Weidhausen – In einem Coburger Kreisduell der Verbandsliga haben die Herren des FC Adler Weidhausen gegen den TSV Untersiemau mit einem 6:4-Heimsieg ihre Spitzenposition verteidigt. Mit dem gleichen Ergebnis hatte der TTC Tiefenlauter bei der TS Kronach das Nachsehen. Von Tiefenlauter (8:10 Punkte) wird weiterhin der siebte Tabellenplatz gleich hinter Untersiemau (10:12) belegt. Zwischen dem Throninhaber Weidhausen (18:6 Punkte) und dem Rangdritten Kronach (15:7) befindet sich auf Platz 2 der TV 1848 Erlangen (18:8). Der Kampf um den Titelgewinn bleibt spannend, da auch der Tabellenvierte SpVgg Erlangen (14:8) und der Fünfte TTC Waldershof (13:7) aufgrund ihrer Minuszähler noch mit im Rennen sind. An diesem Samstag, 21. Februar, ab 15 Uhr, kommt es zu einem weiteren Coburger Derby in Tiefenlauter gegen Untersiemau.
FC Adler Weidhausen – TSV Untersiemau 6:4
Die Hausherren hatten mit dem Gewinn der beiden Eingangsdoppel den gewünschten Einstieg in die zweieinhalbstündige Partie. Während das Duo J. Fischer/Bojer ohne Satzverlust blieb, musste die Formation D. Fischer/Hoger Schwerstarbeit gegen das Duo Bozek/Gundel verrichten. Dies unter anderem deshalb, weil sie sich nach zwei knappen Satzniederlagen (9:11, 12:14) schon mit 0:2 im Rückstand befand. Mit ebenso hauchdünnen Resultaten (15:13, 14:12) schafften beide den Gleichstand, ehe sie mit einem 11:6 im Entscheidungssatz den Hebel umgelegt hatten. Es kam noch besser für Weidhausen, da im ersten Tageseinzel David Fischer gegen den bei Untersiemau in der Rückrunde ins vordere Paarkreuz aufgerückten Markus Gundel die erste Geige spielte und auf 3:0 erhöhte. In den folgen vier Paarungen gab es auf jeder Seite zwei Siege, sodass der 3-Punkte-Vorsprung für die „Adler“ weiterhin Bestand hatte. In diesem Abschnitt endeten alle Einzel mit 3:0, wobei für die Einheimischen Tom Hoger und erneut David Fischer und bei den Gästen Michal Bozek und Fabian Markert erfolgreich waren. Ein Match auf Biegen und Brechen lieferten sich Joel Fischer und Markus Gundel. Dabei hatte Fischer nach 0:2-Rückstand eine aussichtsreiche Aufholjagd gestartet (5:11, 3:11, 11:4, 11:5). Doch im entscheidenden fünften Durchgang behielt Gundel die Oberhand und verkürzte auf 5:3. Nun war auch Markert für den TSV siegreich, so dass es nur noch 5:4 stand und Untersiemau auf einen Teilerfolg hoffen durfte. Nichts für schwache Nerven war das letzte Tageseinzel, das zwischen Manuel Bojer und Frank Zeller über die volle Distanz ging. Bojer hatte sich zwar einen Vorteil verschafft (9:11, 11:6, 11:9), musste aber den 2:2-Satzausgleich registrieren (7:11). Das Unentschieden war für die Gäste greifbar, doch Bojer hatte den längeren Atem und markierte mit einem hauchdünnen 11:9 den sechsten Siegpunkt. TSV-Mannschaftsführer Fabian Markert zu der knappen Auswärtsniederlage: „Wir hatten meiner Meinung nach einen Punkt verdient. Ärgerlich war, dass zum Auftakt unser Doppel Bozek/Gundel nach der 2:0-Führung mehrere Matchbälle liegen gelassen hat. Diesen Rückstand liefen wir die ganze Zeit hinterher. Hinzu kam am Schluss noch, dass Zeller knapp im fünften Satz das Nachsehen hatte. Die Konkurrenz spielt zum Glück weiterhin für uns, so dass der direkte Abstieg nicht mehr möglich ist. Vielleicht können wir am nächsten Wochenende zwei Punkte holen und im Februar noch unser Saisonziel erreichen.“
Ergebnisse: J. Fischer/Bojer – Markert/Zeller 3:0, D. Fischer/Hoger – Bozek/Gundel 3:2, D. Fischer – Gundel 3:0, J. Fischer – Bozek 0:3, Hoger – Zeller 3:0, Bojer – Markert 0:3, D. Fischer – Bozek 3:0, J. Fischer – Gundel 2:3, Hoger – Markert 0:3, Bojer – Zeller 3:2.
TS Kronach – TTC Tiefenlauter 6:4
In diesem Absteiger-Aufsteiger Duell hatte der vorjährige Landesliga-Vizemeister Tiefenlauter durchaus die Möglichkeit etwas Zählbares vom Ex-Verbandsoberligisten mit nach Hause zu nehmen. Dass dies nicht gelang, hatte seinen Grund unter anderem darin, weil drei Paarungen im Entscheidungssatz verloren gingen. Besonderer Leidtragender war dabei Paul Hofmann der den beiden heimischen Spitzenspielern und Ligabesten, David Kostadinov und Ivan Proano Quimis (je 21:1 Siege), mit starken Auftritten nicht nur Paroli bot, sondern diese an den Rand einer Niederlage brachte. Dies betrifft besonders die Partie gegen Proano Quimis. Hofmann lag nämlich bereits mit 2:0 vorne und hatte im dritten Satz bei 10:9 Matchball. Doch der Kronacher riss mit einem 13:11 das Ruder noch herum. Auch den vierten Durchgang gewann er gerade noch mit 11:9, ehe er im Entscheidungssatz die Oberhand behielt. Auch gegen Kostadinov führte Hofmann mit 2:1, ehe ihm auch hier ein 9:11 im vierten Satz zum Verhängnis wurde. Im entscheidenden Durchgang nahm der Bulgare in Diensten der Hausherren das Heft des Handelns immer mehr in die Hand und siegte. Genau so ärgerlich wie diese zwei 5-Satzniederlagen war auch die von Martin Deffner gegen Eichner. Deffner lag mit 2:0 in Front und geriet mehr und mehr auf die Verliererstraße. Kai Müller, der wegen des Fehlens von Trivon Lengerov ins vordere Paarkreuz aufrücken musste, leistete Kostadinov und Proano Quimis heftigen Widerstand und wartete mit sehenswerten Aktionen auf, doch am Ende hatten seine Kontrahenten den längeren Atem. Jürgen Forkel gewann zwar seine zwei Einzel und zum Schluss auch Deffner seine Paarung, doch nach dem 2:5-Rückstand reichte es einfach nicht mehr zu einem Teilerfolg für die Gäste.
Ergebnisse: Eichner/Bittruf – Hofmann/Deffner 1:3, Kostadinov/Proano Quimis – Müller/Forkel 3:1, Kostadinov – Müller 3:1, Proano Quimis – Hofmann 3:2, Eichner – Deffner 3:2, Bittruf – Forkel 1:3, Kostadinov – Hofmann 3:2, Proano Quimis – Müller 3:0, Eichner – Forkel 2:3, Bittruf – Deffner 0:3. hf / Hans Franz









