Team mit 4:2 in Front und hatte am Ende doch das Nachsehen. Im zweiten Einzelabschnitt war nicht nur alles wie abgerissen, sondern es kam noch hinzu, dass gleich drei der vier folgenden Niederlagen erst im Entscheidungssatz an die Gäste gingen. Doch auch damit nicht genug. Im letzten Tageseinzel hatte Silvan Weidemüller nach seiner 2:0-Satzführung den 5:5-Ausgleich auf dem Schläger. Es sollte aber nicht sein. Mit einem 8:11 und zweimal in der Verlängerung mit 10:12 musste er Federn lassen und den sechsten Siegpunkt für die Wagnerstädter zulassen. Mannschaftsführer Jan Schwadtke: „Trotz der bitteren Niederlage, lieferten wir einen richtig guten Kampf ab. Allerdings müssen wir auch eingestehen, dass Bayreuth einen sehr starken Auftritt hinlegte.“ Nach dem ausgeglichenen Auftakt in den Doppeln schaffte es Benjamin Jahn trotz 3:11-Pleiten im ersten und zweiten Satz noch das Ruder mit einem 11:8, 11:6 und 11:7 gegen den Gäste-Neuzugang Vijay Ratnarajah – er kam vom Verbandsoberligisten TTC Rugendorf - herumzureißen. Doch der 2:2-Gleichstand ließ nicht lange auf sich warten, da Hannes Drotleff an Gästespitzenspieler Taubert mit 9:11, 9:11 und 6:11 scheiterte. Nun zeigten sich bei den Einheimischen Jan Schwadtke und Weidemüller von ihrer besten Seite und markierten mit ihren Siegen die 4:2-Führung. Als Jahn gegen Taubert gleich dreimal hauchdünn den Kürzeren zog (9:11, 10:12, 9:11), trat des bereits geschilderte Fiasko mit drei Niederlagen im entscheidenden fünften Durchgang ein.
Ergebnisse: Jahn/Drotleff – Taubert/Ratnarajah 1:3, Schwadtke/Weidemüller – Schilinski/Yesuf 3:2, Jahn – Ratnarajah 3:2, Drotleff – Taubert 0:3, Schwadtke – Yesuf 3:0, Weidemüller – Schilinski 3:1, Jahn – Taubert 0:3, Drotleff – Ratnarajah 2:3, Schwadtke – Schilinski 2:3, Weidemüller – Yesuf 2:3.
TTC Tiefenlauter – SV Mistelgau 8:2
Bei den Hausherren zeigte sich einmal mehr, wie wichtig das Mitwirken ihres Spitzenspielers Trifon Lengerov ist. Bei der letzten Partie fehlte er und prompt ging sie verloren. Doch diesmal sorgte er mit dem ungefährdeten Doppelerfolg, zusammen mit Kai Müller, und seinen zwei erfolgreichen Einzelauftritten für 2,5 der acht Zähler. Jürgen Forkel blieb zwar in seinen zwei Einzeln ebenfalls ungeschlagen, hatte dabei aber gegen Szilagyi (14:12, 14:12, 9:11, 11:8) und gegen Martin Wendl (11:7, 14:12, 14:12) jeweils zweimal erst in der Verlängerung die Nase vorne. Ebenfalls zwei Einzelsiege ohne Satzverlust fuhr Routinier Martin Deffner ein. Kai Müller musste zwar die einzige Einzelniederlage registrieren, da stand es aber bereits 7:1 für den TTC. Sein erstes Einzel hatte er mit drei 11:7-Satzresultaten erfolgreich abgeschlossen und damit den zwischenzeitlichen 4:1-Vorsprung markiert.
Ergebnisse: Lengerov/Müller – Szilagyi/Krug 3:0, Forkel/Deffner – Wendl/Voit 1:3, Lengerov – Wendl 3:0, Forkel – Szilagyi 3:1, Müller – Krug 3:0, Deffner – Voit 3:0, Lengerov – Szilagyi 3:1, Forkel – Wendt 3:0, Müller – Voit 1:3, Deffner – Krug 3:0. hf / Hans Franz









