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Mannschaftssport Erwachsene  

15. Dezember 2024
Trotz 1:6 dem Gegner die Stirn geboten

Kolbermoorer Damen verabschieden sich mit Heimniederlage in die Weihnachtspause

Kristin Lang musste sich trotz einer außerordentlich guten Leistung im Einzel Mateja Jeger knapp in fünf Sätzen beugen. Foto: Gerhard Erlich

Kolbermoor – Mit einer 1:6 Heimniederlage gegen den TTC Weinheim verabschiedeten sich Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen von ihrem Publikum in die Weihnachtspause. Was sie aber vor 230 Zuschauern zeigten, war mehr als sehenswert.

„Wer das Spiel nicht gesehen hat, hat etwas übersehen. Das war Tischtennis perfekt“, war vom stellvertretenden Abteilungsleiter Günter Lodes nach Spielende zu hören. Und da war er in Einklang mit den Besuchern. Denn das heimische Quartett, das wieder auf Kristin Lang zurückgreifen konnte, bot ihren Gästen bis zum Schluss die Stirn. Obwohl die Gastgeberinnen in dieser Begegnung auf Annett Kaufmann verzichten mussten, spielten sie zumindest in den Einzeln wie aus einem Guss.

In den Eingangsdoppeln machten sowohl Qianhong Gotsch, die sich im Gegensatz zur letzten Woche gesundheitlich schon wieder auf einem sehr guten Weg zeigte und Laura Tiefenbrunner gegen Ece Harac und Mateja Jeger wie auch das Duo Arapovic/Lang gegen die Paarung Wan/Chien noch den einen oder anderen Fehler, weshalb beide Spiele auch verloren wurden.

Aber in den Einzeln brachten sie die Gäste ein ums andere Mal in Bedrängnis. So lag beispielsweise „Hongi“ Gotsch gegen Tung-Chuan Chien mit 0:2 Sätzen zurück, stellte dann aber ihr Spiel um und schaffte den 2:2 Satzausgleich. Die langen Ballwechsel, die sich die beiden Akteurinnen lieferten, schienen dann bei Gotsch Wirkung zu zeigen, lag sie doch im fünften Satz anfangs mit 0:3 zurück. Sie nahm dann zwar ein Timeout, welches sich in weiterer Folge aber als negativ herausstellen sollte. Denn beim Seitenwechsel hieß es 1:5 und am Ende sogar1:11.
Wie gut Hana Arapovic allerdings derzeit drauf ist, ließ sie Yuan Wan spüren. Den zweiten Satz verlor sie nach einer 10:9 Führung zwar in der Verlängerung, aber im Entscheidungssatz, in dem sie beim Seitenwechsel mit 5:3 führte, war sie nicht mehr zu bremsen, gewann mit 11:5 und verkürzte auf 1:3.

Im hinteren Paarkreuz ging man leer aus, wenngleich Kristin Lang, die wieder mit von der Partie war, gegen Matej Jeger im zweiten Satz beim Stand von 6:10 vier Satzbälle gegen sich hatte, am Ende aber mit 13:11 in der Verlängerung die Oberhand behielt. Eigentlich hatte sie die Begegnung im dritten Durchgang im Griff, führte mit 10:8, ehe ihr die Kroatin noch vier Punkte zum 10:12 abnahm. Aus der Sicht der Schiedsrichter legte sie ihren Schläger anschließend etwas zu forsch auf die Platte, was eine gelbe Karte nach sich zog. Nach dem Ausgleich zum 2:2 lief es in Durchgang Nummer fünf nicht ganz rund für Lang, was sich mit dem 3:5 Rückstand beim Seitenwechsel auch bemerkbar machte. Nach dem 5:7 Rückstand nahm sie nochmals ein Timeout, musste sich am Ende aber mit 8:11 geschlagen geben.
Nach der Viersatzniederlage von Laura Tiefenbrunner gegen Ece Harac zum 1:5 war noch ein Unentschieden möglich. Und Qianhong Gotsch versuchte  gegen Yuan Wan alles nur denkbar mögliche. Ihr gelang sogar noch der 2:2 Satzausgleich. Aber im fünften Durchgang hieß es trotz überragender Ballwechsel, die von beiden Seiten kamen, 3:5 aus Sicht von Gotsch. Den beiden Punkten lief sie bis zum Schluss nach und musste nach der 8:11 Niederlage, die das 1:6 bedeuteten, gratulieren.

„Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft. Am Ende denke ich, hat Weinheim verdient gewonnen. Bei etwas mehr Glück hätten wir vielleicht 3:6 oder 4:6 verloren. Auch das zweite Doppel ist etwas unglücklich verlaufen“, so das Fazit von Trainer Michael Fuchs nach Spielende.

Für den SV DJK Kolbermoor punkteten:
Doppel: Fehlanzeige;
Einzel: Arapovic (1).

Bericht und Foto: Gerhard Erlich

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