Die Herren des FC Adler Weidhausen haben in der Verbandsliga nach dem jüngsten Sieg gegen Tiefenlauter auch das zweite Coburger Kreisduell gewonnen. Vor zahlreichen Zuschauern behielten sie am Samstag beim TSV Untersiemau mit 6:4 die Oberhand. Damit sind sie zugleich Tabellenführer (6:0 Punkte), vor der SpVgg Erlangen (4:0). Diese hat ebenso knapp mit 6:4 ihre Auswärtspartie beim TTC Tiefenlauter (6. Platz, 2:4 Punkte) gewonnen.
TSV Untersiemau - FC Adler Weidhausen 4:6
Vor über 70 begeisterten Zuschauern entwickelte sich ein emotionelles Derby bei dem sich die Gäste einen 2-Punkte-Vorsprung verschafft hatten und dieser auch am Ende der dreistündigen Spieldauer noch Bestand hatte. Als allerdings Untersiemau durch Markus Gundel in der vorletzten Tagespaarung auf 4:5 verkürzte, duften die Einheimischen zumindest auf eine Punkteteilung hoffen. Dies vor allem auch deshalb, weil Gabriel Funk sich mit 2:1-Sätzen in Führung gebracht hatte. Doch mit einem hauchdünnen 12:10 glich Yannick Rauscher zum 2:2 aus und behielt auch im Entscheidungssatz mit 11:7 die Oberhand, womit er zugleich den sechsten Siegpunkt für die Gäste markierte.
Etwas überraschend war zum Auftakt, dass die Formation Rauscher/David Fischer gegen das heimische Doppel Markert/Funk mit 1:3 auf der Strecke blieb. Ebenso unerwartet war, dass Joel Fischer und Tom Hoger nach Verlust des ersten Satzes das TSV-Spitzenduo Bozek/Gundel noch auf die Verliererstraße schickte. Die nächste Verblüffung war nach dem ersten Tageseinzel fällig. Joel Fischer zwang nämlich nach bereits drei Durchgängen (11:7, 11:9, 11:6) die TSV-Nummer eins, Michal Bozek, in die Knie. Überhaupt war es Joel Fischer der einen Sahnetag erwischte, denn später hatte er auch in seinem zweiten Einzel gegen Markert nach 1:2-Satzrückstand die Nase vorne (11:7, 5:11, 8:11, 11:7, 11:8). Da nach dem anfänglichen Einzelsieg von J. Fischer auch sein Bruder David und dann auch Rauscher siegreich waren, lag das „Adler“-Team mit 4:1 in Front. Nun bäumten sich die Hausherren auf. Zunächst war es Funk der gegen Hoger im Entscheidungssatz nichts anbrennen ließ (11:5, 9:11, 11:3, 9:11, 11:6) und schließlich war es Bozek der im Treffen der beiden Spitzenspieler David Fischer die erste Saisonniederlage zufügte. Nach diesem 3:4 aus Sicht von Untersiemau scheiterte zunächst Markert an Joel Fischer, ehe Gundel gegen Hoger wieder auf einen Zähler Abstand (4:5) herankam. Zu mehr reichte es allerdings für die Gastgeber nicht mehr.
Nach dem Coburger Duell sprach Weidhausens Mannschaftsführer Joel Fischer von einem perfekten Tag seiner Mannschaft. „Nach diesem dritten Sieg in Folge haben wir einen ausgezeichneten Einstieg in die neue Punkteserie hingelegt. Nun haben wir erstmal eine vierwöchige Spielpause. Danach wollen wir selbstverständlich da weiter machen, wo wir heute aufgehört haben.“
TSV-Mannschaftsführer Fabian Markert ist natürlich nicht glücklich über die Niederlage, bestätigt aber dem Gegner, dass dieser an diesem Tag einfach das clevere Team stellte und sich die zwei Punkte verdient hat. Zum Spielverlauf sagte Markert: „Der 1:4-Rückstand war eine große Hypothek für uns. Aber wir wussten, dass wir im zweiten Durchgang besser stehen. So kam es auch zum 4:4-Ausgleich. Dann ging es in meinem Spiel gegen Joel in den Entscheidungssatz, wo ich leider nicht clever genug war das Spiel heimzubringen. Gleiches gilt dann noch für Gabriel Funk gegen Rauscher, der schon den vierten Satz zu machen muss.“
Ergebnisse: Markert/Funk - D. Fischer/Rauscher 3:1, Bozek/Gundel – J. Fischer/Hoger 1:3, Bozek – J. Fischer 0:3, Markert - D. Fischer 1:3, Gundel – Rauscher 1:3, Funk – Hoger 3:2, Bozek - D. Fischer 3:0, Markert – J. Fischer 2:3, Gundel - Hoger 3:0, Funk – Rauscher 2:3.
TTC Tiefenlauter – SpVgg Erlangen 4:6
Obwohl Tiefenlauter auf seinen Spitzenspieler Trifon Lengerov zurückgreifen konnte, reichte dies nicht zum Heimerfolg. Allerdings hatte der TTC nicht immer das Glück auf seiner Seite. Dies begann schon beim Doppel Forkel/Müller, das trotz einer 2:1-Satzführung nach zweimal in der Verlängerung jeweils mit 10:12 den Kürzeren zog. Das gleiche Missgeschick widerfuhr Jürgen Forkel nach dem 4:4-Zwischenstand. Auch er lag nach drei Sätzen vorne, ehe er noch mit 5:11 und 9:11 Federn lassen musste und somit die 5:4-Führung verpasste. Hinzukam, dass Legerov im Aufeinandertreffen mit dem Gäste-Spitzenspieler Alexander Burkard gleich dreimal in der Verlängerung das Nachsehen hatte (11:13, 11:13, 11:7, 13:15). Mehr Pech geht fast schon nicht mehr. Bis zum 4:4-Gleichstand hatten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe befunden. In diesem Abschnitt punkteten für den TTC das Doppel Lengerov/Hofmann und im weiteren Verlauf Lengerov, Forkel und Hofmann im Einzel. Es folgte die bereits geschilderte 3:2-Niederlage von Forkel, ehe in der letzten Tagespaarung Kai Müller wertvollen Boden verlor.
Ergebnisse: Lengerov/Hofmann – Burkard/Späte 3:0, Forkel/Müller – Scheer/Dürrbeck 2:3, Lengerov – Scheer 3:0, Hofmann – Burkard 1:3, Forkel – Dürrbeck 3:0, Müller – Späte 1:3, Lengerov – Burkard 1:3, Hofmann – Scheer 3:1, Forkel – Späte 2:3, Müller – Dürrbeck 0:3. hf / Hans Franz









