Eine Ära geht im oberfränkischen Tischtennis zu Ende: Der 83-jährige Günter Zech vom ATS Kulmbach trat bei den Neuwahlen im Rahmen des Bezirkstags des ostoberfränkischen TT-Verbandes als Seniorenfachwart nicht mehr an und verabschiedete sich damit nach einer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit in den verschiedensten Funktionen auf Verbands-, Oberfranken-, Kreis- und Vereinsebene. Obwohl er nach der Strukturreform im Jahre 2018 des BTTV, als Oberfranken in zwei Bereiche geteilt wurde, dem Bezirk Ost angehörte, ging sein Kontakt zu Westoberfranken nie verloren. Dies verdeutlichen vor allem die oberfränkischen Seniorenmeisterschaften die anfangs getrennt in Ost und West ausgetragen wurden. Nicht zuletzt dank seines Bestrebens finden diese Titelkämpfte wieder gemeinsam statt.
Zurück zu den Anfängen von Günter Zech: Seine Bereitschaft sich in den Dienst des Kreises zu stellen begann er bereits im Jahre 1970 als Jugendwart im seinerzeitigen Kreis Bayreuth/Kulmbach. Ein Jahr danach fungierte er bis 1974 als Spielleiter der Gruppe Kulmbach und anschließend als Kulmbacher Kreisvorsitzender, ehe sich 1977 Bayreuth und Kulmbach wieder zusammenschlossen. 1974 begann er zusätzlich die Tätigkeit als Spielleiter der 2. Herren-Bezirksliga Süd und nach deren Auflösung ab 2003 die 2. Herren-Bezirksliga Ost. Diese Aufgabe erledigte er weit über vier Jahrzehnte in Folge. Danach genoss er aber nicht den TT-Ruhestand, sondern übernahm im Jahre 2006 das Amt des Bezirksfachwarts für den Seniorensport. Seine Beschlagenheit, sein Wissen und umsichtiges Wirken im Seniorenbereich waren recht schnell an die Verbandspitze nach München vorgedrungen. So war es nicht verwunderlich, dass er ab 2007 dort als Beisitzer im BTTV-Seniorensport wirkte, und dies dann acht Jahre lang am Stück. Als TT-Sportler begann er 1957, ehe er seine aktive Laufbahn 2017 beendete.
Was nicht ausblieb, waren aufgrund der Verdienste zahlreiche Ehrungen. Unter anderem wurde er 2021 für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. 2010 erhielt er die Ehrennadel in Gold mit großem Kranz, 2014 die Leistungsnadel für 50 Jahre und 2018 das Ehrenschild in Silber. Die jüngste Ehrung mit der Ehrennadel des BLSV in Platin wurde ihm beim letztjährigen Bezirkstag Ost zu teil. Bleiben noch die Ehrungen in seiner Vereinsheimat beim ATSV Kulmbach, dem er schon 1957 beitrat und ein halbes Jahrhundert später zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Festzustellen bleibt, dass dies nur einige von zahlreichen Auszeichnungen sind. Nun hat Günter Zech einen Schlussstrich unter sein überaus ereignis- und erfolgreiches Wirken in den vergangenen 56 Jahren im und für den Tischtennissport gezogen. hf
Zum Abschluss seiner Fachwartetätigkeit hat Günter eine umfangreiche Chronik seiner jahrzehntelangen Arbeit erstellt, die hier zum download bereit steht.









