In der Landesliga bestritt der TSV Untersiemau sein erstes Rückrundenspiel und gewann dieses unerwartet deutlich mit 9:1 gegen einen lange Zeit zum Favoritenkreis gehörenden TSV Windheim. Während die Frankenwälder (12:10 Punkte) nach dieser zweiten Rückrundenniederlage am Stück beim Kampf um einen Spitzenplatz vorerst aus dem Rennen sind, hat der TSV (17:3) seine Anwartschaft auf den Meistertitel unterstrichen. Mit drei Minuszählern mehr belastet als Untersiemau ist der TTC Tiefenlauter (18:6), der beim SV Mistelgau mit 6:4 siegreich war. In einem Coburger Derby hielt der TTC Rödental (11:11) gegen den TSV Unterlauter (14:8), der erstmals ohne seine Spitzenspieler Max Keller antrat, mit 6:4 die Oberhand.
TTC Rödental - TSV Unterlauter 6:4
Eigentlich wollten die Gäste die beiden Zähler beim bisherigen Hinterbänkler mit nach Hause nehmen, um sich weiterhin im vordersten Tabellenbereich festzusetzen. Doch da hatten sie noch nicht die Rechnung damit gemacht, dass sie auf ihren Rückkehrer und Nummer eins, Max Keller (16:2 Einzelspiele), verzichten müssen. Bei den Hausherren fehlte zwar mit Benjamin Jahn ebenfalls deren Spitzenspieler, doch von Vorteil wirkte sich aus, dass ihr weiterer Spitzenspieler Tobias Liebergesell zum zweiten Mal in dieser Saison mit von der Partie sein konnte. Und sein Mitwirken, das bislang aufgrund einer Verletzung erst einmal möglich war, sollte sich auszahlen. So gewann er das erste Tageseinzel gegen Sebastian Probst und später zwang er trotz 0:2-Satzrückstand Anton Kleiner noch mit 11:8, 11:7 und 11:9 in die Knie. Den etwas besseren Start erwischte Rödental indem nach dem 1:1 nach den Doppeln Liebergesell und Hannes Drotleff die erste Geige spielten (3:1-Führung). Einen glänzenden Einstand feierte bei den Gästen Arpan Wagle. Der aus Indien stammende Student hatte sich im vergangenen Herbst in Unterlauter gemeldet, sein Interesse bekundet und kam nun erstmals zum Einsatz. Der Neuzugang verkürzte zunächst auf 2:3 und mit seinem zweiten Einzelerfolg verkürzte er in der Schlussphase auf 4:6. Nach dem knappen 3:2-Vorsprung für die Einheimischen punkteten in den vier folgenden Paarungen Silvan Weidemüller, Liebergesell und Schwadtke. Einher ging damit der 6:3-Vorsprung und der vorzeitige wichtige Doppelpack.
Ergebnisse: Liebergesell/Drotleff - Probst/Stang 1:3, Schwadtke/Weidemüller – Kleiner/Wagle 3:0, Liebergesell – Probst 3:1, Drotleff – Kleiner 3:0, Schwadtke – Wagle 2:3, Weidemüller – Stang 3:1, Liebergesell – Kleiner 3:2, Drotleff – Probst 0:3, Schwadtke – Stang 3:0, Weidemüller – Wagle 1:3.
TSV Untersiemau – TSV Windheim 9:1
Einen Glanztag erwischte das Heimteam gegen den Vorrunden-Dritten. Mannschaftsführer Fabian Markert: „Heute lief es für uns optimal. Eine starke mannschaftliche Gesamtleistung in dem wohl bisher stärksten Saisonspiel.“ Allerdings verweist er auch darauf, dass vier knappe Paarungen im Entscheidungssatz erst gewonnen wurden. „Da war das Glück auf unserer Seite, das wir uns an diesem Abend aber auch hart erkämpft haben.“ Mit dem Gewinn der beiden Doppel der Einzel von Michal Bozek und Markert lag Untersiemau frühzeitig vielversprechend in Front. Erwähnenswert zu diesem Abschnitt ist das Match von Markert gegen den Gäste-Spitzenspieler Stefan Schirmer. Dank seiner Nervenstärke riss der TSVler nach dem 0:2-Satzrückstand mit einem 11:9, 12:10 und 11:9 das Ruder noch herum. In den fünften Durchgang ging parallel dazu auch das Treffen von Markus Gundel gegen Trebes. Hier hatte allerdings der Windheimer im Entscheidungssatz die Nase vorne. In seinem erst sechsten Mitwirken erwies sich Neuzugang Frank Zeller als Punktegarant. Zunächst blieb er gegen Patrick Grosch ohne Satzverlust und zum Spielschluss legte er gegen Trebes nach 1:2 den Hebel zum 3:2 noch um. Als Bozek vorzeitig den Heimsieg mit dem 6:1 hergestellt hatte, waren es Markert und Gundel die ihre Kontrahenten im Entscheidungssatz aus den Angeln hoben.
Ergebnisse: Bozek/Gundel – Girke/Grosch 3:0, Markert/Zeller – Schirmer/Trebes 3:1, Bozek – Girke 3:0, Markert – Schirmer 3:2, Gundel – Trebes 2:3, Zeller – Grosch 3:0, Bozek – Schirmer 3:1, Markert – Girke 3:2, Gundel – Grosch 3:2, Zeller – Trebes 3:2.
SV Mistelgau – TTC Tiefenlauter 4:6
Beim Tabellenvorletzten hatte Tiefenlauter mit dem 6:2-Vorsprung den Auswärtserfolg vorzeitig perfekt gemacht. Da von den Hausherren ein Doppel gewonnen wurde, hätten diese sogar mit 2:0 in Führung gehen können. Das Gästeduo Lengerov/Braun lag nämlich nach zwei Durchgängen bereits mit 0:2 hinten und konnte gerade noch mit einem 11:9 im dritten Satz die Niederlage verhindern. Mit einem folgenden 11:8 und 11:9 wurde der Spieß umgedreht und das 1:1 markiert. Ein enges Match lieferte sich Jürgen Forkel mit dem heimischen Spitzenspieler Szilagy und dem besseren Ende (11:8, 11:9, 9:11, 11:9). Kurzen Prozess machte Trifon Lengerov mit Wendl. Obwohl Ersatzspieler Niklas Braun mit einer ansprechenden Leistung gegen Voit aufwartete, zog er nach seiner 2:1-Führung noch mit 2:3 den Kürzeren. Nach diesem knappen 3:2 hatte Tiefenlauter eine ganz starke Phase. Martin Deffner, Lengerov und Forkel blieben nämlich ohne Satzverlust und schraubten den Vorsprung auf 6:2 hoch, womit der Auswärtserfolg unter Dach und Fach war. Die beiden abschließenden Niederlagen bedeuteten nur noch eine Ergebniskosmetik.
Ergebnisse: Wendl/Voit – Lengerov/Braun 2:3, Szilagy/Krug – Forkel/Deffner 3:2, Szilagy – Forkel 1:3, Wendl – Lengerov 0:3, Voit – Braun 3:2, Krug – Deffner 0:3, Szilagy – Lengerov 0:3, Wendl – Forkel 0:3, Voit – Deffner 3:2, Krug – Braun 3:1. hf / Hans Franz









